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Ob Beten hilft?

1. Altes Testament

Richter Kapitel 6,

Verse 36 – 40

Gideon betete: «Bitte gib mir ein Zeichen, daß du Israel wirklich durch mich befreien willst, wie du es angekündigt hast.

Ich lege frisch geschorene Wolle auf den Dreschplatz. Laß doch morgen früh die Wolle vom Tau naß sein, den Boden ringsum aber trocken! Dann weiß ich, daß du Israel durch mich retten möchtest, wie du es gesagt hast.»

Was Gideon erbeten hatte, geschah. Als er am nächsten Morgen früh aufgestanden war, preßte er den Tau aus der Wolle. Das Wasser füllte eine ganze Schale.

Da sagte Gideon zu Gott: «Sei nicht zornig, wenn ich dich noch einmal um etwas bitte! Ich möchte es nur noch dies eine Mal mit der Wolle versuchen. Laß sie trocken bleiben und den ganzen Boden naß vom Tau sein.»

In der folgenden Nacht erhörte Gott wieder sein Gebet: Die Wolle allein blieb trocken, und auf dem Boden ringsum lag Tau.

 

2. Altes Testament

1.Buch Samuel Kapitel 1

Verse 4 – 18 und 24 - 28

Jedesmal wenn Elkana sein Opfer dargebracht hatte, kam die ganze Familie zu einem Festessen zusammen. Elkana schnitt das Fleisch der geopferten Tiere in gleiche Stücke und teilte sie aus. Peninna erhielt Fleisch für sich und jedes ihrer Kinder,

Hanna aber bekam die doppelte Portion. Denn Elkana liebte sie sehr, obwohl der Herr ihr bisher Kinder versagt hatte.

Stets begann Peninna dann, Hanna mit Sticheleien zu kränken, weil sie kinderlos war.

Das wiederholte sich jedes Jahr, wenn sie zum Heiligtum des Herrn zogen: Peninna verletzte Hanna mit ihrem Spott so sehr, daß sie vor Ärger und Traurigkeit nur noch weinte und nichts mehr essen wollte.

«Hanna, warum weinst du?» fragte Elkana dann. «Du ißt ja gar nichts. Bist du so traurig, weil du keine Kinder hast? Bin ich dir denn nicht viel mehr wert als zehn Söhne?» versuchte er sie zu trösten.

Eines Tages, als Hanna wieder einmal nur mit Mühe einige Bissen heruntergebracht hatte, zog sie sich von den anderen zurück und ging zum Heiligtum; dort saß der alte Priester Eli auf einem Stuhl neben der Tür.

Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos.

Unter Tränen betete sie und versprach dem Herrn: «Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergißt, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir, Herr, gehören. Als Zeichen dafür werde ich ihm nie die Haare schneiden.»

Hanna betete sehr lange. Das fiel Eli auf, und er beobachtete sie.

Ihre Lippen bewegten sich, die Worte aber waren nicht zu hören, weil Hanna leise betete. Eli hielt sie für betrunken

und fuhr sie an: «Wie lange willst du eigentlich noch betrunken hier herumlungern? Geh und schlaf erst einmal deinen Rausch aus!»

«Aber nein, mein Herr, ich bin nicht betrunken», widersprach Hanna. «Ich bin nur sehr, sehr traurig und habe dem Herrn mein Herz ausgeschüttet.

Halte mich bitte nicht für eine heruntergekommene Frau. Wirklich, ich habe nur aus lauter Verzweiflung so lange gebetet.»

Da antwortete Eli: «Geh getröstet und im Frieden nach Hause! Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebeten hast.»

Hanna verabschiedete sich und sagte: «Behalte mich in guter Erinnerung!» Erleichtert ging sie zu den anderen zurück. Sie konnte wieder essen, und man sah ihr an, wie glücklich sie war.

Als Samuel einige Jahre alt war, nahm seine Mutter ihn mit nach Silo. Obwohl er noch sehr jung war, wollte sie ihn nun im Heiligtum Gottes lassen. Als Opfergaben brachte sie drei Stiere mit, dazu einen Sack Mehl und einen Schlauch Wein.

Nachdem Elkana und Hanna einen der Stiere geopfert hatten, brachten sie den Jungen zu Eli.

«Herr, erinnerst du dich noch an mich?» fragte Hanna. «Ich bin die Frau, die vor einigen Jahren hier stand und gebetet hat.

Um diesen Jungen habe ich damals gefleht, und der Herr hat mein Gebet erhört. Er gab mir, worum ich bat.

So will auch ich nun mein Versprechen halten: Ich gebe Samuel dem Herrn zurück. Sein ganzes Leben lang soll er Gott gehören.» Danach warfen sie sich nieder und beteten den Herrn an.

 

3. Altes Testament

Psalm 34, Verse 8 – 11

Und Psalm 84, Vers 12

Der Engel des Herrn stellt sich schützend vor alle, die Gott ernst nehmen, und bringt sie in Sicherheit.

Probiert es aus und erlebt selbst, wie gut der Herr ist! Glücklich ist, wer bei ihm Zuflucht sucht!

Begegnet dem Herrn mit Ehrfurcht, alle, die ihr zu ihm gehört! Denn wer ihn ernst nimmt, der muß keinen Mangel leiden.

Selbst kräftige junge Löwen finden manchmal keine Beute und müssen hungern, wer aber dem Herrn gehorcht, dem fehlt es an nichts.

Denn Gott, der Herr, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns. Niemand ist so gut zu uns wie er, durch ihn gelangen wir zu hohem Ansehen. Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den läßt er nie zu kurz kommen.

 

4. Neues Testament

Matthäus 7, Verse 7 – 11

«Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, dann wird euch die Tür geöffnet! Denn wer bittet, der wird bekommen. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Wenn ein Kind seinen Vater um ein Stück Brot bittet, wird er ihm dann einen Stein geben?

Wenn es um einen Fisch bittet, wird er ihm etwa eine giftige Schlange anbieten?

Wenn schon ihr hartherzigen, sündigen Menschen euern Kindern Gutes gebt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen gute Gaben schenken, die ihn darum bitten!

 

5. Neues Testament

Matthäus Kapitel 17, Vers 20

Und Kapitel 21, Verse 21-22

«Wenn euer Glaube nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: 'Rücke von hier dorthin!', und es würde geschehen. Nichts würde euch unmöglich sein!

Jesus erwiderte: «Wenn ihr wirklich glaubt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur dies tun, sondern noch größere Wunder. Ihr könnt sogar zu diesem Berg sagen: 'Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!' Es wird geschehen.

Ihr werdet alles bekommen, wenn ihr im festen Glauben darum bittet.»

 

6. Neues Testament

Markus Kapitel 9,

Verse 17 – 19 und 21 – 24

Einer aus der Menge antwortete: «Herr, ich habe meinen Sohn hergebracht, damit du ihn heilst, denn er kann nicht sprechen, weil er von einem bösen Geist beherrscht wird.

Wenn dieser Geist Gewalt über ihn gewinnt, wirft er ihn zu Boden. Hilflos wälzt er sich dann auf der Erde, Schaum tritt ihm vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und bleibt schließlich bewußtlos liegen. Ich habe schon deine Jünger angefleht, den bösen Geist auszutreiben; aber sie konnten es nicht.»

«Wann wollt ihr endlich anfangen zu glauben?» rief Jesus. «Wie lange muß ich noch bei euch sein, bis ihr das gelernt habt? Bringt das Kind her zu mir!»

«Wie lange leidet er schon darunter?» fragte Jesus den Vater. «Von Kindheit an.

Schon oft hat ihn der böse Geist in ein Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Habe doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!»

«Wenn ich kann?» meinte Jesus verwundert. «Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.»

Verzweifelt bat ihn der Mann: «Ich will dir ja vertrauen. Aber hilf mir doch, daß ich es kann!»

 

7. Neues Testament

Markus Kapitel 11

Verse 22 – 26

Da antwortete Jesus: «Ihr müßt Gott ganz vertrauen!

Denn das ist sicher: Wenn ihr glaubt und nicht im geringsten zweifelt, könnt ihr zu diesem Berg hier sagen: 'Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!' und es wird geschehen.

Es ist wirklich so: Alles, worum ihr im festen Glauben betet, wird Gott euch geben.

Aber wenn ihr ihn um etwas bittet, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, die euch Unrecht getan haben. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben.

Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch nicht vergeben.»

 

8. Neues Testament

Johannes Kapitel 14,

Verse 12 – 15,

Kapitel 15, Vers 7

Kapitel 16, Verse 23 – 26

Eins ist sicher: Wer an mich glaubt, wird die gleichen Taten vollbringen wie ich, ja sogar noch größere; denn ich gehe zum Vater.

Worum ihr in meinem Namen bitten werdet, das werde ich euch geben, damit durch die Taten des Sohnes die Herrlichkeit des Vaters sichtbar wird.

Was ihr also in meinem Namen erbitten werdet, das werde ich tun.»

«Wenn ihr mich liebt, werdet ihr so leben, wie ich es euch gesagt habe.

Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch nach meinem Wort richtet, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten.

Am Tage unseres Wiedersehens werden alle eure Fragen beantwortet sein. Ich versichere euch: Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben.

Bisher habt ihr in meinem Namen nichts von Gott erbeten. Bittet ihn, und er wird es euch geben. Dann wird eure Freude vollkommen sein.» «Was ich euch sagen wollte, habe ich euch bis jetzt an Beispielen erklärt. Aber die Zeit kommt bald, in der das nicht mehr nötig sein wird. Dann werde ich euch ohne Bilder und Umschreibungen zeigen, wer der Vater ist.

Von diesem Tage an werdet ihr in meinem Namen zu ihm beten. Und dann muß ich den Vater nicht mehr bitten, euer Gebet zu erhören.

 

9. Neues Testament

1.Johannesbrief Kapitel 5,

Verse 14 – 15

Wir dürfen uns darauf verlassen, daß Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht. Und weil Gott solche Gebete ganz gewiß erhört, dürfen wir auch darauf vertrauen, daß er uns gibt, worum wir ihn bitten.