Visionen - erweitern Sie Ihren Horizont!

1. Altes Testament
1.Buch Mose Kapitel 15,
Vers 1
Danach redete der Herr zu Abram in einer Vision: «Hab keine Angst, Abram, ich selbst beschütze dich, ich werde dich auch reich belohnen!»
2. Altes Testament
Jesaja Kapitel 2,
Verse 1 – 5
In einer Vision empfing Jesaja, der Sohn des Amoz, diese Botschaft für Juda und Jerusalem: Am Ende der Zeit wird der Berg, auf dem der Tempel des Herrn steht, alle anderen Berge und Hügel weit überragen. Menschen aller Nationen strömen dann herbei.
Viele Völker ziehen los und rufen einander zu: «Kommt, wir wollen auf den Berg des Herrn steigen, zum Tempel des Gottes Israels! Dort wird er uns seinen Weg zeigen, und wir werden lernen, so zu leben, wie er es will.» Denn vom Berg Zion aus wird der Herr seine Weisungen geben, dort in Jerusalem wird er der ganzen Welt seinen Willen verkünden.
Gott selbst schlichtet den Streit zwischen den Völkern, und unter den Nationen spricht er Recht. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr das andere angreifen; niemand lernt mehr, Krieg zu führen.
Kommt, ihr Nachkommen Jakobs, wir wollen schon jetzt mit dem Herrn leben. Er ist unser Licht!
3. Altes Testament
Jeremia Kapitel 24,
Verse 1 – 6
Der babylonische König Nebukadnezar hatte den judäischen König Jojachin, den Sohn Jojakims, von Jerusalem in die Gefangenschaft nach Babylonien gebracht, zusammen mit den obersten Beamten, Schmieden und Schlossern. Danach gab mir der Herr eine Vision: Ich sah zwei Körbe mit Feigen vor dem Tempel stehen. Die Feigen im einen Korb waren sehr gut, wie reife Frühfeigen, im anderen Korb lagen nur schlechte, man konnte sie nicht mehr essen.
Der Herr fragte mich: «Jeremia, was siehst du?» «Feigen», antwortete ich. «Die guten sind vorzüglich, und die schlechten sind schon völlig ungenießbar.»
Da empfing ich eine Botschaft vom Herrn:
«So spricht der Herr, der Gott Israels: Wie man sich über die guten Feigen freut, so habe ich Gefallen an den Judäern, die ich von hier nach Babylonien verschleppen ließ.
Ich habe einen guten Plan mit ihnen und bringe sie in ihr Land zurück. Dort werde ich sie aufbauen und nicht mehr niederreißen, einpflanzen und nicht wieder entwurzeln.
4. Altes Testament
Hesekiel Kapitel 37
Verse 1 – 14
Der Herr legte seine Hand auf mich, und sein Geist hob mich empor und brachte mich in ein weites Tal, das mit Totengebeinen übersät war.
Dann führte er mich durch die ganze Ebene, und ich sah dort unzählige Knochen verstreut liegen. Sie waren völlig vertrocknet.
Der Herr fragte mich: «Sterblicher Mensch, können diese Gebeine je wieder lebendig werden?» Ich antwortete: «Herr, mein Gott, das weißt
du allein!»
Da sagte er zu mir: «Sprich zu diesen dürren Knochen, und fordere sie auf: Hört, was der Herr euch sagt:
ch erfülle euch mit meinem Geist und mache euch wieder lebendig!
Ich lasse Sehnen und Fleisch um euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Meinen Atem hauche ich euch ein, damit ihr wieder lebendig
werdet. Dann erkennt ihr, daß ich der Herr bin.»
Ich tat, was der Herr mir befohlen hatte. Noch während ich redete, hörte ich ein lautes Geräusch und sah, wie die Knochen zusammenrückten, jeder an seine Stelle.
Sehnen und Fleisch wuchsen um sie herum, und darüber bildete sich
Haut. Aber noch war kein Leben in den Körpern.
Da sprach der Herr zu mir: «Sterblicher Mensch, ruf den Lebensgeist,
und befiehl ihm, was ich dir sage. Er soll aus den vier Himmelsrichtungen kommen und diese toten Menschen anhauchen, damit sie wieder zum Leben erwachen!»
Ich tat, was der Herr mir befohlen hatte. Da erfüllte der Lebensgeist die toten Körper, sie wurden lebendig und standen auf.
Sie waren zahlreich wie ein unüberschaubares Heer.
Der Herr sprach zu mir: «Sterblicher Mensch, die Israeliten gleichen diesen verdorrten Gebeinen. Sie klagen: 'Wir sind völlig ausgezehrt und haben keine Hoffnung mehr, uns bleibt nur der Tod!'
Darum sag ihnen: Hört die Botschaft des Herrn! Ich, der Herr, öffne eure Gräber und hole euch heraus, denn ihr seid mein Volk.
Wenn ich euch wieder lebendig mache, werdet ihr erkennen, daß ich der Herr bin.
Ich erfülle euch mit meinem Geist, schenke euch noch einmal das Leben und lasse euch wieder in eurem Land wohnen. Ihr werdet sehen, daß ich meine Versprechen halte. Mein Wort gilt!»
5. Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 9
Verse 10 – 18
In Damaskus wohnte ein Christ, der Ananias hieß. Dem erschien der Herr in einer Vision. «Ananias», sagte er zu ihm. «Ja, Herr, hier bin ich», erwiderte der Mann.
«Gehe in der Geraden Straße in das Haus des Judas, und frage dort nach einem Saulus von Tarsus. Er betet gerade
und hat in einer Vision einen Mann gesehen, der Ananias heißt. Dieser kam zu ihm und legte ihm die Hände auf, damit er wieder sehen kann.»
«Aber Herr», wandte Ananias ein, «ich habe schon von so vielen gehört, wie grausam dieser Saulus deine Gemeinde in Jerusalem verfolgt.
Außerdem haben wir erfahren, daß er eine Vollmacht der Hohenpriester hat, damit er auch hier alle gefangennehmen kann, die an dich glauben.»
Doch der Herr sprach zu Ananias: «Erfülle alles so, wie ich es dir gesagt habe. Ich habe diesen Mann dazu auserwählt, allen Völkern und den Herrschern der Erde, aber auch den Israeliten meine Botschaft zu verkündigen.
Dabei wird er erfahren, wieviel er um meines Namens willen leiden muß.»
Ananias gehorchte. Er ging in das Haus des Judas, fand dort Saulus und legte ihm die Hände auf. «Lieber Bruder Saulus», sagte er, «Jesus, der dir unterwegs erschienen ist, hat mich zu dir geschickt, damit du mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst und wieder sehen kannst.»
Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Er stand auf und ließ sich taufen.
6. Neues Testament
Apostelgeschichte 10,
Verse 10 – 24 und
27 - 35
Es war gerade um die Mittagszeit, und Petrus hatte Hunger. Während man sein Essen zubereitete, hatte er eine Vision:
Petrus sah etwas vom Himmel herabkommen. Es sah aus wie ein großes Leinentuch, das - an seinen vier Ecken zusammengehalten - auf die Erde heruntergelassen wurde.
In dem Tuch waren alle möglichen Arten von vierfüßigen Tieren, aber auch von Schlangen und Vögeln; alles Tiere, die für Juden «unrein» sind und deshalb nicht gegessen werden dürfen.
Dann hörte Petrus eine Stimme, die ihn aufforderte: «Petrus, schlachte diese Tiere und iß davon!»
«Niemals, Herr!» entgegnete Petrus. «Noch nie in meinem Leben habe ich etwas Verbotenes oder Unreines gegessen.»
Da rief die Stimme zum zweiten Mal: «Widersprich Gott nicht! Wenn er sagt, daß etwas 'rein' ist, dann ist es auch rein.»
Das geschah dreimal. Dann wurde das Tuch wieder in den Himmel gehoben.
Petrus verstand nicht, was Gott ihm durch diese Erscheinung sagen wollte. Aber während er noch angestrengt überlegte, klopften die Boten des Kornelius an die Haustür.
«Wohnt hier ein Mann, der Simon Petrus heißt?» erkundigten sie sich.
Petrus dachte noch immer darüber nach, was die Erscheinung zu bedeuten hatte. Da sprach der Heilige Geist zu ihm: «Es sind drei Männer zu dir gekommen.
Gehe hinunter und reise mit ihnen nach Cäsarea. Du brauchst keine Bedenken zu haben, denn ich habe sie gesandt.»
Petrus ging hinunter. «Ich bin der, den ihr sucht», sagte er. «Warum seid ihr hierhergekommen?»
Sie erwiderten: «Der Hauptmann Kornelius schickt uns. Er ist ein guter und gottesfürchtiger Mann, der von allen Juden hoch geachtet wird. Durch einen heiligen Engel erhielt er von Gott den Auftrag, dich in sein Haus einzuladen und darauf zu hören, was du ihm zu sagen hast.»
Petrus ließ die Männer in das Haus eintreten, und sie wohnten dort. Bereits am nächsten Tag aber ging er mit ihnen nach Cäsarea, wobei ihn einige Christen aus Joppe begleiteten.
Als sie am folgenden Tag dort ankamen, wurden sie schon von Kornelius erwartet. Alle seine Verwandten und Freunde waren bei ihm.
Dann betraten sie das Haus. Petrus sah die vielen Menschen, die auf ihn warteten.
«Ihr wißt ebenso wie ich», begann er, «daß es einem Juden streng verboten ist, in das Haus eines Nichtjuden zu gehen oder sich auch nur mit ihm zu treffen. Aber Gott hat mir gezeigt, daß ich keinen Menschen für minderwertig halten darf.
Deshalb bin ich auch gleich zu euch gekommen, als ihr mich gerufen habt. Aber was wollt ihr nun von mir?»
Kornelius antwortete: «Vor vier Tagen betete ich nachmittags in meinem Hause. Es war drei Uhr, ungefähr dieselbe Zeit wie heute. Da stand plötzlich ein Mann in einem leuchtenden Gewand vor mir
und sagte: 'Kornelius, Gott hat deine Gebete gehört. Er kennt deine guten Taten.
Deshalb beauftragt er dich, Leute nach Joppe zu schicken, die Petrus zu dir bringen sollen. Er wohnt am Meer im Haus des Gerbers Simon. Höre darauf, was er dir zu sagen hat.'
Ich habe meine Boten sofort zu dir geschickt, und ich freue mich, daß du gekommen bist. Nun sind wir alle hier in Gottes Gegenwart versammelt und wollen hören, was du uns in seinem Auftrag zu sagen hast.» Da sagte Petrus zu Kornelius und dessen Verwandten: «Jetzt erst habe ich richtig verstanden, daß Gott keinen Menschen wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt, sondern daß er jeden liebt, der an ihn glaubt und nach seinen Geboten lebt.
7. Neues Testament
Offenbarung Kapitel 22
Verse 1-7
Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da.
Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag.
Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: «Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben.
Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr
haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was
einmal war, ist für immer vorbei.»
Der auf dem Thron saß, sagte: «Siehe, alles werde ich jetzt neu schaffen!» Und mich forderte er auf: «Schreibe auf, was ich dir sage, alles ist zuverlässig und wahr.»
Und weiter sagte er: «Alles ist in Erfüllung gegangen. Von A bis Z steht alles in meiner Macht. Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel. Allen Durstigen werde ich Wasser aus der Quelle des Lebens schenken.
Wer durchhält bis zum Sieg, wird dies alles besitzen. Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

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