Wie soll eine Kirche geleitet werden?

1. Neues Testament
Matthäus Kapitel 20,
Verse 20 – 28
Da kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen Jakobus und Johannes zu Jesus. Sie warf sich vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten.
«Was willst du denn?» fragte er. Sie antwortete: «Gib meinen beiden Söhnen in deinem Königreich die Ehrenplätze direkt neben dir!»
Jesus antwortete ihnen: «Ihr wißt ja gar nicht, was ihr da verlangt. Könnt ihr denn das schwere Leiden ertragen, das auf mich wartet?» «Jawohl», antworteten sie, «das können wir!»
Darauf erwiderte ihnen Jesus: «Ganz gewiß werdet ihr leiden müssen, aber ich kann nicht bestimmen, wer einmal neben mir sitzen wird. Wer diese Plätze einnehmen wird, bestimmt allein mein Vater.»
Die anderen Jünger waren entrüstet, als sie erfuhren, was Jakobus und Johannes gefordert hatten.
Jesus rief sie deshalb zusammen und sagte: «Die Könige herrschen über die Völker wie Tyrannen, und die Machthaber unterdrücken, wen sie können.
Aber gerade so darf es bei euch nicht sein. Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.
Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Er kam, um selbst zu dienen und mit seinem Leben dafür zu bezahlen, daß viele Menschen aus der Gewalt des Bösen befreit werden.»
2. Neues Testament
Matthäus Kapitel 28,
Verse 18 – 20
Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: «Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten.
Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist!
Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!»
3. Neues Testament
1.Timotheusbrief Kapitel 3
Verse 1 – 13
Es ist richtig: Wer eine Gemeinde leiten will, der ist bereit, eine schöne und große Aufgabe zu übernehmen.
Allerdings muß ein solcher Mann einen vorbildlichen Lebenswandel führen; das heißt, er soll nur eine Frau haben, nüchtern und besonnen sein und keinen Anstoß erregen. Gastfreundschaft muß ihn auszeichnen, und er soll als ein guter Lehrer den christlichen Glauben weitergeben können.
Außerdem darf er weder ein Trinker sein noch unbeherrscht oder streitsüchtig; vielmehr soll er gütig und friedfertig seine Arbeit tun und nicht am Geld hängen.
Sein Familienleben soll geordnet sein, die Kinder gehorsam und gut erzogen.
Denn wie kann jemand, der schon in seiner eigenen Familie keine Ordnung halten kann, die Gemeinde Gottes leiten?
Er soll nicht erst vor kurzem Christ geworden sein, sondern sein Glaube muß sich schon bewährt haben. Nur allzuleicht verliert er sonst das rechte Augenmaß und wird überheblich. Dann hätte der Teufel ein leichtes Spiel mit ihm.
Ein Gemeindeleiter soll auch bei Nichtchristen in einem guten Ruf stehen, damit er sich nicht in den Stricken des Teufels verfängt, wenn andere über ihn reden. Auch die Mitarbeiter in der Gemeinde sollen geachtete Leute sein, ehrlich und glaubwürdig in ihrem Reden; sie sollen sich nicht betrinken und auch nicht auf Gewinn bedacht sein.
Sie sollen nicht nur nach außen hin untadelig erscheinen, denn das, was ihnen mit dem Glauben anvertraut wurde, können sie nur in einem reinen Gewissen bewahren.
Auch die Mitarbeiter müssen sich zuerst bewähren. Nur wenn an ihnen nichts auszusetzen ist, darf man sie zum Dienst zulassen.
Auch ihre Frauen sollen in ihrer Lebensführung untadelig sein, keine bösartigen Klatschmäuler, sondern besonnene und in allen Dingen zuverlässige Frauen.
Wie der Gemeindeleiter soll auch der Mitarbeiter nur mit einer Frau verheiratet sein, und auch er muß ein vorbildliches Familienleben führen.
Wer sich aber in seinem Dienst als Mitarbeiter bewährt, den wird die Gemeinde achten, und er selbst wird die Zuversicht und Freude ausstrahlen, wie sie der Glaube an Jesus Christus schenkt.
4. Neues Testament
1.Timotheusbrief 5,
Verse 17 – 22
Alle, die als Leiter der Gemeinde, als Älteste, ihren Dienst verantwortungsvoll ausüben, sollen nicht nur gut versorgt, sondern auch hoch geachtet werden; vor allem, wenn sie mit ganzem Einsatz Gottes Wort verkündigen und die Gemeinde unterrichten.
Denn in der Heiligen Schrift heißt es: «Du sollst einem Ochsen beim Dreschen nicht das Maul zubinden», und an anderer Stelle: «Jeder Arbeiter soll für seine Arbeit den gerechten Lohn bekommen.»
Weigere dich auch, eine Klage gegen einen Ältesten der Gemeinde anzunehmen, wenn nicht mindestens zwei oder drei Zeugen sie bestätigen.
Aber sollte sich einer tatsächlich etwas zuschulden kommen lassen, dann weise ihn vor allen zurecht, damit auch die anderen gewarnt sind.
Vor Gott, dem Herrn Jesus Christus und seinen heiligen Engeln ermahne ich dich: In solchen Fällen mußt du ohne jedes Vorurteil und unparteiisch handeln.
Übertrage nicht voreilig jemandem eine wichtige Aufgabe in der Gemeinde, und sprich niemanden leichtfertig von seinen Sünden frei, sonst machst du dich mitschuldig. Dulde auch keine Sünde in deinem eigenen Leben.
5. Neues Testament
Titusbrief Kapitel 1,
Verse 5 – 9
Ich habe dich auf Kreta zurückgelassen, damit du die Arbeit zu Ende führst, die wir dort gemeinsam begonnen haben. Vor allem sollst du in den einzelnen Städten geeignete Männer einsetzen, die als Älteste die Gemeinden leiten.
Es müssen Männer sein, die einen untadeligen Lebenswandel führen und in einem guten Ruf stehen. Sie dürfen nur eine Frau haben. Ihre Kinder sollen an Jesus Christus glauben und nicht als zügellos und ungehorsam bekannt sein.
Ein Ältester muß tatsächlich in jeder Beziehung vorbildlich leben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder rechthaberisch noch jähzornig oder streitsüchtig sein, kein Trinker, kein Geschäftemacher.
Dagegen soll er gastfreundlich, gütig und besonnen sein, gerecht urteilen, so leben, wie es Gott gefällt, und sich selbst beherrschen können.
Außerdem muß er sich an das Wort Gottes halten, ohne es zu verändern oder zu verfälschen. Denn nur so kann er die Gemeinde im Glauben festigen und andere, die einer falschen Lehre verfallen sind, von ihrem Irrweg abbringen.
6. Neues Testament
2. Johannesbrief Verse 1
bis 3 und 7 – 13
Als verantwortlicher Ältester wende ich mich heute an eure Gemeinde und an jeden einzelnen von euch. Ich liebe euch von ganzem Herzen; aber nicht nur ich, sondern auch alle anderen, die in Christus die Wahrheit erkannt haben, lieben euch.
Diese Wahrheit verbindet uns und wird uns immer und ewig miteinander verbinden.
Ich bitte für uns alle um Gnade, Erbarmen und Frieden von Gott, unserem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus, damit wir in Gottes Wahrheit und in seiner Liebe bleiben.
Überall begegnen wir Betrügern, die in der ganzen Welt ihre Irrlehren verbreiten. Sie wollen die Menschen auf einen falschen Weg locken und behaupten, daß Jesus Christus nicht als Mensch aus Fleisch und Blut zu uns gekommen ist. Diese Betrüger sind Werkzeuge des größten Verführers aller Zeiten und des schlimmsten Feindes Christi, des Antichristen.
Seht euch vor, daß ihr nicht alles verliert, was ihr durch Christus erhalten habt, sondern daß ihr von Gott den vollen Lohn für eure Arbeit erhaltet.
Wer über das hinausgeht, was Christus uns gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre von Christus hält, hat mit dem Sohn auch den Vater.
Sollte also jemand zu euch kommen, der euch etwas anderes erzählen will, den schickt gleich wieder weg. Vermeidet jeden Kontakt mit ihm.
Denn wer diese Verführer auch nur grüßt, unterstützt ihre bösen Absichten und macht sich mitschuldig.
Ich habe noch so viele Anliegen auf dem Herzen, aber die möchte ich euch lieber persönlich sagen und nicht schreiben. Ich hoffe, bald bei euch zu sein. Dann können wir alles miteinander besprechen, und nichts wird unsere Freude trüben.
Alle Christen hier lassen euch herzlich grüßen.
Keiner soll diese jüdischen Ammenmärchen glauben und sich nach den Vorschriften von Leuten richten, die der Wahrheit den Rücken gekehrt haben.
Wer ein reines Gewissen hat, für den ist alles rein, was Gott geschaffen hat. Wer aber ein schlechtes Gewissen hat, dem helfen.
7. Neues Testament
1.Petrusbrief, Kapitel 5
Verse 1 – 6
Jetzt noch ein Wort an die Gemeindeältesten unter euch. Ich selbst habe die gleiche Aufgabe wie ihr, bin ein Zeuge der Leiden Christi und werde auch an seiner Herrlichkeit Anteil haben, wenn er wiederkommt. Deshalb möchte ich euch bitten:
Versorgt die Gemeinde gut, die euch Gott anvertraut hat. Hütet die Herde Gottes als gute Hirten, und das nicht, weil es eure Pflicht ist, sondern freiwillig und gern. Das erwartet Gott. Es geht dabei auch nicht ums Geldverdienen, sondern darum, daß ihr mit Lust und Liebe Gott dient.
Spielt euch nicht als die Herren eurer Gemeinde auf, sondern seid ihre Vorbilder.
Nur dann werdet ihr eine unvergängliche Auszeichnung - das ewige Leben - erhalten, wenn Christus wiederkommt, der ja der oberste Hirte seiner Gemeinde ist.
Den jungen Leuten unter euch sage ich: Ordnet euch den Gemeindeältesten unter, und hütet euch alle vor Überheblichkeit und Hochmut! Denn die Hochmütigen und Stolzen werden niemals Gottes Barmherzigkeit erfahren. Seine Gnade gilt denen, die zum demütigen Gehorsam bereit sind.
Deshalb beugt euch in Demut unter Gottes mächtige Hand. Gott wird euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist.

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