Warum lässt Gott Leid zu?

1. Altes Testament
1.Samuel Kapitel 2,
Verse 6 – 9
Der Herr tötet und macht wieder lebendig. Er schickt Menschen hinab ins Totenreich und ruft sie wieder herauf.
Manche macht er arm, andere dagegen reich. Er erniedrigt und erhöht Menschen, wie er es für richtig hält.
Dem Verachteten hilft er aus seiner Not. Er zieht den Armen aus dem Schmutz und stellt ihn dem Fürsten gleich, ja, er gibt ihm einen Ehrenplatz. Dem Herrn gehört die ganze Welt. Er hat sie auf ein festes Fundament gegründet, damit sie niemals wankt.
Er beschützt jeden, der ihm vertraut, doch wer von ihm nichts wissen will, der wird in Finsternis enden. Denn aus eigener Kraft erringt keiner den Sieg.
2. Altes Testament
Hiob Kapitel 1, Verse 6 – 12;
Kapitel 2, Verse 1 - 6
Eines Tages versammelten sich die Engel im Himmel und traten vor den Herrn, unter ihnen auch der Satan. «Woher kommst du?» fragte ihn der Herr. «Ich habe die Erde durchstreift», gab dieser zur Antwort.
Der Herr erwiderte: «Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen. Ich kenne keinen zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen läßt.»
«Überrascht dich das?» fragte der Satan. «Er tut's doch nicht umsonst!
Du hast ihn, seine Familie und seinen ganzen Besitz stets bewahrt. Seine Arbeit war erfolgreich, und seine Herden haben sich gewaltig vermehrt.
Aber - versuch es doch einmal und laß ihn Hab und Gut verlieren, dann wird er dich ganz sicher vor allen Leuten verfluchen.»
«Gut», sagte der Herr, «mach mit seinem Besitz, was du willst, nur ihn selbst taste nicht an!» So verließ der Satan den Herrn und die Engel.
Wieder einmal versammelten sich die Engel und traten vor den Herrn, unter ihnen auch der Satan.
«Woher kommst du?» fragte ihn der Herr. «Ich habe wieder die Erde durchstreift», gab der Satan zur Antwort.
«Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen», sagte Gott. «Ich kenne keinen zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen läßt. Immer noch vertraut er mir, obwohl du mich dazu verleitet hast, ihn ohne Grund ins Unglück zu stürzen.»
Der Satan erwiderte bloß: «Kein Wunder! Er selbst ist doch noch mit heiler Haut davongekommen. Ein Mensch gibt alles her, was er besitzt, wenn er damit sein eigenes Leben retten kann.
Greif nur seinen Körper und seine Gesundheit an, ganz sicher wird er dich dann vor allen Leuten verfluchen!»
Der Herr entgegnete: «Ich erlaube es dir! Greif seine Gesundheit an, doch laß ihn am Leben!»
3. Altes Testament
Psalm 102, Verse 2 – 29
Höre mein Gebet, Herr, und achte auf meinen Hilfeschrei!
Ich bin in großer Not - verbirg dich nicht vor mir! Höre mir zu und antworte mir schnell!
Mein Leben verflüchtigt sich wie Rauch, mein ganzer Körper glüht, von Fieber geschüttelt.
Meine Kraft vertrocknet wie abgemähtes Gras, selbst der Hunger ist mir vergangen,
ich bin nur noch Haut und Knochen! Laut stöhnend wälze ich mich auf meinem Lager hin und her.
Man hört mich klagen wie eine Eule in der Wüste, wie ein Käuzchen in verlassenen Ruinen.
Ich kann nicht schlafen; ich bin verlassen und fühle mich wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
Tag für Tag beschimpfen mich meine Feinde, und wenn sie andere verfluchen, mißbrauchen sie meinen Namen und sagen: «Gott strafe dich wie diesen da!»
Ich esse Staub statt Brot, und in meine Getränke mischen sich Tränen.
Denn dein furchtbarer Zorn hat mich getroffen. Du hast mich hochgeworfen und zu Boden geschmettert!
Mein Leben gleicht einem Schatten am Abend, der bald in der Dunkelheit verschwindet. Ich bin wie Gras, das bald verdorrt.
Du aber, Herr, regierst für alle Zeiten; immer wird man von dir erzählen.
Du wirst eingreifen und dich über die Stadt Zion erbarmen. Denn die Zeit ist gekommen, sie zu begnadigen - die Stunde ist da!
Herr, dein Volk liebt die Mauern dieser Stadt und trauert über ihre Trümmer.
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Aber der Herr wird sie wieder aufbauen und damit zeigen, wie mächtig er ist. Dann werden die Völker ihn fürchten und die Könige der Erde seine Macht anerkennen.
Ja, der Herr wird das Gebet der Hilflosen hören, er wird ihr Flehen nicht verachten.
Dies lasse ich für unsere Nachkommen aufschreiben, damit sie es lesen und den Herrn loben:
Der Herr blickte von seinem Heiligtum auf uns herab, er schaute vom Himmel auf die Erde.
Er hörte das Stöhnen der Gefangenen und rettete sie vor dem sicheren Tod.
Darum wird man den Herrn in Jerusalem rühmen,
wenn alle Völker und Königreiche sich versammeln, um ihm zu dienen.
Mitten im Leben hat Gott meine Kraft gebrochen, er hat mich vorzeitig alt werden lassen.
Darum flehe ich ihn an: Mein Gott, laß mich nicht so früh sterben! Herr, dein Leben hat keinen Anfang und kein Ende.
Vor langer Zeit hast du, Herr, alles geschaffen. Die Erde und die Himmel, alles ist das Werk deiner Hände.
Sie werden vergehen, du aber bleibst. Wie alte Kleider werden sie zerfallen, wie ein abgetragenes Gewand wechselst du sie und schaffst sie neu.
Du aber bleibst ein und derselbe, du wirst immer und ewig leben.
Die Nachkommen deines Volkes werden in Sicherheit wohnen, unter deinem Schutz werden sie geborgen sein.
4. Neues Testament
2. Korintherbrief Kapitel 1,
Verse 3 – 5 und Kapitel 7,
Verse 4 – 7
Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater voller Barmherzigkeit, der Gott, der uns in jeder Not tröstet! In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so daß wir auch andere trösten können, die wegen ihres Glaubens zu leiden haben. Wir trösten sie, wie Gott auch uns getröstet hat.
Weil wir Christus gehören und ihm dienen, müssen wir viel leiden, aber in ebenso reichem Maße erfahren wir auch seine Hilfe.
Ich vertraue euch in jeder Beziehung und bin stolz auf euch. Trotz aller Schwierigkeiten bin ich getröstet, und meine Freude ist unbeschreiblich groß. Als wir nach Mazedonien kamen, waren wir sehr beunruhigt. Überall gab es Schwierigkeiten. Wir mußten alle möglichen Anfeindungen ertragen und waren doch selber voller Angst und Sorgen.
Aber Gott hilft den Mutlosen und Verzagten. Er hat uns durch die Ankunft des Titus getröstet;
und das nicht nur, weil Titus endlich wieder bei uns war. Noch mehr haben wir uns darüber gefreut, daß Titus bei euch so viel Gutes erfahren hat. Er hat mir davon berichtet, wie sehr ihr auf meinen Besuch wartet, wie leid es euch tut, was geschehen ist, und mit welchem Eifer ihr euch für mich einsetzt. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe.
5. Neues Testament
Hebräerbrief Kapitel 12
Verse 3 - 16
Vergeßt nicht, wieviel Haß und Anfeindung er von gottlosen Menschen ertragen mußte, damit auch ihr in Zeiten der Verfolgung nicht den Mut verliert und aufgebt.
Bis jetzt hat euch der Kampf gegen die Sünde noch nicht das Letzte abverlangt, euer Leben habt ihr noch nicht eingesetzt.
Trotzdem werdet ihr schon mutlos. Habt ihr denn vergessen, was Gott euch als seinen Kindern sagt: «Mein Sohn, lehne dich nicht auf, wenn Gott dich streng erzieht, und verliere nicht den Mut, wenn er dich zurechtweist.
Denn gerade weil er dich liebt, wirst du streng erzogen. Seine Schläge beweisen dir nur, daß er dich als sein Kind angenommen hat.»
Wenn ihr also leiden müßt, dann will euch Gott erziehen. Es zeigt, daß ihr wirklich seine Kinder seid. Welcher Sohn wird von seinem Vater nicht streng erzogen und auch einmal bestraft?
Viel schlimmer wäre es, wenn Gott euch anders behandeln würde. Dann nämlich wärt ihr gar nicht seine rechtmäßigen Kinder.
Außerdem: Haben uns nicht auch unsere leiblichen Väter gestraft, und wir haben sie trotzdem geachtet? Wieviel mehr müßten wir dann die Erziehung unseres göttlichen Vaters annehmen, der uns ja für das ewige Leben erzieht.
Unsere leiblichen Väter haben uns eine bestimmte Zeit erzogen, wie sie es für richtig hielten. Gott aber weiß wirklich, was zu unserem Besten dient. Wir sollen ihm als seine Kinder ähnlich werden.
Nun freut sich allerdings niemand darüber, wenn er gestraft wird; denn Strafe tut weh. Aber später wird sich zeigen, wozu das alles gut war. Wer auf diese Weise den Gehorsam lernte, der hat gelernt, im Frieden Gottes und nach seinem Willen zu leben. Richtet eure kraftlos und müde gewordenen Hände wieder auf zum Gebet, damit ihr stark werdet. Eure zitternden Knie sollen wieder fest werden, damit ihr sichere Schritte im Glauben tun könnt.
Bleibt auf dem geraden Weg, damit die Verzagten und Schwachen nicht fallen, sondern neuen Mut fassen und wieder gesund werden.
Setzt alles daran, mit jedem Menschen Frieden zu haben und ein Leben zu führen, das Gott gefällt. Sonst werdet ihr den Herrn niemals sehen.
Achtet darauf, daß keiner von euch an Gottes Gnade gleichgültig vorübergeht, damit sich das Böse nicht bei euch breitmacht und Zank und Streit die ganze Gemeinde vergiften.
Keiner von euch soll die Treue brechen wie Esau, für den nur materielle Dinge erstrebenswert waren. Für ein Linsengericht verschleuderte er das Vorrecht, als ältester Sohn sein Erbe und den besonderen Segen seines Vaters zu erhalten.
6. Neues Testament
Die Offenbarung Kapitel 21,
Verse 1 – 5a
Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag.
Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: «Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben.
Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.»
Der auf dem Thron saß, sagte: «Siehe, alles werde ich jetzt neu schaffen!»

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