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|  Frank Michel, 40 Jahre, Industriekaufmann, verheiratet, 3 Kinder
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| Bitte keine Jenseitsvertröstung!

Meine Kindheit verlief einigermaßen durchschnittlich: als ältestes von drei Geschwistern fiel die Rolle des "Bahnbrechers" naturgemäß mir zu und strapazierte bereits in jungen Jahren besonders das Verhältnis zu meinem Vater. Mit 15 Jahren erlebte ich die Trennung unserer Eltern und die damit verbundenen Konsequenzen einer "gescheiterten Familie". Während der Oberstufe des Gymnasiums lernte ich dann meine heutige Frau Birgit kennen und zog noch vor dem Abitur mit ihr in eine gemeinsame Wohnung.
Von "Gott" und "Religion" wollte ich nicht viel wissen und lehnte Hypothesen, die ja doch nur "auf das Jenseits vertrösten" und das Ziel haben, den Menschen in ihre Abhängigkeit zu bringen, kategorisch ab. Es gab für mich weder ein Jenseits noch ein "Weiterleben nach dem Tod", da es hierfür auch bis heute keine gesicherten, wissenschaftlichen Beweise gibt. Das hatte zur Konsequenz, dass allein im Hier und Jetzt alles zu erleben und auszunutzen war, was das Leben einem bot, nach dem Motto: Eine zweite Chance zum Leben hast du nicht.
Völlig unerwartet wurde ich in dieser Lebensphase mit dem Tod meines Bruders konfrontiert. Der Schock über das jähe Sterben eines geliebten Menschen traf mich derart heftig, dass ich mich, um nicht in Depressionen zu verfallen, intensiv mit dem Thema "Sterben" auseinandersetzte. Was war der Sinn dieses kurzen Lebens und wie kann es sein, dass ein Mensch in seiner Individualität, mit seinem Willen und seinem Geist plötzlich nicht mehr existierte? Was ist mit meinem eigenen Leben, überlegte ich, kann es nicht auch in jedem Augenblick für immer zu Ende sein?
Auf der Suche nach Antworten und Trost, las ich in der Bibel, diesem "Jahrtausende alten, verstaubten Buch mit sieben Siegeln", in welchem Menschen ihre Antworten, Traditionen und Weisheiten festgehalten haben, so dachte ich jedenfalls. - Zu meinem Erstaunen entdeckte ich jedoch, dass die Schreiber nicht aus sich selbst heraus redeten, sondern stets in der Autorität ihres Schöpfers sprachen, so, als habe Gott sie beauftragt, einen ganz bestimmten Inhalt weiterzugeben. Nahezu alle Bücher der Bibel wiesen ihre Verfasser als Bevollmächtigte Gottes aus, etwa mit den Worten:"Und es erging an mich das Wort des Herrn." - "Ich sah göttliche Gesichte" - "Gottes Geist ergriff mich... und eine Stimme sprach: Was du siehst, das schreibe auf." usw.
Plötzlich faszinierte mich der Gedanke, dass das wahr sein könnte, dass die Bibel wirklich mehr sei als menschliche Phantasie, und ein leises Ahnen über bisher unentdeckte Wirklichkeiten entstand in mir. Mehr und mehr las ich nun und begann die Bibel als Gottes Wort zu begreifen, selbst wenn den Naturgesetzen völlig entgegenstehende Wunder geschahen. Denn der, der diese Gesetzte erdacht und geschaffen hatte, konnte sie doch auch zu jedem Zeitpunkt außer Kraft setzen. Aber warum soviel Blut und Tod, soviel Gewalt und Opfer? Ich erfuhr, dass Gottes Plan mit dem Menschen ein völlig anderer gewesen war. Er hatte ihn nämlich als ein freies Gegenüber geschaffen, ausgerüstet mit einem eigenen Willen und dazu bestimmt, mit ihm Gemeinschaft zu haben. Nicht Gott, sondern wir Menschen gaben immer wieder neu den Anlaß für Unfrieden und Greuel. Jesus sagt, selbst wenn wir über Menschen schlecht denken oder reden, so legen wir bereits Fluch auf ihn. Vor Gott wiegt diese Schuld so viel, als hätten wir Menschen ermordet. Aber wer konnte in einem solchen Fall vor Gott bestehen, wer in der Ewigkeit in seiner Gemeinschaft sein? Die Bibel sagt: Niemand.
In seiner Liebe zu den Menschen hat Gott den Menschen nicht verworfen, sondern einen Weg gefunden, der zurück in die Gemeinschaft mit ihm führt: Jesus Christus, in dem Gott wohnt und der doch auch ganz Mensch war und ohne Sünde lebte, hat meine und deine Strafe auf sich genommen und sie stellvertretend im Gottesgericht getragen. Jesus alleine ist der Weg in dieses neue und echte Leben. Nichts brauche ich hierfür zu leisten, als diese Tatsache einfach im Glauben anzunehmen.
Auf einmal empfand ich großen Trost und eine bis dahin nie gekannte Geborgenheit bei dem Gedanken an einen Vater im Himmel, der um meine Tränen und Ängste weiß und sich nichts mehr wünscht, als mit mir Gemeinschaft zu haben.
Ich habe dann "Ja" gesagt zu diesem Jesus und mein altes, selbstsüchtiges Leben eingetauscht gegen das wirkliche und echte Leben. Zum Zeichen dieser Lebensumkehr ließ ich mich taufen. Seither hat sich mein Leben völlig verändert und wirklichen Wert erhalten. Ich habe bis heute wunderbare Dinge mit Gott erlebt, die zu beschreiben hier kein Platz mehr ist.
Aber eines möchte ich am Schluß noch sagen: Eine zweite Chance zum Leben hat es für mich nun doch gegeben und ich habe sie genutzt. Jesus ist nicht Theorie sondern er ist wahr und er ist der Weg, der in dieses Leben führt.
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