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|  Stefan Klose
37 Jahre, verheiratet, 1 Tochter, Krankenpfleger
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| Sonntags in die Kirche

Ich wurde 1964 im Sauerland geboren, als drittes Kind in meiner Familie, dann folgte Hauptschule, Lehre als Fernmelder, Zivildienst, Kollegschule (Abi), Bibelschule (Diakon) und Krankenpflegeausbildung. Jetzt arbeite ich als Krankenpfleger auf einer psychiatrischen Station. Seit 1991 bin ich verheiratet, wir haben eine Tochter.
Ich habe irgendwie immer an Gott oder an ein höheres Wesen geglaubt. Meine Oma war sogar recht fromm und sonntags gingen wir in die Kirche und vor dem Mittagessen wurde gebetet. Innerlich baute ich aber zunehmend eine Distanz zu allem Frommen auf. Mit 18 trat ich - halb zufällig, aber nicht ohne innere Überzeugung, aus der Kirche aus. Eigentlich wollte ich damals aus dem Schützenverein austreten, wähnte dessen Verwaltung beim Amtsgericht, betrat dort das Zimmer für Austritte und erfuhr, nachdem ich mein Anliegen vorgetragen hatte: „Hier können sie nur aus der Kirche austreten". „Dann trete ich eben aus der Kirche aus", gab ich zur Antwort.
Ich war aber weiter auf der Suche nach der Wahrheit. Hört sich jetzt vielleicht hochgestochen an, aber ohne eine lebbare, befriedigende Antwort darauf, was die Welt im Innersten zusammenhält, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe und was meinem Leben Sinn und Zukunft gibt, wollte ich jedenfalls nicht leben. Ich denke viele, die sich in Materialismus oder Drogen flüchten, haben im Grunde ähnliche Fragen.
Meine Suche führte mich zu und über verschiedene esoterische Systeme und Lehren (Carlos Casterneder, Erdstrahlen, Tarot, Astrologie, Gespräche mit selbsternannten Gurus u.a.). Aber alles funktionierte nicht, hielt nicht das, was es versprach. Ich war sogar mal bei einer ersten kostenlosen Sitzung bei den Scientologen, zu der die Therapeutin mit einem dicken Schnupfen erschien. In ihrem Dianetik Buch, das ich zuvor zum Teil gelesen hatte, stand aber, dass man nicht einmal mehr einen Schnupfen bekommen würde als geübter Scientologe.
Schließlich wurde ich durch persönliche Kontakte zunehmend mit der Bibel und Jesus konfrontiert. Bei einer kleinen Schrift, die „Newage kontra Bibel“ hieß, fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Jesus war zugleich Ziel und Antwort meiner Suche. Er ist die Wahrheit und die Wahrheit ist lebendig.
Wie ging es damals (ca. 1990) weiter? Meine Frau war auch offen für den Glauben an Jesus. Wir suchten eine ihr bekannte Gemeinde auf. Einige Zeit später übergab ich mein Leben in einem Gespräch mit dem Pastor Jesus. Meine Frau und ich ordneten unsere Lebensverhältnisse und heirateten.
Innerlich zeigte mir der Geist Gottes deutlich meinen Zustand der Sünde und Verlorenheit in dem ich gelebt hatte und gleichzeitig seine bedingungslose Liebe zu mir durch Jesus Christus. In seelsorgerlichen Gesprächen wurde mir Vergebung und Neuanfang geschenkt.
Auch beruflich änderte sich einiges. Ich besuchte eine Bibelschule und absolvierte eine Krankenpflegeausbildung und wechselte somit von dem technischen in den sozialen Bereich.
Die Bibel und Jesus halten, was sie versprechen, geben Möglichkeiten und Perspektiven in dieser Zeit und über den Tod hinaus. Es ist nicht alles einfacher geworden, manches sogar schwieriger. Aber er gibt uns die Zusage, dass er mit uns geht und dass es - wenn wir uns an ihn wenden und nach seinen Geboten zu leben versuchen – immer eine gute Lösung für uns gibt.
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