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Bewusstes Bekenntnis zu Jesus Christus

 

Ich bin in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen, und dem entsprechend war ich bekennender Atheist. Zwar glaubte ich nicht an das System und dessen Ideologie, aber auch nicht an Gott oder Jesus Christus. Für mich gab es als Antwort nur das, was man Wissenschaft nennt, nur Logik zählte. Kirche und Religion waren mir fremd, unlogisch und unverständlich, unreal. Ich suchte meine Antworten in wissenschaft-lichen Büchern und Nachschlagewerken. Für mich zählte Freiheit und Materialismus, meine Devise: Geld regiert die Welt. Die Freiheit, wie ich sie damals definierte, fand ich am 7.11.1989. Ich nutzte die Gunst der Stunde, packte meine Reisetasche und floh über die CSSR nach Bayern. Die Freude währte nicht allzu lange. Ich fühlte mich immer noch nicht am Ziel, irgendwie unausgefüllt, hilflos und leer. Also konzentrierte sich mein Verlangen auf die Erfüllung materieller Wünsche. So blieb es dann auch in den nächsten 10 Jahren.

Dann, 1999, besuchte uns mein heutiger Schwager und erzählte uns eine unglaubliche Geschichte: seine Begegnung mit Gott und die damit ver-bundene Befreiung. Ich fand das zwar ziemlich spannend und interessant, konnte aber das Geschehene nicht nachvollziehen, ja belächelte es ein wenig. Anders war es bei meiner Frau, zwei Töchtern sowie einem Schwiegersohn. Bei ihnen vollzog sich eine Umkehr zu Jesus Christus.

Jetzt stand ich mit all meinen Ansichten allein da. Zum ersten Mal dachte ich über Gott nach, hatte viele Fragen, aber auch Bedenken, dass sich die Familie in religiösem Fanatismus verlieren würde. Es blieben viele Fragen ungeklärt, und neue taten sich auf.

Zu dieser Zeit kamen Angstzustände und häuften sich zunehmend. Ich bekam zeitweise schwere Depressionen, die darin gipfelten, dass ich nicht mehr leben wollte. Das Leben hatte schließlich keine Freude und keinen Sinn mehr, und ich fragte mich häufig, ob ich jetzt wohl den Verstand verlieren würde. Ich wurde so hilflos, dass es anscheinend nur einen Ausweg gab: Erlösung durch den Tod. Meine Frau bemerkte natürlich meine depressive Stimmung, und so bat sie mich, wenigstens Heiligabend (2001) mit ihr den Abendgottesdienst zu besuchen. Um ihr einen Gefallen zu tun, ging ich mit. Aber ich war immer noch nicht offen für die Bot-schaft Gottes. Die Predigt und das Programm haben mich nicht sonder-lich interessiert. Ich konnte damit nichts anfangen. Nach dem Gottes-dienst stand der Pastor auf der Treppe und verabschiedete die Mitglieder und Gäste der Gemeinde. Er begrüßte auch mich sehr herzlich und offen, und als ich ihn anschaute, sah ich ein Leuchten in seinem Gesicht – mir wurde plötzlich klar: Er glaubt wirklich an das, was er eben in der Predigt gesagt hat. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los, und ich begann, über Jesus nachzudenken., und warum meine Frau sowie ein großer Teil der Familie so glücklich, erlöst und frei aussahen. Gleichzeitig wurden meine Depressionen immer schlimmer, sie arteten sogar in Aggressivität aus. Meine Frau betete für mich, und eines Tages brach ich nervlich zusam-men. Noch am selben Abend hatte ich ein ausführliches Gespräch mit meinem Schwager und seiner Frau, wo Einzelheiten meines Lebens besprochen wurden. Danach sprach ich ein vorformuliertes Gebet, in der wirklich überzeugten Hoffnung, der Herr Jesus würde mir helfen.. Ich legte ich mein Leben in die Hände dieses Herrn. Ich verspürte eine deutliche Erleichterung meiner vorher so angespannten Seele. Jetzt war ich wirklich frei!

In den nächsten Tagen vollzog sich in mir ein unglaublicher Wandel. So frei und unbeschwert hatte ich mich seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr gefühlt. Die Depressionen und Ängste waren verschwunden, stattdessen war es, als hääte jemand einen Vorhang von meinem Geist und meiner Seele weggeschoben.. Ich sah alles so deutlich, und mir wurde bewusst: Jesus ist Gottes Sohn, er starb für mich, für meine Sünden. Und er ist auferstanden, er ist lebendig, er ist immer da!

Dieses unermessliche Geschenk, dieses Bewusstsein der Geborgenheit und Errettung wollte ich für nichts mehr in der Welt hergeben. So reagierte ich konsequent, ordnete einige Dinge in meinem Leben, heiratete meine Frau, die bis jetzt nur meine langjährige Lebensgefährtin war, und ich ließ mich taufen.

Dieses bewusste Bekenntnis zu meinem Herrn Jesus Christus war mir zu einem großen Bedürfnis geworden.Ich bin sicher, dass ich diesen Weg mit allen Höhen und Tiefen gehen musste, um „Ihn“ zu finden.