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Klaus Lüttecke
Die sache mit Gott

 

„Die Sache mit Gott“ war mir nie fremd. Ich wuchs in einer „frommen“ Familie auf. Nur ernstgenommen habe ich sie nicht. Nicht passend für mich. Vielleicht was für die Oldies. Durchaus ehrenwert, mag sein.

 

Als mir dann eines Tages dämmerte, dass ich sehr wohl auch gemeint war, hatte ich null Ahnung – wie es heute so schön heißt. Weil ich damals „fern der Heimat“ war, schrieb ich kurzerhand nach Hause: „Schickt mir ´ne Bibel.“ Das war logisch für mich: mehr über Gott erfahren kann man ja wohl am besten von ihm selber. Aus seinem Wort. Aus der Bibel eben.

 

Die Bibel kam und ich begann zu lesen. Nicht etwa, dass ich sofort alles verstanden hätte – manches schon, aber viel mehr eher nicht. Auch nicht, dass ich Rat und Hilfe in jeder Lebenslage und Entscheidung gefunden hätte – dann und wann schon, aber viel öfter eher nicht. Ein guter Freund sagte mir: „Das Wichtigste, was man über die Bibel sagen kann ist: w e i t e r l e s e n !“ Das tat ich, mache es immer noch Tag für Tag. Dieses Buch liest man nie aus. Das ist regelrecht spannend. Wie oft hat man diese oder jene Textstelle schon gelesen, möglicherweise auch überlesen. Aber heute, da spricht sie dich an, redet ganz anders zu dir denn zuvor. Zeigt wieder eine ganz andere, ganz neue Seite der Sache mit Gott. Also weiterlesen.

 

Weiterlesen! Zum Beispiel wie Menschen mit Gott hadern, sogar ihn anklagen. Dass Gott oftmals schwer verständliche Wege führt, aber dass er mitgeht. Dass ich mit meinem Leben nicht vor Gott standhalten kann, aber dass Jesus sich zwischen mich und Gottes gerechten Zorn stellt.

 

Weiterlesen! Weil ich einsehen lerne: Gott hat es gefallen, sich so zu erkennen zu geben

(nicht erklärbar) und Wegweisung und Sinn und Ziel zu zeigen – und davon will ich mehr ein – sehen.