Alles böse, oder was?

1. Altes Testament
1.Buch Mose Kapitel 2,
Verse 8 – 9 und 15 – 16;
Kapitel 3, Verse 1 – 6 ; Vers 8,
Vers 13
Dann legte Gott, der Herr, einen Garten im Osten an, in der Landschaft Eden, und brachte den Menschen, den er geformt hatte, dorthin.
Viele verschiedene Bäume ließ er im Garten wachsen. Sie sahen prachtvoll aus und trugen köstliche Früchte. In der Mitte des Gartens standen zwei Bäume: der Baum, dessen Frucht Leben schenkt, und der Baum, der Gut und Böse erkennen läßt.
Dann schärfte er ihm ein: «Von allen Bäumen im Garten darfst du essen,
nur nicht von dem Baum, der dich Gut und Böse erkennen läßt. Sobald du davon ißt, mußt du sterben!»
Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte. «Hat Gott wirklich gesagt, daß ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?» fragte sie die Frau.
«Natürlich dürfen wir», antwortete die Frau,
«nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. Gott hat gesagt: 'Eßt nicht von seinen Früchten, ja - berührt sie nicht einmal, sonst müßt ihr sterben!'»
«Unsinn! Ihr werdet nicht sterben», widersprach die Schlange,
«aber Gott weiß: Wenn ihr davon eßt, werden eure Augen geöffnet - ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.»
Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biß hinein und reichte sie ihrem Mann, und auch er aß davon.
Am Abend, als ein frischer Wind aufkam, hörten sie, wie Gott, der Herr, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen.
«Warum hast du das getan?» wandte der Herr sich an die Frau. «Die Schlange hat mich dazu verführt!» verteidigte sie sich.
2. Altes Testament
Psalm 51, Verse 3 – 6
Du großer, barmherziger Gott, sei mir gnädig, hab Erbarmen mit mir! Lösche meine Vergehen aus!
Meine schwere Schuld - wasche sie ab und reinige mich von meiner Sünde!
Denn ich erkenne mein Unrecht, meine Schuld steht mir ständig vor Augen.
Gegen dich habe ich gesündigt - gegen dich allein! Was du als böse ansiehst, das habe ich getan. Darum bist du im Recht, wenn du mich verurteilst, dein Urteil wird sich als wahr erweisen.
3. Altes Testament
Sprüche Kapitel 3, Vers 7;
4, Verse 14 – 15; 8, Vers 13;
15, Verse 4 u. 26; 16, Vers 4
Halte dich nicht selbst für klug; gehorche Gott und meide das Böse!
Handle nicht so wie Menschen, denen Gott gleichgültig ist, nimm sie dir nicht zum Vorbild!
Folg nicht ihrem Beispiel, sondern meide das Böse - ja, flieh vor ihm und bleib auf dem geraden Weg!
Wer Ehrfurcht vor Gott hat, der haßt das Böse. Ich verachte Stolz und Hochmut, ein Leben voller Bosheit und Lüge ist mir ein Greuel!
Ein freundliches Wort schenkt Freude am Leben, aber eine böse Zunge verletzt schwer.
Böse Pläne sind dem Herrn verhaßt, aber aufrichtige Worte erfreuen ihn.
Wer Gott treu ist und Liebe übt, dem wird die Schuld vergeben; und wer Gott gehorcht, der meidet das Böse.
4. Neues Testament
Matthäus Kapitel 6,
Verse 12 – 15;
Kapitel 7, Vers 15
Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die uns Unrecht getan haben.
Bewahre uns davor, daß wir dir untreu werden, und befreie uns vom Bösen. Denn dir gehören Herrschaft, Macht und Ehre für alle Zeiten. Amen!'
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Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch nicht vergeben.»
«Nehmt euch in acht vor denen, die falsche Lehren verbreiten! Sie tarnen sich als sanfte Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie reißende Wölfe.
5. Neues Testament
Matthäus Kapitel 13
Verse 16 – 23
«Ich will euch nun die Geschichte von dem Bauern, der seinen Samen aussäte, erklären. Bei jedem, der die Botschaft vom Reich Gottes hört, sie aber nicht ernst nimmt, kommt der Satan und reißt die Saat aus seinem Herzen. Damit ist der gemeint, bei dem der Same auf den Weg gesät wurde.
Wie felsiger Boden ist ein Mensch, der die Botschaft hört und mit Freuden annimmt.
Aber wenn er wegen seines Glaubens Schwierigkeiten bekommt oder Verfolgung einsetzt, dann ist es mit seiner Begeisterung schnell vorbei.
Der Boden, der mit Disteln bedeckt ist, entspricht einem Menschen, der die Botschaft zwar hört und anfängt, danach zu leben. Aber die Sorgen des Alltags und die Verführung durch den Wohlstand ersticken Gottes Wort. So bleibt alles beim alten.
Der gute Boden aber ist wie ein Mensch, der die Botschaft hört, versteht und dann dreißig-, sechzig- oder hundertfache Frucht bringt.»
6. Neues Testament
Matthäus Kapitel 15,
Verse 10 – 20
Dann rief Jesus die Menschenmenge zu sich: «Hört, was ich euch sage, und begreift doch:
Nicht was ein Mensch ißt, macht ihn unrein, sondern das, was er denkt und redet.»
Da traten die Jünger näher zu ihm und sagten: «Weißt du, daß du damit die Pharisäer verärgert hast?»
Jesus antwortete: «Jede Pflanze, die nicht von meinem himmlischen Vater gepflanzt worden ist, wird ausgerissen.
Laßt euch nicht einschüchtern! Sie wollen Blinde führen, sind aber selbst blind. Sie werden zusammen mit den Blinden, die sie führen wollen, in den Abgrund stürzen.»
Da sagte Petrus: «Das haben wir nicht verstanden.»
«Selbst ihr habt es immer noch nicht begriffen?» fragte Jesus.
«Versteht ihr denn nicht, daß alles, was ein Mensch ißt, zuerst verdaut und dann ausgeschieden wird?
Aber böse Worte kommen aus einem bösen Herzen, und sie beschmutzen den Menschen, der sie ausspricht.
Aus dem Herzen kommen böse Gedanken, die dann zu Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, Lüge und Verleumdung führen.
Durch sie wird der Mensch vor Gott unrein, nicht dadurch, daß man zum Essen geht, ohne sich vorher die Hände zu waschen.»
7. Neues Testament
Matthäus Kapitel 18
Verse 21 – 35
Da fragte Petrus: «Herr, wie oft muß ich meinem Bruder vergeben, wenn er mir Unrecht tut? Ist siebenmal denn nicht genug?» «Nein», antwortete Jesus. «Nicht nur siebenmal. Es gibt gar keine Grenze. Du mußt bereit sein, ihm immer wieder zu vergeben.»
«Man kann das Reich Gottes mit einem König vergleichen, der mit seinen Verwaltern abrechnen wollte.
Zu ihnen gehörte ein Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.
Aber er konnte diese Schuld nicht bezahlen. Deshalb wollte der König ihn, seine Frau, seine Kinder und seinen gesamten Besitz verkaufen lassen, um wenigstens einen Teil seines Geldes zu bekommen.
Doch der Mann fiel vor dem König nieder und flehte ihn an: 'Herr, hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen.'
Da hatte der König Mitleid. Er gab ihn frei und erließ ihm seine Schulden.
Kaum war der Mann frei, ging er zu einem Mitarbeiter, der ihm einen kleinen Betrag schuldete, packte ihn und schrie: 'Bezahle jetzt endlich deine Schulden!'
Da fiel dieser Arbeiter vor ihm nieder und bettelte: 'Hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen!'
Aber der Verwalter wollte nicht warten und ließ ihn ins Gefängnis bringen, bis er alles bezahlt hätte.
Als nun die anderen sahen, was sich da ereignet hatte, waren sie empört und berichteten es dem König.
Der König ließ den Mann, dem er die Schulden erlassen hatte, zu sich kommen und sagte: 'Was bist du doch für ein hartherziger Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast.
Hättest du da nicht auch mit deinem Mitarbeiter Erbarmen haben können, so wie ich mit dir?'
Zornig übergab er ihn den Folterknechten. Sie sollten ihn erst dann wieder freilassen, wenn er alle seine Schulden zurückgezahlt hätte.
Das gleiche wird mit euch geschehen, wenn ihr euch weigert, eurem Bruder wirklich zu vergeben.»
8. Neues Testament
Römerbrief Kapitel 3
Verse 11 – 24
Es gibt keinen, der einsichtig ist und nach Gottes Willen fragt.
Alle haben sich von ihm abgewandt und sind dadurch für Gott unbrauchbar geworden. Da ist wirklich keiner, der Gutes tut, kein einziger.
Ihre Worte bringen Tod und Verderben. Durch und durch verlogen ist all ihr Reden, und was über ihre Lippen kommt, ist bösartig und todbringend wie Schlangengift.
Ihr Mund ist voller Flüche und gemeiner Worte.
Sie sind schnell bereit, Blut zu vergießen.
Wo sie auftauchen, da entstehen Verwüstung und Elend.
Den Weg zum Frieden kennen sie nicht,
denn sie haben keine Ehrfurcht vor Gott.»
Nun wissen wir: Diese Worte Gottes gelten gerade für die, denen das Gesetz gegeben wurde. Deshalb kann sich keiner herausreden, auch ihr nicht. Alle Menschen auf der Welt sind vor Gott schuldig.
Denn kein Mensch wird jemals vor Gott damit bestehen, daß er die Gebote so erfüllt, wie das Gesetz es erfordert. Die Aufgabe des Gesetzes ist es, daß wir die Sünde erkennen.
Jetzt aber hat Gott eingegriffen und uns gezeigt, wie seine Gerechtigkeit aussieht, das heißt, wie wir - unabhängig vom Gesetz - vor ihm bestehen können. So bezeugt es die Heilige Schrift.
Gott spricht nämlich jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit läßt Gott gelten.
Denn darin sind die Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte.
Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat.
9. Neues Testament
2.Thessalonicherbrief
Kapitel 2, Verse 2 - 3
Laßt euch nicht durch Gerüchte verwirren und erschrecken, der Tag des Herrn sei schon da. Bleibt kritisch und besonnen, wenn ihr von Visionen und angeblichen Offenbarungen Gottes hört. Glaubt es nicht, wenn man euch Briefe mit derartigen Behauptungen zeigt, die wir geschrieben haben sollen.
Laßt euch von niemandem so etwas einreden, auf gar keinen Fall dürft ihr darauf hören! Denn bevor Christus wiederkommt, werden sehr viele Menschen von Gott abfallen. Dann wird der Antichrist erscheinen, ein Mensch, der das Böse verkörpert, der Sohn der Hölle.

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