Alt werden

1. Altes Testament
3.Buch Mose Kapitel 19,
Vers 32
Begegnet alten Menschen mit Achtung und Respekt, und ehrt mich, den Herrn, euren Gott!
2. Altes Testament
Psalm 71, Verse 17 – 24
Von Jugend auf bist du mein Lehrer gewesen, und bis heute erzähle ich von deinen Wundertaten.
Laß mich auch jetzt nicht im Stich, o Gott, jetzt, wo ich alt und grau geworden bin! Gib mir noch so viel Zeit, daß ich auch meinen Kindern und Enkeln noch erzählen kann, wie groß und mächtig du bist!
Gott, deine Treue umschließt Himmel und Erde. Du hast große Dinge getan! Wer ist wie du?
Not und Elend hast du mir zwar nicht erspart, aber du erhältst mich am Leben und bewahrst mich vor dem sicheren Tod.
Du bringst mich wieder zu Ehren, ja, du schenkst mir größeres Ansehen als zuvor. Das tröstet mich!
Darum will ich dir mit dem Spiel auf der Harfe danken. Ich lobe deine Treue, du, mein Gott! Zur Laute will ich dir singen, dir, dem heiligen Gott Israels!
Ich juble vor Freude, wenn ich von dir singe, denn du hast mich errettet.
Tag für Tag will ich davon reden, daß du wirklich Wort hältst. Alle, die mich ins Unglück stürzen wollten, haben es nicht geschafft. Mit Schimpf und Schande wurden sie überhäuft!
3. Altes Testament
Psalm 90, Verse 2 - 12
Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott. Du bist ohne Anfang und Ende.
Du läßt den Menschen wieder zu Staub werden, «kehr zurück!», sprichst du zu ihm.
Tausend Jahre sind für dich wie ein einziger Tag, wie ein Tag, der im Flug vergangen ist, wie eine Stunde Schlaf.
Du reißt die Menschen hinweg, sie verschwinden so schnell wie ein Traum nach dem Erwachen. Sie vergehen wie das Gras:
Morgens sprießt es und blüht auf, doch schon am Abend welkt und verdorrt es im heißen Wüstenwind.
Ja, durch deinen Zorn vergehen wir, schnell geht es mit uns zu Ende!
Unsere Schuld liegt offen vor dir, auch unsere geheimsten Verfehlungen bringst du ans Licht.
Dein Zorn läßt unser Leben verrinnen - schnell wie ein kurzer Seufzer ist es vorbei!
Unser Leben dauert siebzig, vielleicht sogar achtzig Jahre. Doch worauf wir stolz sind, ist nur Mühe, viel Lärm um nichts! Wie schnell eilen die Jahre vorüber! Wie rasch fliegen sie davon!
Doch wer kann begreifen, wie gewaltig dein Zorn ist? Wer fürchtet sich schon davor?
Mach uns bewußt, wie kurz unser Leben ist, damit wir endlich zur Besinnung kommen!
4. Altes Testament
Psalm 92, Verse 13-16
Doch wer Gott liebt, gleicht einer immergrünen Palme, er wird mächtig wie eine Zeder auf dem Libanongebirge.
Er ist wie ein Baum, der im Vorhof des Tempels gepflanzt wurde und dort gedeihen kann.
Noch im hohen Alter wird er Frucht tragen, immer ist er kraftvoll und frisch.
Sein Leben ist ein Beweis dafür, daß der Herr seine Versprechen hält. Bei Gott bin ich sicher und geborgen; was er tut, ist nie verkehrt!
5. Altes Testament
Der Prediger Salomo
Kapitel 11, Vers 7 bis Kapitel 12, Vers 8
Wie schön ist das Licht, und wie wohltuend ist es, die Sonne zu sehen!
Freu dich über jedes neue Jahr, das du erleben darfst! Auch wenn noch viele vor dir liegen - denk daran, daß die Dunkelheit danach lange dauert! Alles, was dann geschieht, ist sinnlos!
Du junger Mensch, genieße deine Jugend, und freu dich in der Blüte deines Lebens! Tu, was dein Herz dir sagt und was deinen Augen gefällt! Aber sei dir bewußt, daß Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird!
Laß dich nicht von Kummer und Sorgen beherrschen, und schütze dich vor Krankheit! Denn Jugend und Schönheit sind vergänglich. Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer, bevor die
beschwerlichen Tage kommen und die Jahre näherrücken, in denen du keine Freude mehr am Leben hast.
Dann wird selbst das Licht immer dunkler für dich: Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich, und nach einem Regenschauer ziehen die Wolken von neuem auf.
Deine Hände, mit denen du dich schützen konntest, zittern; deine starken Beine werden schwach und krumm. Die Zähne fallen dir aus, du kannst kaum noch kauen, und deine Augen werden trübe.
Deine Ohren können den Lärm auf der Straße nicht mehr wahrnehmen, und deine Stimme wird immer leiser. Schon frühmorgens beim Zwitschern der Vögel wachst du auf, obwohl du ihren Gesang kaum noch hören kannst.
Du fürchtest dich vor jeder Steigung und hast Angst, wenn du unterwegs bist. Dein Haar wird weiß, mühsam schleppst du dich durch den Tag, und deine Lebenslust schwindet. Dann trägt man dich in deine ewige Wohnung, und deine Freunde laufen trauernd durch die Straßen.
Ja, koste das Leben aus, ehe es zu Ende geht - so wie eine silberne Schnur zerreißt oder eine goldene Schale zerspringt, so wie ein Krug bei der Quelle zerbricht oder das Schöpfrad in den Brunnen fällt und zerschellt.
Dann kehrt der Leib zur Erde zurück, aus der er genommen wurde; und der Lebensgeist geht wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
Ja, alles ist vergänglich und vergeblich, sagte der Prediger, alles ist völlig sinnlos!
6. Altes Testament
Jesaja Kapitel 46,
Verse 3+4
Hört mir zu, ihr Nachkommen Jakobs, alle, die ihr von Israel noch übrig seid! Von Anfang an habe ich euch getragen, seit eurer Geburt sorge ich für euch.
Ich bleibe derselbe; ich werde euch tragen bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet. Ich, der Herr, habe es bisher getan, und ich werde euch auch in Zukunft tragen und retten.
7. Neues Testament
Römerbrief Kapitel 6
Verse 12 - 13
Achtet darauf, daß euer vergänglicher Leib nicht von der Sünde, von seiner Triebhaftigkeit beherrscht wird.
Nichts, keinen einzigen Teil eures Körpers sollt ihr der Sünde als Werkzeug für das Böse zur Verfügung stellen. Dient vielmehr Gott mit allem, was ihr seid und habt. Weil ihr mit Christus gestorben seid und er euch neues Leben schenkte, sollt ihr jetzt Werkzeuge in Gottes Hand sein, damit er euch für seine Ziele einsetzen kann.
8. Neues Testament
Epheserbrief Kapitel 4,
Verse 22-32
Ihr sollt euch von euerm alten Leben, dem «alten Menschen» mit all seinen trügerischen Leidenschaften, endgültig trennen und euch nicht länger selbst zerstören.
Gottes Geist will euch mit einer völlig neuen Gesinnung erfüllen.
Ihr sollt den «neuen Menschen» anziehen, wie man ein Kleid anzieht. Diesen neuen Menschen hat Gott selbst nach seinem Bild geschaffen; er ist gerecht und heilig, weil er sich an das Wort der Wahrheit hält.
Belügt euch also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde Jesu.
Wenn ihr zornig seid, dann macht es nicht noch schlimmer, indem ihr unversöhnlich bleibt. Laßt die Sonne nicht untergehen, ohne daß ihr euch vergeben habt.
Gebt dem Teufel keine Chance, Unfrieden zu stiften.
Wer früher gestohlen hat und davon lebte, der soll sich jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er Notleidenden helfen kann.
Redet auch nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle.
Sonst beleidigt ihr den Heiligen Geist, den Gott euch gegeben hat. Er ist doch euer Bürge dafür, daß der Tag der Erlösung kommt, an dem ihr von aller Sünde befreit seid.
Mit Bitterkeit, Jähzorn, Wut, gehässigem Gerede oder anderen Gemeinheiten sollt ihr nichts mehr zu tun haben.
Seid vielmehr freundlich und barmherzig, immer bereit, einander zu vergeben, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.
9. Neues Testament
Philipperbrief 3, Verse 7-9
Aber seit ich Christus kenne, ist für mich alles ein Verlust, was ich früher als großen Gewinn betrachtet habe.
Denn das ist mir klargeworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, daß Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Ja, alles andere ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe.
Zu ihm will ich gehören. Durch meine Leistung kann ich vor Gott nicht bestehen, selbst wenn ich das Gesetz genau befolge. Was Gott für mich getan hat, das zählt. Darauf will ich vertrauen.
10. Neues Testament
Titus Kapitel 2, Verse 1-5
Du aber sollst dich in allem, was du sagst, nach Gottes unverfälschtem Wort richten. Den älteren Männern sage, daß sie maßvoll, ehrbar und besonnen leben sollen; dabei treu in ihrem Glauben, voller Liebe und Geduld.
Von den älteren Frauen verlange, daß sie ein Leben führen, wie es Gott Ehre macht. Sie sollen nicht klatschen und tratschen noch sich betrinken, sondern in allen Dingen mit gutem Beispiel vorangehen.
So können sie die jungen Frauen zu einem guten, geordneten Leben anleiten; dazu, daß sie ihre Männer und Kinder lieben,
nicht anstößig und unbeherrscht handeln, ihren Haushalt gut versorgen, sich liebevoll und gütig verhalten und ihre Männer achten, damit Gottes Wort durch sie nicht in Verruf gerät.

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