Bewahrung der Schöpfung

1. Altes Testament
1.Buch Mose Kapitel 6,
Verse 5 – 22
Der Herr sah, daß die Menschen voller Bosheit waren. Jede Stunde, jeden Tag ihres Lebens hatten sie nur eines im Sinn: Böses planen, Böses tun.
Der Herr war bekümmert und wünschte, er hätte die Menschen nie erschaffen.
«Ich werde die Menschen und mit ihnen die Tiere wieder vernichten!» sagte er. «Es wäre besser, ich hätte sie gar nicht erst erschaffen.» Nur Noah fand Gnade beim Herrn.
Dies ist seine Geschichte: Noah lebte so, wie es Gott gefiel, und hörte auf ihn. Er tat nur, was in Gottes Augen gut war. Die Menschen, die ihn kannten, wußten, daß er ein vorbildliches Leben führte.
Er hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet.
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Die übrige Menschheit aber war vollkommen verdorben. Keiner wollte von Gott etwas wissen, niemand beachtete das Recht und die Gesetze. Es gab nur ein Gesetz: Grausamkeit.
Da sprach Gott zu Noah: «Ich habe beschlossen, die gesamte Menschheit zu vernichten, denn wo man auch hinsieht, herrscht Grausamkeit. Darum werde ich alles auslöschen!
Bau dir ein Schiff aus Holz, und dichte es außen und innen mit Pech ab! Drei Stockwerke soll es haben und jedes Stockwerk mehrere Räume. Es muß 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch sein. Setz ein Dach darauf, das einen halben Meter hoch ist, und bau an einer Schiffsseite eine Tür ein!
Mit einer großen Wasserflut werde ich die Erde überschwemmen. Kein Lebewesen soll verschont bleiben.
Nur dir gebe ich ein Versprechen: Du sollst überleben. Geh mit deiner Frau, deinen Söhnen und Schwiegertöchtern ins Schiff!
Nimm von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, damit keine Tierart ausstirbt.
Jede Art der Vögel, des Viehs und aller anderen Landtiere soll mit ins Schiff kommen, damit sie alle erhalten bleiben.
Leg genug Vorräte an, daß es für euch und die Tiere ausreicht!»
Noah führte alles so aus, wie Gott es ihm aufgetragen hatte.
2. Altes Testament
1.Buch Mose Kapitel 7,
Verse 6 – 23
Er war 600 Jahre alt, als die Wasserflut über die Erde hereinbrach.
Noah und seine Frau, seine Söhne und Schwiegertöchter gingen in das Schiff, um sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen.
Sie nahmen die verschiedenen Tierarten mit - die reinen und unreinen -, von den Vögeln bis zu den Kriechtieren.
Paarweise kamen sie in das Schiff, so wie Gott es angeordnet hatte.
Nach sieben Tagen brach die Flut herein.
Es war im 600. Lebensjahr Noahs, am 17. Tag des 2. Monats. Alle Quellen in der Tiefe brachen auf, und die Schleusen des Himmels öffneten sich.
Vierzig Tage und vierzig Nächte regnete es in Strömen.
Aber Noah und seine Frau, seine Söhne und Schwiegertöchter waren genau an diesem Tag in das Schiff gegangen,
zusammen mit den verschiedenen Tieren.
Sie waren paarweise gekommen, ein Männchen und ein Weibchen. Niemand fehlte, alle waren an Bord, genau wie Gott es befohlen hatte, und der Herr schloß hinter ihnen zu.
Vierzig Tage lang fiel das Wasser vom Himmel. Die Flut stieg ständig an und hob das Schiff vom Boden ab.
Die Wassermassen nahmen immer mehr zu, bis das Schiff auf dem Wasser schwimmen konnte.
Bald waren sämtliche Berge bedeckt,
das Wasser stand sieben Meter über ihren höchsten Gipfeln.
Alle Lebewesen ertranken: das Vieh, die wilden Tiere, Vögel, Kriechtiere und auch die Menschen.
Gott löschte das Leben auf der Erde aus. Niemand konnte sich retten. Nur Noah und seine Familie kamen mit dem Leben davon.
3. Altes Testament
1.Buch Mose Kapitel 9,
Verse 1 – 3; 7 – 17
Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: «Vermehrt euch, damit die Erde wieder bevölkert wird! Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen, denn ich gebe sie in eure Hand.
Von jetzt an könnt ihr euch von ihrem Fleisch ernähren, nicht nur von Obst und Getreide.
So seht nun zu, daß eure Nachkommen zahlreich sind. Bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz!»
Dann sagte Gott zu Noah und seinen Söhnen:
«Ich schließe einen Bund mit euch und mit allen euren Nachkommen,
dazu mit allen Tieren, die auf dem Schiff waren.
Das ist mein Versprechen: Nie wieder werde ich durch eine Wasserflut die Erde und was auf ihr lebt vernichten.
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Das gilt für alle Zeiten. Ich schließe diesen Bund mit euch und allen Lebewesen. Der Regenbogen soll ein Zeichen für dieses Versprechen sein.
Wenn er in den Wolken erscheint,
dann werde ich an meinen Bund denken, den ich mit euch und den anderen Lebewesen geschlossen habe: Nie wieder eine Wasserflut! Nie wieder soll das Leben vernichtet werden!
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Diese Zusage bleibt für alle Zeiten bestehen, der Regenbogen ist das Erinnerungszeichen. Wenn er zu sehen ist, werde ich daran denken.»
4. Altes Testament
5.Buch Mose Kapitel 30
Verse 1 – 20
«Was ich euch gesagt habe, läßt euch die Wahl zwischen Segen und Fluch. Wenn der Herr, euer Gott, euch straft und euch in fremde Länder vertreibt, kommt ihr dort vielleicht zur Besinnung und kehrt zu ihm zurück. Wenn ihr auf das hört, was er euch heute durch mich sagt, wenn ihr und eure Kinder ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe gehorcht,
dann wird der Herr euer Schicksal zum Guten wenden. Er wird sich über euch erbarmen und euch aus allen Ländern zurückbringen, in die er euch vertrieben hat.
Selbst wenn ihr bis zum Ende der Welt verschleppt worden seid, wird der Herr, euer Gott, euch von dort zurückholen.
Dann bringt er euch wieder in das Land, das euren Vorfahren gehört hat, und ihr könnt es neu in Besitz nehmen. Er tut euch Gutes und läßt euch zahlreicher werden als je zuvor.
Der Herr, euer Gott, wird euch und eure Kinder im Herzen verändern. Er wird euch fähig machen, ihn aufrichtig und mit ganzer Hingabe zu lieben. Dann bleibt ihr am Leben.
Und alles, was der Herr euch angedroht hat, läßt er über eure Feinde hereinbrechen, die euch hassen und euch verfolgt haben.
Denn ihr werdet zu ihm zurückkehren und ihm gehorchen. Ihr werdet euch an alle seine Gebote halten, die ich euch heute gebe.
Dann segnet der Herr, euer Gott, euch bei eurer Arbeit und schenkt euch alles im Überfluß. Ihr werdet viele Kinder haben und große Herden besitzen. Eure Felder werden beste Erträge bringen, und es wird euch gutgehen. Der Herr wird euch beschenken, weil er sich über euch genauso freut wie über eure Vorfahren.
Dies alles wird geschehen, wenn ihr wieder auf den Herrn, euren Gott, hört und euch an seine Gebote und Ordnungen haltet, die in diesem Buch aufgeschrieben sind, ja, wenn ihr aufrichtig und von ganzem Herzen zu ihm zurückkehrt.
Die Gebote, die ich euch heute gebe, sind ja nicht zu schwer für euch oder unerreichbar fern.
Sie sind nicht oben im Himmel, so daß ihr sagen müßtet: 'Wer steigt hinauf und bringt uns die Gebote herunter, damit wir sie hören und befolgen können?'
Sie sind auch nicht auf der anderen Seite des Meeres, so daß ihr fragen müßtet: 'Wer fährt für uns hinüber und holt sie?'
Im Gegenteil: Die Gebote sind nahe bei euch! Ihr kennt sie auswendig, ihr könnt sie aufsagen und befolgen.» «Und nun hört gut zu! Heute stelle ich euch vor die Entscheidung zwischen Glück und Unglück, zwischen Leben und Tod.
Ich fordere euch auf: Liebt den Herrn, euren Gott! Geht den Weg, den er euch zeigt, und beachtet seine Gebote, Weisungen und Ordnungen! Dann werdet ihr am Leben bleiben und zu einem großen Volk werden. Der Herr, euer Gott, wird euch segnen in dem Land, das ihr jetzt einnehmen wollt.
Ganz anders wird es euch ergehen, wenn ihr dem Herrn den Rücken kehrt und eure Ohren vor ihm verschließt, wenn ihr euch dazu verführen laßt, anderen Göttern zu dienen und sie anzubeten.
Dann werdet ihr nicht lange in dem Land bleiben, in das ihr jetzt kommt, wenn ihr den Jordan überquert. Das sage ich euch klar und deutlich. Ihr werdet zugrunde gehen.
Himmel und Erde sind meine Zeugen, daß ich euch heute vor die Wahl gestellt habe zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Wählt das Leben, damit ihr und eure Kinder nicht umkommt!
Liebt den Herrn, euren Gott, und hört auf ihn! Haltet ihm die Treue! Dann werdet ihr am Leben bleiben und in dem Land wohnen, das der Herr euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat.»
5. Altes Testament
Psalm 104, Verse 1 - 32
Ich will den Herrn von ganzem Herzen loben. Herr, mein Gott, wie groß bist du! Majestätische Pracht ist dein Festgewand, helles Licht umhüllt dich wie ein Mantel. Du spanntest den Himmel aus wie ein Zeltdach,
über den Wolken hast du deine Wohnung errichtet. Ja, die Wolken sind dein Wagen, du fährst auf den Flügeln des Windes dahin.
Wind und Wetter sind deine Boten, zuckende Blitze deine Diener.
Die Erde hast du auf ein festes Fundament gegründet, damit sie für alle Zeiten nicht wankt.
Wie ein Kleid bedeckte die Urflut ihre Kontinente, noch über den höchsten Bergen standen die Wassermassen.
Doch vor deinem lauten Ruf wichen sie zurück, vor deinem Donnergrollen flohen sie.
Die Berge erhoben sich, und die Täler senkten sich an den Ort, den du für sie bestimmt hattest.
Du hast dem Wasser eine Grenze gesetzt, die es nicht überschreiten darf, nie wieder soll es die ganze Erde überschwemmen.
Du läßt Quellen sprudeln und als Bäche in die Täler fließen, zwischen den Bergen finden sie ihren Weg.
Die Tiere der Steppe trinken davon, Wildesel stillen ihren Durst.
An ihren Ufern nisten die Vögel, in dichtem Laub singen sie ihre Lieder.
Vom Himmel läßt du Regen auf die Berge niedergehen, die Erde saugt ihn auf und wird fruchtbar.
Du läßt Gras für das Vieh wachsen und Pflanzen, die der Mensch anbaut. Er pflügt das Land, sät und erntet;
so hat er Wein, der ihn erfreut, Öl, das seinen Körper pflegt und Brot, das ihn stärkt.
Du, Herr, hast die riesigen Zedern auf dem Libanongebirge gepflanzt und gibst ihnen genügend Regen.
In ihren Zweigen bauen die Vögel ihre Nester, und Störche haben in den Zypressen ihren Brutplatz.
In den hohen Bergen hat der Steinbock sein Revier, und das Murmeltier findet in den Felsen Zuflucht.
Du hast den Mond gemacht, um die Monate zu bestimmen, und die Sonne weiß, wann sie untergehen soll.
Du läßt die Dunkelheit hereinbrechen, und es wird Nacht - dann regen sich die Tiere im Dickicht des Waldes.
Die jungen Löwen brüllen nach Beute; von dir, o Gott, erwarten sie ihre Nahrung.
Sobald aber die Sonne aufgeht, schleichen sie zurück und suchen in den Schlupfwinkeln ihr Lager auf.
Dann aber steht der Mensch auf und geht an seine Arbeit, er hat zu tun, bis es wieder Abend wird.
O Herr, welch unermeßliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer - so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große wie kleine.
Schiffe ziehen dort vorüber und auch die Seeungeheuer, die du geschaffen hast, um damit zu spielen.
Alle deine Geschöpfe warten auf dich, daß du ihnen rechtzeitig zu essen gibst.
Sie holen sich die Nahrung, die du ihnen zuteilst. Du öffnest deine Hand, und sie werden reichlich satt.
Doch wenn du dich von ihnen abwendest, ist es mit ihnen vorbei. Ja, sie sterben und werden zu Staub, wenn du ihnen den Lebensatem nimmst.
Doch wenn du deinen lebendigen Geist schickst, dann werden sie geschaffen; so schenkst du der Erde neues Leben.
Die Macht und Hoheit des Herrn möge für immer bleiben! Er freue sich an dem, was er geschaffen hat!
Er braucht die Erde nur anzusehen - schon erbebt sie; wenn er die Berge berührt, dann fangen sie an zu rauchen.
Singen will ich für den Herrn, solange ich lebe, für meinen Gott will ich musizieren mein Leben lang.
Wie freue ich mich über den Herrn - möge ihm mein Lied gefallen

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