Feiern

1. Altes Testament
2.Buch der Chronik Kapitel 7
Verse 5 – 10
Mit einem großen Opferfest weihte der König und mit ihm das ganze Volk den Tempel Gottes ein. Salomo ließ 22.000 Rinder und 120.000 Schafe schlachten.
Während die Priester die Arbeiten verrichteten, die ihnen zugeteilt waren, spielten die Leviten auf den Instrumenten, die David zum Lob des Herrn hatte bauen lassen. Sie sangen und spielten das Loblied «Seine Gnade hört niemals auf», das sie von David gelernt hatten. Die Priester begleiteten sie auf ihren Trompeten, während das ganze Volk stand.
Die Mitte des Tempelvorhofs wurde zur Opferstätte geweiht, weil der bronzene Altar, den Salomo gemacht hatte, viel zu klein war für die vielen Opfer. Denn unzählige Brand- und Speiseopfer wurden dargebracht, und auch das Fett der Tiere, die man für das Opfermahl schlachtete, wurde verbrannt.
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Vierzehn Tage lang feierten König Salomo und die Israeliten: in der ersten Woche die Einweihung des Tempels und in der zweiten Woche das Laubhüttenfest. Sehr viele Israeliten nahmen daran teil. Von weit her waren sie nach Jerusalem gekommen: vom äußersten Norden des Landes aus Lebo-Hamat bis zu dem Bach, der im Süden die Grenze nach Ägypten bildet. Am letzten Tag feierten sie ein großes Abschlußfest.
Es war der 23. Tag des 7. Monats. Danach beendete Salomo das Fest, und die Israeliten zogen wieder nach Hause. Voller Freude und Dankbarkeit dachten sie an das Gute, das der Herr schon David und nun auch Salomo und seinem Volk Israel erwiesen hatte.
2. Neues Testament
Matthäus Kapitel 9,
Verse 14 – 15
Eines Tages kamen die Jünger des Johannes zu Jesus und erkundigten sich: «Warum fasten deine Jünger eigentlich nicht wie wir und die Pharisäer?» «Sollen die Hochzeitsgäste denn traurig sein, solange der Bräutigam noch bei ihnen ist?» fragte Jesus. «Die Zeit kommt früh genug, daß ich nicht mehr bei meinen Jüngern bin. Dann werden sie fasten.
3. Neues Testament
Lukas Kapitel 19,
Verse 36 - 38
Auf dem Weg nach Jerusalem breiteten die begeisterten Menschen ihre Kleider auf der Straße aus. Sie wollten Jesus wie einen König empfangen.
Als sie auf der Höhe des Ölbergs angekommen waren und Jerusalem vor ihnen lag, jubelten und sangen die Menschen. Sie dankten Gott für die vielen herrlichen Wunder, die Jesus getan hatte.
Laut sangen sie: «Heil dem König, den Gott uns sendet! Gott hat Frieden mit uns geschlossen. Lob und Ehre dem Allerhöchsten!»
4. Neues Testament
Lukas Kapitel 22
Verse 14 – 20
Als die Stunde für das Passahmahl da war, nahm Jesus mit seinen Jüngern an der Festtafel Platz. «Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, mit euch das Passahmahl zu essen, bevor ich leiden muß», sagte er.
«Ihr sollt wissen: Ich werde das Passahmahl erst wieder im Reich Gottes mit euch feiern. Dann hat sich erfüllt, wofür das Fest jetzt nur ein Zeichen ist.»
Jesus nahm den Becher mit Wein, sprach das Dankgebet und sagte: «Nehmt den Becher und trinkt alle daraus.
Denn ich werde keinen Wein mehr trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.»
Dann nahm er das Brot. Er dankte Gott dafür, teilte es und gab es ihnen mit den Worten: «Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mahl immer wieder. Denkt daran, was ich für euch getan habe, sooft ihr dieses Brot eßt.»
Nach dem Essen nahm er den Becher mit Wein, gab ihn den Jüngern und sagte: «Dies ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird für euch zur Vergebung der Sünden vergossen.
5. Neues Testament
Johannes Kapitel 2,
Verse 1 – 11
Zwei Tage darauf wurde in dem Dorf Kana in Galiläa eine Hochzeit gefeiert. Maria, die Mutter Jesu, war dort, und auch Jesus hatte man mit seinen Jüngern eingeladen.
Während des Festes stellte sich heraus, daß der Wein nicht ausreichte. Da sagte Maria zu ihrem Sohn: «Es ist kein Wein mehr da!»
Doch Jesus antwortete ihr: «Was kommst du mit solchen Dingen zu mir! Die Zeit zu helfen ist für mich noch nicht gekommen!»
Trotzdem sagte seine Mutter zu den Bediensteten: «Was immer er euch aufträgt, das tut!»
Nun gab es im Haus sechs steinerne Wasserkrüge. Man benutzte sie für die vom jüdischen Gesetz geforderten Waschungen. Jeder von ihnen faßte achtzig bis hundertzwanzig Liter.
Jesus forderte die Leute auf: «Füllt diese Krüge mit Wasser!» Und sie füllten die Gefäße bis zum Rand. Dann ordnete er an:
«Jetzt bringt dem Küchenchef eine Probe davon!»
Dieser probierte den Wein, der vorher Wasser gewesen war. Er wußte allerdings nicht, woher der Wein kam. Nur die Diener wußten Bescheid. Da rief er den Bräutigam zu sich und sagte vorwurfsvoll:
«Jeder bietet doch zuerst den besten Wein an! Und erst später, wenn alle schon genug getrunken haben, kommt der billigere Wein auf den Tisch. Aber du hast den besten Wein bis jetzt zurückgehalten!»
Dieses Wunder geschah in Kana. Dort in Galiläa zeigte Jesus zum ersten Mal seine göttliche Macht. Und seine Jünger glaubten an ihn.
6. Neues Testament
Johannes Kapitel 7,
Verse 2 – 6, 10 – 11, 37 – 44
Kurz vor dem Laubhüttenfest aber
forderten ihn seine Brüder auf, mit ihnen nach Judäa zu reisen: «Komm mit und zeige den Menschen dort, welche Wunder du tun kannst!
Kein Mensch versteckt sich, wenn er bekannt werden will. Wenn du schon Wunder vollbringst, dann zeige sie auch vor aller Welt!»
So konnten seine Brüder nur reden, weil sie nicht an ihn glaubten.
Jesus antwortete ihnen: «Jetzt kann ich noch nicht dorthin gehen. Ihr könnt gehen und handeln, wann und wie ihr wollt.
Nachdem seine Brüder nach Jerusalem gereist waren, ging auch Jesus heimlich dorthin.
Die Führer des Volkes suchten ihn während des Festes und fragten überall: «Wo ist er denn? Hat jemand mit ihm geredet?»
Am letzten Tag, dem Höhepunkt des großen Festes, trat Jesus wieder vor die Menschenmenge und rief laut: «Wer Durst hat, der soll zu mir kommen und trinken!
Wer an mich glaubt, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt: Wie ein Strom wird lebenschaffendes Wasser von ihm ausgehen.»
Damit meinte er den Heiligen Geist, den alle bekommen würden, die an Jesus glauben. (Den Geist Gottes bekamen sie erst zu Pfingsten, nachdem Jesus in Gottes Herrlichkeit zurückgekehrt war. Jetzt hatten die Menschen den Heiligen Geist noch nicht.)
Nach diesen Worten waren einige davon überzeugt: «Er ist der Prophet, der vor dem Messias kommen soll.»
Andere wieder sagten: «Nein, er ist selbst der Messias!» Eine dritte Gruppe schließlich meinte: «Das kann gar nicht sein! Er kommt doch aus Galiläa;
aber die Propheten sagen, der Messias soll von David abstammen und wie David aus Bethlehem kommen.»
So waren die Meinungen über Jesus sehr geteilt.
Einige hätten ihn gern festgenommen; aber keiner wagte es, in dieser Situation gegen ihn vorzugehen.
7. Neues Testament
Offenbarung Kapitel 19,
Verse 1 – 9
Da hörte ich im Himmel viele Stimmen wie von einem großen Chor singen: «Halleluja! Lobt den Herrn! In ihm allein ist alles Heil, alle Herrlichkeit und Macht! Er ist der unbestechliche und gerechte Richter. Denn er hat sein Urteil über die große Hure vollstreckt, die mit ihrem verlockenden Zauber die ganze Welt verführte. Das Blut seiner Kinder, das sie vergossen hatte, forderte er von ihr zurück.»
Immer wieder sangen sie: «Halleluja! Lobt den Herrn! Für alle Zeiten wird der Rauch dieser brennenden Stadt zum Himmel aufsteigen.»
Da fielen die vierundzwanzig Ältesten und die vier mächtigen Gestalten vor dem Thron Gottes nieder. Sie beteten Gott an und riefen laut: «Amen! Lobt den Herrn. Halleluja!»
Jetzt erklang vom Thron eine Stimme: «Rühmt unseren Gott! Alle, ob groß oder klein, die ihr zu ihm gehört und ihm dient!»
Und wieder hörte ich Stimmen wie von einem gewaltigen Chor: mächtig wie Wassermassen, die zu Tal stürzen, und wie das Grollen des Donners. Sie sangen: «Halleluja! Lobt den Herrn! Denn der allmächtige Gott, unser Herr, ist der Sieger. Er hat seine Herrschaft angetreten.
Wir wollen uns darüber freuen, jubeln und Gott ehren. Jetzt ist der große Hochzeitstag des Lammes gekommen; seine Braut ist bereit!
In feines, strahlend weißes Leinen durfte sie sich kleiden.» Das Leinen ist ein Bild für die gerechten Taten der Christen, die nach Gottes Willen leben.
Dann befahl mir der Engel: «Schreibe: 'Glücklich darf sich nennen, wer zum Hochzeitsfest des Lammes eingeladen ist!'» Und er fügte hinzu: «Gott selber hat das gesagt!»

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