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Engel - streetworker Gottes

1. Altes Testament

1.Könige Kapitel 19

Verse 3 – 8

Da packte Elia die Angst. Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Dort ließ er seinen Diener, der ihn bis dahin begleitet hatte, zurück.

Allein wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein. Zuletzt ließ er sich unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. «Herr, ich kann nicht mehr!» stöhnte er. «Laß mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren. Warum nicht jetzt?»

Er streckte sich unter dem Ginsterstrauch aus und schlief ein. Plötzlich wurde er wachgerüttelt. Ein Engel stand bei ihm und forderte ihn auf: «Elia, steh auf und iß!»

Als Elia sich umblickte, entdeckte er neben seinem Kopf einen Brotfladen, der auf heißen Steinen gebacken war, und einen Krug Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen.

Doch der Engel des Herrn kam wieder und rüttelte ihn zum zweiten Mal wach. «Steh auf, Elia, und iß!» befahl er ihm noch einmal. «Sonst schaffst du den langen Weg nicht, der vor dir liegt.»

Da stand Elia auf, aß und trank. Die Speise gab ihm so viel Kraft, daß er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb, kam.

 

2. Altes Testament

Psalm 91, Verse 9 – 13

 

Du aber darfst sagen: «Beim Herrn bin ich geborgen!» Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden.

Darum wird dir nichts Böses zustoßen, kein Unglück wird dein Haus erreichen.

Denn Gott hat seine Engel ausgesandt, damit sie dich schützen, wohin du auch gehst.

Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!

Löwen werden dir nichts anhaben, auf Schlangen kannst du treten.

 

3. Neues Testament

Matthäus, Kapitel 28,

Verse 1 – 8

Als der Sabbat vorüber war, am frühen Sonntagmorgen, gingen Mariavon Magdala und die andere Maria hinaus an das Grab Jesu.

Plötzlich fing die Erde an zu beben, und ein Engel Gottes kam vom Himmel herab, wälzte den Stein, der das Grab verschloß, beiseite und

setzte sich darauf.

Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee.

Die Wachtposten stürzten vor Schrecken zu Boden und blieben wie tot liegen.

Der Engel wandte sich an die Frauen: «Fürchtet euch nicht! Ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat. Kommt und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat.

Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, daß Jesus von den Toten auferstanden ist. Er wird nach Galiläa gehen, um euch dort zu treffen. Diese Botschaft soll ich euch ausrichten.»

Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten.

 

4. Neues Testament

Lukas Kapitel 1,

Verse 27 - 38

 

Elisabeth war im sechsten Monat schwanger, als Gott den Engel Gabriel zu einem Mädchen nach Nazareth schickte, einer Stadt in Galiläa. Das Mädchen hieß Maria und war mit Joseph, einem Nachkommen des großen Königs David, verlobt.

Der Engel kam zu ihr und sagte: «Sei gegrüßt, Maria! Gott will dich beschenken. Er hat dich unter allen Frauen auserwählt.»

Maria fragte sich erschrocken, was diese seltsamen Worte bedeuten könnten.

«Hab keine Angst, Maria», redete der Engel weiter. «Gott liebt dich und hat etwas Besonderes mit dir vor.

Du wirst ein Kind erwarten und einen Sohn zur Welt bringen. Jesus soll er heißen.

Er wird mächtig sein, und man wird ihn Gottes Sohn nennen. Die Königsherrschaft Davids wird er weiterführen

und die Nachkommen Jakobs für immer regieren. Seine Herrschaft wird kein Ende haben.»

«Wie kann das geschehen?» fragte Maria den Engel. «Ich bin doch gar nicht verheiratet.»

Der Engel antwortete ihr: «Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft Gottes wird sich an dir zeigen. Darum wird dieses Kind auch heilig sein und Sohn Gottes genannt werden.

Selbst Elisabeth, deine Verwandte, von der man sagt, daß sie keine Kinder bekommen kann, ist jetzt im sechsten Monat schwanger. Sie wird in ihrem hohen Alter einen Sohn zur Welt bringen.

Für Gott ist nichts unmöglich.»

«Ich will mich Gott ganz zur Verfügung stellen», erwiderte Maria. «Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.» Darauf verließ sie der Engel.

 

5. Neues Testament

Apostelgeschichte 5,

Verse 18 – 20

 

Kurzerhand ließen sie die Apostel festnehmen und ins Gefängnis werfen.

Aber in der Nacht öffnete ein Engel des Herrn die Gefängnistüren und führte die Apostel hinaus.

«Geht in den Tempel», sagte er, «und verkündet dort allen die Botschaft vom neuen Leben durch Jesus!»

 

6. Neues Testament

Hebräerbrief Kapitel 13

Verse 1 – 2

Bleibt auch weiter in brüderlicher Liebe fest miteinander verbunden.

Vergeßt nicht, Gastfreundschaft zu üben; denn ohne es zu wissen, haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen.

 

 

 

 

 

7. Neues Testament

Apostelgeschichte Kapitel 12

Verse

In dieser Zeit ließ König Herodes einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern. Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet.

Als Herodes merkte, daß er dadurch bei den jüdischen Führern an Ansehen gewann, ließ er noch während des Passahfestes Petrus gefangennehmen.

Man warf den Apostel ins Gefängnis. Dort bewachten ihn ununterbrochen vier Soldaten, die alle sechs Stunden abgelöst wurden. Herodes wollte nach dem Passahfest Petrus öffentlich den Prozeß machen.

Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, Gott um Hilfe für den Gefangenen zu bitten.

In der letzten Nacht vor dem Prozeß schlief Petrus angekettet zwischen zwei Soldaten, während zwei andere vor der Zelle Wache hielten.

Plötzlich betrat ein Engel des Herrn die Zelle, und Licht erfüllte den Raum. Der Engel weckte Petrus und sagte zu ihm: «Steh schnell auf!» Sofort fielen Petrus die Ketten von den Handgelenken.

«Ziehe deine Kleider und deine Schuhe an», befahl ihm dann der Engel. «Nimm deinen Mantel, und folge mir!»

Petrus ging hinter dem Engel aus der Zelle. Aber die ganze Zeit über konnte er nicht glauben, daß all dies wirklich geschah. Er meinte zu träumen.

Doch sie passierten die erste Wache, die zweite und kamen schließlich an das schwere Eisentor, das zur Stadt führt. Es öffnete sich vor ihnen. Jetzt hatten sie das Gefängnis verlassen und bogen in eine schmale Straße ein. Da verschwand der Engel,

und erst jetzt begriff Petrus: «Es ist kein Traum. Der Herr hat mir tatsächlich seinen Engel geschickt, um mich aus der Gewalt des Herodes zu retten. Vergebens werden die Juden auf meine Hinrichtung warten.»

 

 

8. Neues Testament

Offenbarung Kapitel 4

Verse 1 – 2 und 6 – 9

 

Danach, als ich aufblickte, sah ich eine Tür am Himmel, die war offen. Dieselbe Stimme, die schon vorher zu mir gesprochen hatte, gewaltig wie der Schall einer Posaune, sagte: «Komm herauf! Ich will dir zeigen, was in Zukunft geschehen wird!» Gottes Geist ergriff mich, und dann sah ich: Im Himmel stand ein Thron, auf dem jemand saß.

 

Gleich vor dem Thron war so etwas wie ein Meer, durchsichtig wie Glas, strahlend und hell wie Kristall. In der Mitte und um den Thron herum standen vier mächtige Lebewesen, die überall Augen hatten.

Die erste dieser Gestalten sah aus wie ein Löwe, die zweite glich einem Stier; die dritte hatte ein Gesicht wie ein Mensch, und die vierte glich einem fliegenden Adler.

Jede dieser Gestalten hatte sechs Flügel. Auch die Flügel waren innen und außen voller Augen. Unablässig, Tag und Nacht, singen sie: «Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der allmächtige Gott, der schon immer war, der heute da ist und der kommen wird!»

Diese vier Lebewesen loben und preisen den mit ihrem Gesang, der vor ihnen auf dem Thron sitzt und immer und ewig leben