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Die Sprache der Liebe

1. Altes Testament

Psalm 145, Verse 1 - 21

Dich will ich ehren, mein Gott und König! Dich will ich preisen für alle Zeit! Jeden Tag will ich dich loben und deinen Namen überall bekannt machen.

Groß ist der Herr! Jeder soll ihn rühmen! Seine Größe kann niemand erfassen.

Eine Generation soll der anderen von deinen großen Taten erzählen und schildern, wie machtvoll du eingegriffen hast.

Deine Hoheit und Macht wird in aller Munde sein, und auch ich will stets über deine Wunder nachdenken.

Immer wieder wird man davon sprechen, wie dein Handeln den Menschen Ehrfurcht eingeflößt hat. Auch ich will ihnen sagen, wie groß du bist.

Wenn sie dann zurückdenken, werden sie deine unermeßliche Güte rühmen. Weil du deine Versprechen gehalten hast, werden sie dich laut loben:

«Der Herr ist gnädig und barmherzig; seine Geduld hat kein Ende, und seine Liebe ist grenzenlos!

Der Herr ist gut zu allen und schließt niemanden von seinem Erbarmen aus, denn er hat allen das Leben gegeben.»

Darum sollen dich alle deine Geschöpfe loben. Jeder, der dich liebt, soll dich rühmen

und weitersagen, wie großartig deine Königsherrschaft ist! Sie alle sollen erzählen von deiner Stärke,

damit die Menschen erfahren, wie du deine Macht gezeigt hast und wie prachtvoll und herrlich dein königliches Reich ist!

Deine Herrschaft hat kein Ende, sie wird bestehen von einer Generation zur anderen. Auf das Wort des Herrn kann man sich verlassen, und was er tut, das tut er aus Liebe.

Wer keinen Halt mehr hat, den hält der Herr; und wer schon am Boden liegt, den richtet er wieder auf.

Alle schauen erwartungsvoll zu dir, und du gibst ihnen zur rechten Zeit zu essen.

Du öffnest deine Hand und sättigst deine Geschöpfe; allen gibst du, was sie brauchen.

Der Herr ist gerecht in allem, was er tut; auf ihn ist Verlaß!

Der Herr ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen.

Er geht auf die Wünsche derer ein, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen. Er hört ihren Hilfeschrei und rettet sie.

Gott bewahrt alle, die ihn lieben, aber wer mit ihm nichts zu tun haben will, den läßt er umkommen.

Ich will den Herrn loben, und alles, was lebt, soll ihn allezeit rühmen. Er ist der heilige Gott!

 

2. Neues Testament

Matthäus Kapitel 22,

Verse 35 – 40

Als die Pharisäer hörten, wie er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, dachten sie sich eine neue Frage aus. Ein Schriftgelehrter fragte ihn:

«Herr, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?»

Jesus antwortete ihm: «,Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand!'

Das ist das erste und wichtigste Gebot.

Ebenso wichtig ist aber das zweite: 'Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!'

Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen Geboten enthalten.»

 

3. Neues Testament

Lukas Kapitel 6,

Verse 27 – 30

«Euch allen sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen.

Schlägt dir jemand ins Gesicht, dann wehr dich nicht gegen den zweiten Schlag. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben.

Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat.

 

4. Neues Testament

Johannes Kapitel 3,

Verse 16 – 17 und Kapitel 15,

Verse 9 - 13

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.

Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie vor dem Verderben zu retten.

Wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch. Bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meinen Geboten gehorcht, bleibt euch meine Liebe erhalten. Auch ich bin den Geboten meines Vaters gehorsam und lebe in seiner Liebe.

Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch ganz erfüllt und eure Freude dadurch vollkommen wird.

Und so lautet mein Gebot: Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe.

 

 

Die größte Liebe beweist jemand, der sein Leben für die Freunde hingibt.

 

5. Neues Testament

Römerbrief Kapitel 8

Verse 35 – 38

Was also könnte uns von Christus und seiner Liebe trennen? Leiden und Angst vielleicht? Verfolgung? Hunger? Armut? Gefahr oder gewaltsamer Tod?

Gewiß nicht! Es heißt ja schon in der Heiligen Schrift: «Wie Schafe, die geschlachtet werden sollen, wird man uns deinetwegen überall verfolgen und töten.»

Aber dennoch: Wir werden über das alles triumphieren, weil Christus uns so geliebt hat.

Denn da bin ich ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, weder Himmel noch Hölle oder sonst irgend etwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, bewiesen hat.

 

6. Neues Testament

1.Korintherbrief Kapitel 13

Verse 1 – 13

Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüßte alle Geheimnisse Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts.

Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst.

Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.

Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend.

Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.

Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.

Einmal werden keine Propheten mehr zu uns sprechen, das Beten in anderen Sprachen wird aufhören, die Erkenntnis der Absichten Gottes mit uns wird nicht mehr nötig sein. Nur eins wird bleiben: die Liebe.

Denn unsere Erkenntnis ist bruchstückhaft, ebenso wie unser prophetisches Reden.

Wenn aber das Vollkommene - Gottes Reich - da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein.

Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind. Jetzt bin ich ein Mann und habe das kindliche Wesen abgelegt.

Noch ist uns bei aller prophetischen Schau vieles unklar und rätselhaft. Einmal aber werden wir Gott sehen, wie er ist. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte. Laßt die Liebe euer höchstes Ziel sein! Bemüht euch um die Gaben, die der Heilige Geist gibt; vor allem darum, Gottes Weisungen weiterzugeben.

 

7. Neues Testament

1.Johannesbrief Kapitel 4

Vers 7 bis Kapitel 5, Vers 3

Meine Freunde! Laßt uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer seinen Bruder liebt, beweist damit, daß er ein Kind Gottes ist und Gott wirklich kennt. Wer aber den anderen nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe.

Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch Christus ein neues und ewiges Leben bekommen.

Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm, um uns von unserer Schuld freizusprechen.

Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr liebt, dann müssen auch wir einander lieben.

Niemand hat Gott jemals gesehen. Doch wenn wir einander lieben, wird sichtbar, daß Gott in uns lebt und wir von seiner Liebe erfüllt sind.

Ich sage es noch einmal: Daß wir mit Gott verbunden bleiben und er mit uns, wissen wir, weil er uns seinen Heiligen Geist gegeben hat.

Wir haben es selbst erlebt und darum bezeugen wir: Gott, der Vater, hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, um sie zu retten.

Wer glaubt und bekennt, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist, den wird nichts von Gott trennen.

Das haben wir erkannt, und wir vertrauen fest auf Gottes Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Das ganze Ausmaß der göttlichen Liebe zeigt sich darin, daß wir dem Tag des Gerichts ohne Angst entgegengehen können. Denn wir leben in dieser Welt so, wie Christus es will.

Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, die Liebe vertreibt sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der beweist damit nur, daß er wirkliche Liebe noch nicht kennt.

Wir wollen lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.

Sollte nun jemand behaupten: «Ich liebe Gott», und dabei seinen Bruder hassen, dann ist er ein Lügner. Denn wie kann man Gott lieben, den wir doch gar nicht sehen, aber den Bruder hassen, der leibhaftig vor uns steht?

Vergeßt nicht, daß Christus selbst uns aufgetragen hat: Wer Gott liebt, der muß auch seinen Bruder lieben. Wer glaubt, daß Jesus Christus der von Gott verheißene Retter ist, der ist ein Kind Gottes. Kinder aber, die ihren Vater lieben, die lieben auch ihre Brüder und Schwestern.

Daß wir wirklich Gottes Kinder lieben, erkennen wir an unserer Liebe zu Gott und daran, daß wir seine Gebote halten.

Denn Gott lieben heißt nichts anderes als das tun, was er uns sagt; und das ist nicht schwer.

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