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Frauen und Männer

 

1. Altes Testament

1.Buch Mose Kapitel 1

Verse 27 – 28

So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.

Er segnete sie und sprach: «Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!

 

2. Altes Testament

1.Buch Mose Kapitel 2,

Vers 24

Darum verläßt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, daß die beiden eins sind mit Leib und Seele.

 

3. Altes Testament

Sprüche Kapitel 6,

Vers 30 – Kapitel 7, Vers 27

Wer Brot stiehlt, weil er Hunger hat, wird nicht verachtet.

Wenn er ertappt wird, muß er es siebenfach ersetzen, aber das kostet ihn höchstens seinen ganzen Besitz.

Wer dagegen die Ehe bricht, hat den Verstand verloren und richtet sich selbst zugrunde.

Schimpf und Schande wird er ernten und sein Leben lang verachtet werden.

Ein eifersüchtiger Ehemann schnaubt vor Wut, und in seiner Rachsucht kennt er kein Erbarmen.

Keine Entschädigung, die du ihm anbietest, kein noch so großes Geschenk wird ihn besänftigen. Mein Sohn, beachte, was ich dir sage, halte unter allen Umständen daran fest!

Lebe danach, so wirst du ein gutes Leben führen. Hüte meine Worte wie einen wertvollen Schatz, denke jederzeit über sie nach und schreibe sie dir ins Herz!

Kümmere dich um die Weisheit wie um deine Schwester, mach dir die Einsicht zur besten Freundin!

Das wird dich schützen vor jeder fremden Frau, die dir mit schmeichelnden Worten den Kopf verdrehen will.

Einmal stand ich am Fenster und schaute hinaus auf die Straße.

Dort sah ich eine Gruppe noch unerfahrener junger Männer. Einer von ihnen fiel mir durch sein kopfloses Verhalten auf.

Er lief die Straße hinunter, an deren Ecke eine bestimmte Frau wohnte, und ging auf ihr Haus zu.

Inzwischen war es schon dunkel geworden.

Da kam sie ihm entgegen, herausgeputzt und zurechtgemacht wie eine Hure. Sie war sich ihres Erfolgs sicher.

Leidenschaftlich und hemmungslos wie sie war, hielt sie es zu Hause nie lange aus.

Man sah sie jeden Tag draußen auf den Straßen und Plätzen, an jeder Straßenecke stand sie und schaute sich suchend um.

Jetzt ging sie auf den jungen Mann zu, umarmte und küßte ihn. Mit herausforderndem Blick sagte sie:

«Heute habe ich Gott ein Dankopfer gebracht, und davon ist noch Fleisch übrig.

Darum bin ich hinausgegangen, um dich zu suchen. Endlich habe ich dich gefunden!

Ich habe mein Bett mit schönen bunten Decken aus Ägypten gepolstert

und mit Parfüm besprengt.

Komm doch mit! Wir wollen uns die ganze Nacht hindurch lieben und uns bis zum Morgen vergnügen!

Mein Mann ist nicht da. Er ist auf Reisen und kommt noch lange nicht zurück!»

Mit diesen Worten reizte und erregte sie den jungen Mann.

Er folgte ihr ins Haus wie ein Ochse, der zum Schlachten geführt wird - in sein eigenes Verderben rannte dieser Dummkopf!

Ohne es zu wissen, lief er in eine tödliche Falle. Sie hatte ihn gefangen wie einen Vogel im Netz.

Darum hört auf meine Warnung, ihr jungen Männer, und befolgt sie!

Laßt euch von solch einer Frau nicht verführen, sondern geht ihr aus dem Weg!

Denn sie hat schon viele Männer zu Fall gebracht, die Zahl ihrer Opfer ist groß.

Ihr Haus steht am Rand des Abgrunds; wer zu ihr geht, den reißt sie mit in den Tod.

 

 

4. Altes Testament

Sprüche Kapitel 31

Verse 10, 21f., 25f., 28-30

Eine tüchtige Frau - wer findet sie schon? Sie ist wertvoller als viele Juwelen!

Sie erbarmt sich über die Armen und gibt den Bedürftigen, was sie

brauchen.

Den kalten Winter fürchtet sie nicht, denn ihre ganze Familie hat Kleider aus guter und warmer Wolle.

Sie ist eine würdevolle und angesehene Frau, zuversichtlich blickt sie in die Zukunft.

Sie redet nicht gedankenlos, und ihre Anweisungen gibt sie freundlich.

Ihre Söhne reden voller Stolz von ihr, und ihr Mann lobt sie mit überschwenglichen Worten: «Es gibt wohl viele gute und tüchtige Frauen, aber du übertriffst sie alle!»

Anmut kann täuschen, und Schönheit vergeht wie der Wind - doch wenn eine Frau Gott gehorcht, verdient sie Lob!

 

5. Neues Testament

Matthäus Kapitel 19

Verse 3 – 9

Einige Pharisäer kamen zu ihm, weil sie Jesus eine Falle stellen wollten. «Wie stehst du zur Ehescheidung?» fragten sie. «Darf man sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund trennen?»

Jesus antwortete: «Lest ihr denn die Heiligen Schriften nicht? Da heißt es doch, daß Gott am Anfang Mann und Frau schuf und sagte:

'Ein Mann wird seine Eltern verlassen, um sich für immer mit seiner Frau zu verbinden. Beide werden ganz und gar eins sein.'

Sie werden also eins sein und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen. Was aber Gott zusammengefügt hat, darf der Mensch nicht trennen.»

«Doch weshalb», fragten sie weiter, «hat Mose dann vorgeschrieben, daß der Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde gibt, wenn er sich von ihr trennt?»

Jesus antwortete: «Mose erlaubte es, weil er euer böses und hartes Herz kannte. Aber Gottes Absicht war das nicht, als er die Ehe stiftete.

Ich sage euch, daß jeder die Ehe bricht, der sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, es sei denn, seine Frau lebt selbst im Ehebruch.»

 

6. Neues Testament

Markusvangelium Kapitel 14

Verse 3 – 9

Jesus war in Bethanien Gast bei Simon, der früher einmal leprakrank

gewesen war. Während der Mahlzeit kam eine Frau. In ihren Händen

hatte sie ein Glas mit kostbarem Öl. Sie zerbrach dieses Gefäß und salbte mit dem Öl das Haupt Jesu.

Darüber regten sich einige Gäste auf: «Was soll diese Verschwendung?» fragten sie verärgert. «Dieses Öl ist ein Vermögen wert. Das Geld hätte man lieber den Armen geben sollen!» So machten sie der Frau Vorwürfe.

Aber Jesus sagte: «Laßt sie in Ruhe! Warum kränkt ihr sie? Was sie für mich getan hat, war gut und richtig.

Arme, die eure Hilfe nötig haben, wird es immer geben. Ihnen könnt ihr jederzeit helfen. Aber ich bin nicht mehr lange bei euch.

Diese Frau hat getan, was sie konnte. Mit ihrem Öl hat sie meinen

Leib zum Begräbnis vorbereitet.

Und das ist ganz sicher: Überall in der Welt, wo man Gottes Heilsbotschaft verkünden wird, da wird man auch von dieser Frau sprechen und von dem, was sie getan hat!»

 

 

7. Neues Testament

1.Korinterbrief Kapitel 7,

Verse 1 – 9

 

Nun zu der Frage, die ihr mir in euerm Brief gestellt habt. Ich meine: Es wäre gut für einen Mann, überhaupt nicht zu heiraten.

Aber damit niemand zur Unzucht verleitet wird, ist es besser, wenn jeder Mann seine Frau und jede Frau ihren Mann hat.

Der Mann soll seine Frau nicht vernachlässigen, und die Frau soll sich ihrem Mann nicht entziehen,

denn weder die Frau noch der Mann dürfen eigenmächtig über ihren Körper verfügen; sie gehören einander.

Keiner soll sich dem Ehepartner verweigern, es sei denn, beide sind eine Zeitlang bereit, auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, weil sie für das Gebet frei sein wollen. Danach kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht in Versuchung führen kann, weil ihr euch nicht enthalten könnt.

Was ich euch jetzt sage, ist ein Rat, kein Befehl.

Ich wünschte zwar, jeder würde wie ich ehelos leben. Aber wir sind nicht alle gleich. Nach Gottes Willen leben die einen in der Ehe, die anderen bleiben unverheiratet.

Den Unverheirateten und Verwitweten rate ich, lieber ledig zu bleiben, wie ich es bin.

Wenn ihnen das Alleinsein aber zu schwer fällt, sollen sie heiraten. Denn das ist besser, als von unerfülltem Verlangen beherrscht zu werden.

 

8. Neues Testament

Epheserbrief Kapitel 5,

Verse 21 – 33

 

Ordnet euch einander unter; so ehrt ihr Christus.

So wie ihr Frauen Christus gehorcht, sollt ihr euch euern Männern unterordnen.

Denn wie Christus als Haupt für seine Gemeinde verantwortlich ist, die er erlöst hat, so ist auch der Mann für seine Frau verantwortlich.

Und wie sich die Gemeinde Christus unterordnet, weil sie ihn liebt, so sollen sich auch die Frauen in allem ihren Männern unterordnen.

Ihr Männer, liebt eure Frauen so, wie Christus seine Gemeinde liebt, für die er sein Leben gab,

damit sie ihm ganz gehört. Durch sein Wort hat er sie von aller Schuld gereinigt.

Wie eine Braut soll seine Gemeinde sein: schön und makellos, ohne jeden Fehler, weil sie allein Christus gehören soll.

Darum müssen auch die Männer ihre Frauen lieben wie sich selbst, weil sie als Ehepartner untrennbar zusammengehören. Wer nun seine Frau liebt, der hat sich selbst angenommen.

Niemand haßt doch seinen eigenen Leib. Vielmehr hegt und pflegt er ihn. So sorgt auch Christus für seine Gemeinde;

denn wir sind Glieder seines Leibes.

Erinnert euch an das Wort: «Ein Mann wird seinen Vater und seine Mutter verlassen und mit seiner Frau leben. Die beiden werden dann für immer zusammengehören.»

Das ist ein großes Geheimnis. Denn für mich zeigt sich an der Ehe beispielhaft die Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde.

Deshalb sage ich noch einmal: Ein Mann soll seine Frau so lieben wie sich selbst. Und die Frau soll ihren Mann achten und ehren.

 

9. Neues Testament

1.Petrusbrief Kapitel 3,

Vers 7

Aber auch ihr Männer, verhaltet euch euern Frauen gegenüber einsichtig und verständnisvoll. Ihr müßt ihnen die Achtung und Hilfe entgegenbringen, die sie als die Schwächeren brauchen. Vergeßt nicht, daß Gott in seiner Gnade allen das ewige Leben schenkt, Männern wie Frauen. Nichts soll zwischen euch stehen, das euch am gemeinsamen Gebet hindert.