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Junge und Alte

1. Altes Testament

1.Buch Mose Kapitel 46,

Verse 1 – 5 und 28 – 31

Jakob packte seinen ganzen Besitz zusammen und machte sich auf den Weg. Als er nach Beerscheba kam, schlachtete er ein Tier und opferte es dem Gott seines Vaters Isaak. Nachts hörte er Gottes Stimme: «Jakob! Jakob!» «Ja, Herr?»

«Ich bin Gott», antwortete die Stimme, «der Gott deines Vaters. Hab keine Angst davor, nach Ägypten zu ziehen! Dort will ich deine Nachkommen zu einem großen Volk machen.

Ich gehe mit dir nach Ägypten, und deine Nachkommen bringe ich wieder hierher zurück. Josef wird bei dir sein und dir die Augen zudrücken, wenn du stirbst.»

Danach setzten Jakobs Söhne ihn und ihre Familien in die Wagen, die sie vom Pharao bekommen hatten.

Jakob schickte Juda voraus. Er sollte Josef ausrichten, daß sie nach Goschen ziehen würden.

Josef ließ sofort seinen Wagen anspannen und fuhr ihnen entgegen. Er fiel seinem Vater um den Hals und weinte lange.

Jakob sagte: «Jetzt bin ich bereit zu sterben! Ich habe dich gesehen und weiß, daß du lebst!»

Josef wandte sich an die ganze Familie: «Ich gehe zum Pharao und erzähle ihm, daß ihr von Kanaan hierhergekommen seid.

 

2. Altes Testament

Ruth Kapitel 1, Verse 2 – 18

Zu der Zeit, als das Volk Israel von Männern geführt wurde, die man «Richter» nannte, brach im Land eine Hungersnot aus. Darum verließ ein Mann namens Elimelech von der Sippe Efrat die Stadt Bethlehem in Juda, wo er gewohnt hatte. Er ging mit seiner Frau Noomi und seinen beiden Söhnen Machlon und Kiljon ins Land Moab und ließ sich dort nieder.

Doch dann starb Elimelech, und Noomi blieb mit ihren Söhnen allein zurück.

Die beiden heirateten zwei Frauen aus Moab, sie hießen Orpa und Ruth. Nach etwa zehn Jahren

starben auch Machlon und Kiljon. Nun hatte Noomi keinen Mann und keine Söhne mehr.

Bald darauf erfuhr sie, daß der Herr sich über sein Volk erbarmt und ihm wieder eine gute Ernte geschenkt hatte. Sofort brach sie auf, um in ihre Heimat Juda zurückzukehren. Ihre Schwiegertöchter begleiteten sie. Unterwegs sagte Noomi zu ihnen: «Geht doch wieder zurück in euer Elternhaus, kehrt um! Möge der Herr euch so viel Liebe erweisen, wie ihr sie den Verstorbenen und mir entgegengebracht habt!

Er gebe euch ein neues Zuhause an der Seite eines zweiten Mannes!» Sie küßte ihre Schwiegertöchter. Die beiden fingen an zu weinen

und widersprachen ihr: «Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen!»

Doch Noomi entgegnete: «Kehrt doch um, meine Töchter! Warum wollt ihr mich unbedingt begleiten? Ich werde keine Söhne mehr zur Welt bringen, die eure Männer werden könnten. Kehrt um, meine Töchter, geht! Ich bin zu alt, um wieder zu heiraten. Und selbst wenn ich die Hoffnung nicht aufgäbe, ja, wenn ich noch heute nacht einen Mann bekäme und dann Söhne zur Welt brächte: Wollt ihr etwa so lange warten, bis sie erwachsen sind? Wollt ihr euch bis dahin von allen Männern fernhalten und jede Gelegenheit ausschlagen, noch einmal zu heiraten? Nein, meine Töchter! Der Herr hat sich gegen mich gewandt, euch jedoch möchte ich das harte Schicksal ersparen, das mich getroffen hat.»

Da weinten die beiden noch mehr. Orpa küßte ihre Schwiegermutter zum Abschied, Ruth aber wollte sie auf keinen Fall verlassen.

Da forderte Noomi sie auf: «Deine Schwägerin kehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurück. Geh doch mit ihr!»

Aber Ruth erwiderte: «Besteh nicht darauf, daß ich dich verlasse! Ich will mich nicht von dir trennen. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.

Wo du stirbst, will ich auch sterben und begraben werden. Nur der Tod kann mich von dir trennen; wenn ich dieses Versprechen nicht halte, soll Gott mich hart bestrafen!»

Noomi merkte, daß Ruth darauf bestand, mit ihr zu gehen, und so versuchte sie nicht mehr, sie zur Umkehr zu überreden.

3. Altes Testament

1.Samuel Kapitel 3,

Verse 1 – 10

Der junge Samuel wohnte bei Eli und diente dem Herrn. Zu jener Zeit geschah es sehr selten, daß der Herr den Menschen durch Worte oder Visionen etwas mitteilte. Der alte Eli war inzwischen fast erblindet. Eines Nachts war er wie gewohnt zu Bett gegangen.

Auch Samuel hatte sich hingelegt. Er schlief im Heiligtum in der Nähe der Bundeslade. Die Lampe im Heiligtum brannte noch.

/

Da rief der Herr: «Samuel, Samuel!» «Ja», antwortete der Junge, «ich komme!» und lief schnell zu Eli. «Hier bin ich. Du hast mich doch gerufen.» Aber Eli sagte: «Nein, ich habe dich nicht gerufen. Geh nur wieder schlafen.» So legte Samuel sich wieder ins Bett.

Aber der Herr rief noch einmal: «Samuel, Samuel!» Und wieder sprang Samuel auf und lief zu Eli. «Ich bin schon da, du hast mich doch gerufen!» sagte er. Eli verneinte wieder: «Ich habe dich nicht gerufen, mein Junge. Geh jetzt und leg dich ins Bett!»

Samuel wußte nicht, daß der Herr ihn gerufen hatte, denn er hatte ihn noch nie reden hören.

So rief der Herr zum dritten Mal: «Samuel, Samuel!» Und noch einmal lief der Junge zu Eli und sagte: «Hier bin ich! Jetzt hast du mich aber gerufen!» Da erkannte Eli, daß der Herr mit Samuel reden wollte.

Darum wies er ihn an: «Geh und leg dich wieder hin! Und wenn dich noch einmal jemand ruft, dann antworte: 'Sprich, Herr, ich höre.'» Also ging Samuel wieder zu Bett.

Da kam der Herr zu ihm und rief wie vorher: «Samuel, Samuel!» Der Junge antwortete: «Sprich, Herr, ich höre.»

 

4. Neues Testament

Lukas Kapitel 2, Verse 41 – 51

Jahr für Jahr gingen Joseph und Maria zum Passahfest nach Jerusalem. Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie ihn zum ersten Mal mit.

Nach den Festtagen machten sich die Eltern wieder auf den Heimweg. Doch ohne daß sie es bemerkten, blieb Jesus in Jerusalem. Am ersten Tag ihrer Rückreise vermißten sie ihn nicht,

weil sie dachten: Er wird mit Verwandten oder Freunden gegangen sein.

Als sie ihn aber dort nicht fanden, kehrten sie besorgt um und suchten ihn überall in Jerusalem.

Endlich, nach drei Tagen, entdeckten sie Jesus im Tempel. Er saß bei den Schriftgelehrten, hörte ihnen aufmerksam zu und stellte Fragen.

Alle wunderten sich über sein Wissen und seine Antworten.

Die Eltern waren fassungslos, als sie ihn dort fanden. «Kind», fragte ihn Maria, «wie konntest du uns nur so etwas antun? Wir haben dich überall verzweifelt gesucht!»

«Warum habt ihr mich gesucht?» erwiderte Jesus. «Ihr hättet doch wissen müssen, daß ich dort sein muß, wo es um Gottes Sache geht.»

Doch sie begriffen nicht, was er damit meinte.

Dann kehrten sie gemeinsam nach Nazareth zurück, und Jesus war seinen Eltern gehorsam. Seine Mutter aber vergaß nichts von dem, was sie erlebt hatte.

 

 

5. Neues Testament

Philipperbrief Kapitel 2,

Verse 19 – 23

Im Vertrauen auf unseren Herrn Jesus hoffe ich, daß ich Timotheus bald zu euch schicken kann. Könnte er mir doch endlich berichten, wie es euch geht, denn das würde mir auch neuen Mut und neue Kraft geben! Mit niemandem bin ich im Glauben so verbunden wie mit Timotheus, und kein anderer wird sich so um euch kümmern wie er.

Alle andern beschäftigen sich mit ihren eigenen Angelegenheiten und nicht mit der Sache Jesu Christi.

Aber ihr wißt ja selbst, wie zuverlässig Timotheus ist. Wie ein Kind seinem Vater hilft, so hat er sich eingesetzt und mit mir das Evangelium verkündigt.

Ich will ihn zu euch schicken, sobald ich weiß, wie es hier mit mir weitergeht.

 

6. Neues Testament

1.Timotheusbrief Kapitel 4, Vers 12 bis Kapitel 5, Vers 2

Niemand hat ein Recht, auf dich herabzusehen, weil du noch so jung bist. Allerdings mußt du in jeder Beziehung ein Vorbild sein, in allem, was du sagst und tust: in der Liebe, im Glauben und in deiner ganzen Gesinnung.

Solange ich nicht wieder bei euch bin, lies du in der Gemeinde aus der Heiligen Schrift vor, ermutige die Christen und unterrichte sie.

Setze die Gabe ein, die Gott dir schenkte, als er dich durch ein prophetisches Wort in der Gemeinde für diese Aufgabe bestimmte und die Ältesten dir segnend die Hände auflegten.

Gebrauche diese deine Gabe, dann wird jeder erkennen, wie dein Glaube in jeder Hinsicht wächst.

Achte auf dich selbst; sieh zu, daß du die Lehre von Jesus Christus rein und unverfälscht weitergibst. Laß dich auf keinen Fall davon abbringen. Dann wirst du selbst gerettet und alle, die auf dich hören. Einem älteren Mann begegne mit Achtung, und rede mit ihm wie mit

einem Vater, wenn du ihn ermahnen mußt. Die jungen Männer behandle als deine Brüder.

Sei zu den älteren Frauen wie zu deiner Mutter und zu den jüngeren wie zu deinen Schwestern, aufrichtig und zurückhaltend.

 

7. Neues Testament

Titusbrief Kapitel 2,

Verse 1 – 7

Du aber sollst dich in allem, was du sagst, nach Gottes unverfälschtem Wort richten. Den älteren Männern sage, daß sie maßvoll, ehrbar und besonnen leben sollen; dabei treu in ihrem Glauben, voller Liebe und Geduld.

Von den älteren Frauen verlange, daß sie ein Leben führen, wie es Gott Ehre macht. Sie sollen nicht klatschen und tratschen noch sich betrinken, sondern in allen Dingen mit gutem Beispiel vorangehen.

So können sie die jungen Frauen zu einem guten, geordneten Leben anleiten; dazu, daß sie ihre Männer und Kinder lieben,

nicht anstößig und unbeherrscht handeln, ihren Haushalt gut versorgen, sich liebevoll und gütig verhalten und ihre Männer achten, damit Gottes Wort durch sie nicht in Verruf gerät.

Ebenso mußt du die jungen Männer ermahnen, beherrscht und ordentlich zu leben.

Vor allem sei du ihnen in jeder Hinsicht ein gutes Vorbild. Das gilt für alles, was du lehrst, aber auch für dein persönliches Leben.