Lebenskrisen - wie finde ich Halt?

1. Altes Testament
Richter Kapitel 10,
Verse 9 - 16
Sie überquerten den Jordan und griffen auch die Stämme Juda, Benjamin und Ephraim an. So gerieten die Israeliten in große Not.
Sie schrien zum Herrn und bekannten: «Wir haben gegen dich gesündigt! Wir haben dich verlassen und anderen Göttern gedient!»
Der Herr antwortete ihnen: «Von so vielen Feinden habe ich euch schon befreit: von den Ägyptern, den Amoritern, den Ammonitern und den Philistern.
Ich habe euch auch geholfen, als die Sidonier, die Amalekiter und die Maoniter euch aus eurem Land verdrängen wollten und ihr zu mir um Hilfe schriet.
Trotzdem habt ihr mir immer wieder den Rücken gekehrt und andere Götter verehrt!
Warum fleht ihr nicht die Götter an, die ihr euch selbst ausgesucht habt? Sollen sie euch doch retten aus eurer Not!»
Aber die Israeliten gaben nicht auf; sie beteten zum Herrn: «Wir sind schuldig! Du kannst mit uns tun, was du für richtig hältst. Nur rette uns noch dies eine Mal!»
Sie beseitigten die fremden Götter und dienten wieder dem Herrn. Da konnte er ihr Elend nicht länger ertragen.
2. Altes Testament
Hiob Kapitel 36,
Verse 5, 7 – 1, 13, 15, 16
Wie mächtig ist Gott! Und doch verachtet er keinen. Ja, mächtig ist er und voll Willenskraft.
Wer ihm die Treue hält, den vergißt er nicht, nein, er stellt ihn Königen gleich, betraut ihn für immer mit einem hohen Amt.
Und wenn Menschen in Ketten liegen, elend gefangen, mit Stricken gefesselt,
dann redet er ihnen ins Gewissen, überführt sie von ihrer Schuld und aller Überheblichkeit.
Er macht sie bereit, auf seine Zurechtweisung zu hören, und sagt ihnen, sie sollen vom Unrecht ablassen.
Wenn sie Gott gehorchen und ihm dienen, werden sie ihre Lebensjahre glücklich und zufrieden verbringen.
Wer Gott verworfen hat, der ist bitter gegen ihn; er fleht nicht einmal dann um Gnade, wenn Gott die Fesseln enger zieht.
Doch wer sich vor Gott demütigt, den wird er aus dem Elend retten und ihm in der Not die Augen öffnen.
Auch dich reißt Gott aus den Klauen der Angst, er will dir wieder die Freiheit schenken; dann füllen die besten Speisen wie früher deinen Tisch.
3. Altes Testament
Psalm 3, Verse 2 u. 4 – 6
O Herr, überall bedrängen mich Feinde! So viele haben sich gegen mich verschworen.
Aber du, Herr, nimmst mich in Schutz. Du stellst meine Ehre wieder her und verhilfst mir zu meinem Recht.
Ich schreie zum Herrn: Hilf mir doch! Er hört mich in seinem Heiligtum und antwortet mir.
Darum kann ich beruhigt einschlafen, denn ich weiß: Gott beschützt mich.
4. Altes Testament
Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen.
Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen, weil er der gute Hirte ist.
Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab.
Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und gibst mir mehr als genug.
Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.
5. Altes Testament
Klagelieder Kapitel 3,
Verse 17 – 26
Was Frieden und Glück ist, weiß ich nicht mehr. Du, Herr, hast mir alles genommen.
Darum sagte ich: Meine Kraft ist geschwunden, und meine Hoffnung auf den Herrn ist dahin.
Meine Not ist groß, ich habe keine Heimat mehr. Schon der Gedanke daran macht mich krank.
Und doch denke ich ständig daran und liege am Boden.
Aber eine Hoffnung bleibt mir noch, an ihr halte ich fest:
Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf,
es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr!
Darum sage ich: Herr, ich brauche nur dich! Auf dich will ich hoffen.
Denn der Herr ist gut zu dem, der ihm vertraut und ihn von ganzem Herzen sucht.
Darum ist es das beste, geduldig zu sein und auf die Hilfe des Herrn zu warten.
6. Neues Testament
Matthäus Kapitel 6,
Verse 19 – 21
«Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie verlieren schnell ihren Wert oder werden gestohlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die nie ihren Wert verlieren und die kein Dieb mitnehmen kann.
Wo nämlich eure Schätze sind, da zieht es euch hin.»
7. Neues Testament
Lukas Kapitel 6
Verse 46 – 49
«Warum nennt ihr mich dauernd 'Herr!', wenn ihr doch nicht tut, was ich euch sage? Wißt ihr, mit wem ich einen Menschen vergleiche, der meine Worte hört und danach handelt?
Er ist wie ein Mann, der sich ein Haus bauen wollte. Zuerst hob er eine Baugrube aus, dann baute er die Fundamente seines Hauses auf festen, felsigen Grund. Als ein Unwetter kam und die Fluten gegen das Haus brandeten, konnte es keinen Schaden anrichten, denn das Haus war auf sicherem Grund gebaut.
Wer sich meine Worte allerdings nur anhört und nicht danach lebt, der ist wie einer, der beim Bauen auf das Fundament verzichtet und sein Haus auf weichen Boden baut. Bei einem Unwetter unterspülen die Fluten sein Haus, und es stürzt ein. Übrig bleibt nur ein Trümmerhaufen.»
8. Neues Testament
2.Korintherbrief Kapitel 1,
Verse 3 – 5 u. 8 - 11
Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater voller Barmherzigkeit, der Gott, der uns in jeder Not tröstet! In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so daß wir auch andere trösten können, die wegen ihres Glaubens zu leiden haben. Wir trösten sie, wie Gott auch uns getröstet hat.
Weil wir Christus gehören und ihm dienen, müssen wir viel leiden, aber in ebenso reichem Maße erfahren wir auch seine Hilfe.
Liebe Brüder! Ich meine, ihr solltet wissen, daß wir in der Provinz Asien Schweres erdulden mußten. Wir waren mit unseren Kräften am Ende und hatten schon mit dem Leben abgeschlossen.
Unser Tod schien unausweichlich. Aber Gott wollte, daß wir uns nicht auf uns selbst verlassen, sondern auf ihn, der die Toten zu neuem Leben erweckt.
Und tatsächlich hat Gott uns vor dem Tod gerettet. Er wird es auch in Zukunft tun; davon bin ich überzeugt.
Denn auch ihr betet ja für uns. Und so werden nicht nur wir, sondern viele Gott dafür danken, daß er uns bewahrt hat.
9. Neues Testament
Philipperbrief Kapitel 4
Verse 4 - 7
Freut euch, daß ihr zu Jesus Christus gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch!
Jeder soll eure Güte und Freundlichkeit erfahren. Denn: Der Herr kommt bald!
Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!
Gott wird euch seinen Frieden schenken, den Frieden, der all unser Verstehen, all unsere Vernunft übersteigt, der unsere Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahrt.
10. Neues Testament
Hebräerbiref Kapitel 10,
Verse 35 - 39
Kapitel 11, Verse 1 u. 7
Kapitel 12, Vers 1 - 2
Werft nun euer Vertrauen nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft.
Aber ihr müßt standhaft bleiben und tun, was Gott von euch erwartet. Er wird euch alles geben, was er zugesagt hat.
Denn das steht fest: «Es dauert nur noch eine kurze Zeit, bis der kommen wird, der angekündigt ist. Er wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Wer an ihn glaubt, wird leben, weil ihm die Schuld vergeben ist. Wer aber zurückweicht und aufgibt, an dem wird Gott kein Gefallen finden.»
Doch wir gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verlorengehen. Wir gehören zu denen, die am Glauben festhalten und das ewige Leben gewinnen.
Was aber heißt: Glaube? Der Glaube ist die feste Gewißheit, daß sich erfüllt, was Gott versprochen hat; er ist die tiefe Überzeugung, daß die unsichtbare Welt Gottes Wirklichkeit ist, auch wenn wir sie noch nicht sehen können.
Unsere Väter lebten diesen Glauben. Deshalb sind sie Vorbilder für uns.
Auch Noah glaubte Gott und befolgte seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl von einer Gefahr weit und breit nichts zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurden auch der Unglaube und Ungehorsam der anderen Menschen offenkundig. Und dieser Glaube war es, durch den Noah Gottes Anerkennung fand.
Wie Zuschauer im Stadion die Wettkämpfer anfeuern, so sind diese Zeugen des Glaubens Vorbilder für unseren Kampf. Darum wollen wir alles ablegen, was uns in diesem Kampf behindert, vor allem die Sünde, die uns immer wieder fesseln will. Mit zäher Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten.
Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns gezeigt, wie man diesen Lauf beginnt und als Sieger ans Ziel gelangt. Weil große Freude auf ihn wartete, erduldete Jesus den schmachvollen Tod am Kreuz. Jetzt hat er als Sieger den Platz an der rechten Seite Gottes eingenommen.

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