Home
 Das Projekt
 Persönliches
 Bibel lebensnah
  Tipps z. Bibellesen
  Bibel-Specials
  Bekannte Texte
  Wo steht was?
  Mölmsch
 Kurz und wichtig
 Kontakt/Adressen
 Sitemap

Druckansicht PDA-Ansicht
Konflikte lösen

1. Altes Testament

1.Buch Mose Kapitel 13,

Verse 5 - 12

Wie Abram war auch Lot sehr reich: Er besaß viele Schafe, Ziegen und Rinder und eine große Anzahl Diener und Mägde.

Darum gab es nicht genug Weideplätze für alle Viehherden. Sie konnten unmöglich zusammenbleiben,

zumal die Kanaaniter und die Perisiter noch im Land wohnten. Immer wieder gerieten Abrams und Lots Hirten aneinander.

Abram besprach das mit Lot: «Es soll kein böses Blut zwischen unseren Hirten geben! Wir sind doch Verwandte und sollten uns nicht streiten!

Es ist besser, wenn wir uns trennen. Das Land ist groß genug. Entscheide du, wo du dich niederlassen möchtest! Wenn du den Westen wählst, gehe ich nach Osten. Wenn du lieber nach Osten ziehst, gehe ich nach Westen.»

Lot betrachtete das Land genau und sah die fruchtbare Jordanebene - überall reich bewässert, bis nach Zoar hin. Später veränderte sich die Landschaft, nachdem der Herr Sodom und Gomorra vernichtet hatte. Die Jordanebene sah aus wie der Garten des Herrn oder das Niltal in Ägypten.

Darum wählte Lot diese Gegend. Er verabschiedete sich von Abram und machte sich auf den Weg nach Osten.

Abram blieb im Land Kanaan, während Lot sich bei den Städten in der Jordanebene aufhielt und mit seinen Zelten umherzog, bis er an die Stadt Sodom herankam.

 

2. Altes Testament

1.Buch der Könige

Kapitel 3, Verse 16 - 28

Eines Tages kamen zwei Prostituierte zum König Salomo.

«Mein Herr», begann die eine, «wir beide wohnen zusammen im selben Haus. Vor einiger Zeit habe ich in diesem Haus ein Kind bekommen.

Nur zwei Tage nach mir bekam auch diese Frau ein Kind. In dieser Zeit waren wir ganz allein im Haus, niemand war bei uns.

Eines Nachts legte sie sich versehentlich im Schlaf auf ihren Jungen und erdrückte ihn.

Als sie es merkte, stand sie mitten in der Nacht auf und nahm mir meinen Sohn aus den Armen, während ich fest schlief. Mir legte sie den toten Jungen in die Arme und nahm mein Kind zu sich.

Als ich morgens aufwachte und meinen Sohn stillen wollte, merkte ich, daß er tot war. Sobald es hell wurde, sah ich ihn mir genauer an. Und was entdeckte ich? Es war gar nicht der Junge, den ich geboren hatte!»

«Nein», unterbrach die andere Frau, «das stimmt nicht! Mein Sohn lebt, und deiner ist tot.» «Falsch», schrie die erste sie an, «ich sage die Wahrheit: dein Sohn ist tot, und meiner lebt!» So zankten sie vor dem König.

Da sagte Salomo: «Ihr streitet euch also darum, wem das lebende Kind gehört. Beide sagt ihr: 'Der Junge, der lebt, gehört mir, der tote ist deiner'.»

Dann befahl er: «Bringt mir ein Schwert!» Als man die Waffe gebracht hatte, gab Salomo den Befehl: «Teilt das lebendige Kind in zwei gleiche Teile, und gebt dann jeder der beiden Frauen eine Hälfte!»

Als die wirkliche Mutter des Jungen das hörte, brach es ihr schier das Herz, und sie bat den König: «Bitte, Herr, tötet das Kind nicht, ich flehe Euch an! Lieber soll sie es bekommen!» Die andere aber sagte: «Doch, zerschneidet es nur, es soll weder mir noch dir gehören!»

Da befahl der König: «Tötet den Säugling nicht, sondern gebt ihn der Frau, die ihn um jeden Preis am Leben erhalten will, denn sie ist die Mutter!»

Bald wußte man in ganz Israel, wie weise König Salomo geurteilt hatte, und alle hatten große Ehrfurcht vor ihm. Denn sie merkten, daß Gott ihm Weisheit schenkte und ihm half, gerechte Urteile zu fällen.

 

3. Neues Testament

Matthäus Kapitel 5,

Verse 7 / 23 – 26

Glücklich sind die Barmherzigen, denn Gott wird auch mit ihnen

barmherzig sein.

Doch ich sage euch: Schon wer auf seinen Bruder zornig ist, den erwartet das Gericht. Wer zu seinem Bruder 'Du Idiot!' sagt, der wird vom Obersten Gericht abgeurteilt werden, und wer ihn verflucht, dem ist das Feuer der Hölle sicher.

Wenn du während des Gottesdienstes ein Opfer bringen willst und dir fällt plötzlich ein, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,

dann laß dein Opfer liegen, gehe zu deinem Bruder und versöhne dich mit ihm. Erst danach bringe Gott dein Opfer.

Setze alles daran, dich noch auf dem Weg zum Gericht mit deinem Gegner zu einigen. Du könntest sonst verurteilt werden und in das Gefängnis kommen.

Von dort wirst du nicht eher wieder herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig deiner Schuld bezahlt hast.»

 

4. Neues Testament

Matthäus Kapitel 6,

Verse 12 – 15 und Kapitel 7,

Verse 1 – 5

Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die uns Unrecht getan haben.

Bewahre uns davor, daß wir dir untreu werden, und befreie uns vom Bösen. Denn dir gehören Herrschaft, Macht und Ehre für alle Zeiten. Amen!'

/

Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch nicht vergeben.»

«Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt.

Denn so wie ihr jetzt andere verurteilt, werdet auch ihr verurteilt werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere legt, wird man euch selber messen.

Du regst dich auf über die kleinen Schwächen deines Bruders und erkennst nicht deine eigene, viel größere Schuld.

Du sagst: 'Mein Freund, komm her! Ich will dir die Augen für deine Fehler öffnen!' Dabei bist du blind für deine eigene Schuld.

Du Heuchler! Kümmere dich zuerst um deine Fehler, dann versuche, deinem Bruder zu helfen.

 

5. Neues Testament

Matthäus Kapitel 18,

Verse 21 – 35

Da fragte Petrus: «Herr, wie oft muß ich meinem Bruder vergeben, wenn er mir Unrecht tut? Ist siebenmal denn nicht genug?» «Nein», antwortete Jesus. «Nicht nur siebenmal. Es gibt gar keine Grenze. Du mußt bereit sein, ihm immer wieder zu vergeben.»

«Man kann das Reich Gottes mit einem König vergleichen, der mit seinen Verwaltern abrechnen wollte.

Zu ihnen gehörte ein Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.

Aber er konnte diese Schuld nicht bezahlen. Deshalb wollte der König ihn, seine Frau, seine Kinder und seinen gesamten Besitz verkaufen lassen, um wenigstens einen Teil seines Geldes zu bekommen.

Doch der Mann fiel vor dem König nieder und flehte ihn an: 'Herr, hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen.'

Da hatte der König Mitleid. Er gab ihn frei und erließ ihm seine Schulden.

Kaum war der Mann frei, ging er zu einem Mitarbeiter, der ihm einen kleinen Betrag schuldete, packte ihn und schrie: 'Bezahle jetzt endlich deine Schulden!'

Da fiel dieser Arbeiter vor ihm nieder und bettelte: 'Hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen!'

Aber der Verwalter wollte nicht warten und ließ ihn ins Gefängnis bringen, bis er alles bezahlt hätte.

Als nun die anderen sahen, was sich da ereignet hatte, waren sie empört und berichteten es dem König.

Der König ließ den Mann, dem er die Schulden erlassen hatte, zu sich kommen und sagte: 'Was bist du doch für ein hartherziger Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast.

Hättest du da nicht auch mit deinem Mitarbeiter Erbarmen haben können, so wie ich mit dir?'

Zornig übergab er ihn den Folterknechten. Sie sollten ihn erst dann wieder freilassen, wenn er alle seine Schulden zurückgezahlt hätte.

Das gleiche wird mit euch geschehen, wenn ihr euch weigert, eurem Bruder wirklich zu vergeben.»

 

6. Neues Testament

Lukas Kapitel 6,

Verse 27 – 35

«Euch allen sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen.

Schlägt dir jemand ins Gesicht, dann wehr dich nicht gegen den zweiten Schlag. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben.

Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat.

Seid zu den Leuten genauso, wie ihr auch von ihnen behandelt werden wollt.

Oder erwartet ihr einen Lohn dafür, wenn ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tut schließlich jeder.

Ist es etwas Besonderes, denen Gutes zu tun, die auch zu euch gut sind? Das können auch Menschen, die Gott ablehnen.

Was ist schon dabei, Leuten Geld zu leihen, von denen man genau weiß, daß sie es zurückzahlen? Dazu braucht man nichts von Gott zu wissen.

Ihr aber sollt eure Feinde lieben und den Menschen Gutes tun. Ihr sollt ihnen helfen, ohne einen Dank oder eine Gegenleistung zu erwarten. Gott wird euch reich belohnen, weil ihr wie seine Kinder handelt. Denn auch er ist gütig zu Undankbaren und Bösen.» «Seid so barmherzig wie euer Vater im Himmel!

 

 

7. Neues Testament

Römerbrief Kapitel 14,

Verse 10 – 13

Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen? Und warum verachtest du deinen Bruder, nur weil er sich anders verhält? Vergiß nicht, daß wir einmal alle vor Gott stehen werden und er über uns urteilt.

Hat nicht schon Jesaja geschrieben: «So wahr ich lebe, spricht der Herr: Vor mir werden alle niederknien, und alle werden bekennen, daß ich der Herr bin!»

So wird also jeder für sich selbst vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in Bedrängnis bringen oder in seinem Glauben verunsichern.

 

8. Neues Testament

1.Petrusbrief Kapitel 3,

Verse 9 – 12

Vergeltet nicht Böses mit Bösem, bleibt freundlich, auch wenn man euch beleidigt. Denkt und redet Gutes über den andern, denn ihr wißt ja, wieviel Segen Gott euch zugedacht hat.

Es heißt doch in der Heiligen Schrift: «Wer sich am Leben freuen und gute Tage erleben will, der achte auf das, was er sagt. Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über seine Lippen kommen.

Vom Bösen soll er sich abwenden und das Gute tun. Er setze sich unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein.

Denn Gott sieht mit Freude auf solche Menschen und wird ihre Gebete erhören. Wer aber Böses tut, wird Gottes Zorn zu spüren bekommen.»