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Toleranz und Wahrheit

1. Neues Testament

Johannes Kapitel 14,

Verse 6 – 7

Jesus antwortete: «Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.

Kennt ihr mich, dann kennt ihr auch meinen Vater. Von jetzt an kennt ihr ihn; ja, ihr habt ihn schon gesehen!»

 

2. Neues Testament

Apostelgeschichte 5,

Verse 34 – 40

Da stand Gamaliel auf, ein Pharisäer und hochangesehener Schriftgelehrter. Er ließ die Apostel für kurze Zeit hinausbringen; dann wandte er sich an die Gerichtsversammlung: «Ihr Männer von Israel, seid vorsichtig und überlegt euch genau, was ihr gegen diese Leute unternehmt.

Schon früher glaubten manche Männer, etwas Besonderes zu sein, wie Theudas zum Beispiel. Etwa vierhundert Männer konnte er als Anhänger gewinnen. Aber er wurde getötet, und von seinen Leuten ist keiner mehr zu finden. Niemand spricht mehr von ihnen.

Zur Zeit der Volkszählung unternahm Judas aus Galiläa einen Aufstand. Viele Leute schlossen sich ihm an. Aber auch er kam um, und von seiner Bewegung spricht kein Mensch mehr.

Deshalb rate ich euch: Laßt diese Männer in Ruhe! Wenn es ihre eigenen Ideen und Taten sind, für die sie sich einsetzen, werden sie scheitern.

Steht aber Gott dahinter, könnt ihr ohnehin nichts dagegen unternehmen. Oder wollt ihr gegen Gott kämpfen?»

Das überzeugte alle. Man rief die Apostel wieder herein, ließ sie auspeitschen und verbot ihnen noch einmal, von Jesus zu reden. Dann wurden sie freigelassen.

 

3. Neues Testament

Römerbrief Kapitel 1,

Verse 18 – 23

Gottes heiliger Zorn trifft alle Menschen, die sich gegen ihn auflehnen. Sie führen ein gottloses Leben, voller Ungerechtigkeit, und unterdrücken dadurch die Wahrheit. Dabei wissen sie ganz genau, daß es Gott gibt, er selbst hat ihnen dieses Wissen gegeben.

Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Deshalb kann sich niemand damit entschuldigen, daß er von Gott nichts gewußt hat.

Obwohl die Menschen Gott schon immer kannten, wollten sie ihn nicht anerkennen und ihm nicht danken. Statt dessen beschäftigten sie sich mit belanglosen Dingen und konnten schließlich in ihrer Unvernunft Gottes Willen nicht mehr erkennen.

Sie meinten, besonders klug zu sein, und waren in Wirklichkeit die größten Narren.

Statt den ewigen Gott zu ehren, begeisterten sie sich für vergängliche Idole; abgöttisch verehrten sie sterbliche Menschen, ja sogar alle möglichen Tiere.

 

4. Neues Testament

Römerbrief Kapitel 14,

Verse 7 – 19

Schließlich: Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.

Leben wir, dann leben wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder sterben: Wir gehören dem Herrn.

Denn dafür ist Christus gestorben und zu neuem Leben auferstanden, daß er im Leben wie im Sterben unser Herr ist.

Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen? Und warum verachtest du deinen Bruder, nur weil er sich anders verhält? Vergiß nicht, daß wir einmal alle vor Gott stehen werden und er über uns urteilt.

Hat nicht schon Jesaja geschrieben: «So wahr ich lebe, spricht der Herr: Vor mir werden alle niederknien, und alle werden bekennen, daß ich der Herr bin!»

So wird also jeder für sich selbst vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in Bedrängnis bringen oder in seinem Glauben verunsichern.

Ich weiß, und Christus bestätigt es mir, daß es keine Speise gibt, die uns von Gott trennt, weil sie «unrein» wäre. Wer aber etwas für «unrein» hält, für den ist es tatsächlich «unrein».

Wenn du aber durch das, was du ißt, deinen Bruder verwirrst oder ihn sogar dazu verführst, gegen sein Gewissen zu handeln, dann bist du lieblos. Wegen irgendwelcher Speisen dürft ihr auf keinen Fall den Glauben eures Bruders zerstören, für den doch Christus auch gestorben ist.

Achtet also darauf, daß nicht durch derartige Nebensächlichkeiten der Glaube an Christus in Verruf gerät.

Denn es geht allein um das Reich Gottes, nicht um Essen und Trinken. Es geht darum, daß Gott jeden annimmt, der zu ihm kommt, und ihn durch seinen Heiligen Geist mit Frieden und Freude erfüllt.

Wer Christus in dieser Weise dient, an dem hat Gott Freude, und auch die Menschen werden ihn achten.

Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben, und einander helfen, im Glauben zu wachsen.

 

5. Neues Testament

1.Korintherbrief Kapitel 2,

Vers 13 und Kapitel 3,

Verse 18 – 23

Was wir euch verkündigen, kommt nicht aus menschlicher Klugheit oder menschlichem Wissen, sondern wird uns vom Heiligen Geist eingegeben. Deshalb kann nur der Gottes Geheimnisse verstehen und erklären, der sich von Gottes Geist leiten läßt.

Macht euch doch nichts vor! Wenn sich jemand einbildet, in dieser Welt besonders klug und weise zu sein, der muß den Mut aufbringen, als töricht zu gelten. Nur dann wird er wirklich weise.

Denn alle Weisheit dieser Welt ist in den Augen Gottes nichts als Torheit. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: «Er fängt die Klugen mit ihrer eigenen Klugheit.»

Und in den Psalmen steht: «Der Herr durchschaut die menschlichen Gedanken in all ihrer Sinnlosigkeit.»

Merkt ihr, wie unsinnig es ist, sich auf Menschen etwas einzubilden? Euch gehört doch alles:

Paulus, Apollos und Petrus, ja die ganze Welt, das Leben wie der Tod, die Gegenwart wie die Zukunft - alles gehört euch!

Ihr selbst aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.

 

6. Neues Testament

Epheserbrief Kapitel 5,

Verse 1 – 14

Weil ihr Gottes geliebte Kinder seid, sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben. Und Gott hat dieses Opfer angenommen.

Ist es da nicht selbstverständlich, daß ihr euch von allen Ausschweifungen fernhaltet, von Schamlosigkeiten ebenso wie von Habgier? Ihr sollt nicht einmal darüber reden, geschweige denn, daß man euch so etwas nachsagt!

Genausowenig paßt unanständiges, gemeines und zweideutiges Gerede zu euch. Eure Sache ist es vielmehr, Gott zu danken und ihn zu loben.

Denn eins ist klar: In Gottes Reich ist kein Platz für solche, die ein ausschweifendes, schamloses Leben führen oder von Habgier besessen sind; denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an.

Laßt euch von niemandem zur Sünde verführen, der euch durch sein leeres Geschwätz einreden will, daß dies alles harmlos ist. Gott nimmt unsere Sünde sehr ernst, und sein Zorn wird alle treffen, die ihm nicht gehorchen.

Darum meidet solche Leute!

Früher war es auch in euch dunkel und finster wie bei ihnen; aber heute ist das anders: Durch Christus ist es licht und hell in euch geworden.

Darum lebt nun auch wie Kinder des Lichts! Ein solches Leben führt zu aufrichtiger Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit.

Prüft in allem, was ihr tut, ob es auch Gottes Wille ist.

Laßt euch auf keine finsteren Machenschaften ein; im Gegenteil, helft sie ans Licht zu bringen.

Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, daß man nicht einmal davon reden soll.

Doch wenn das Licht Gottes auf diese Dinge fällt, werden sie erst richtig sichtbar.

Was Gott ans Licht bringt, kann hell werden. Denn sein Licht ist stärker als alle Finsternis und Sünde. Deshalb heißt es auch in einem Lied: «Erwache aus deinem Schlaf! Erhebe dich von den Toten! Und Christus wird dein Licht sein.»

 

7. Neues Testament

Jakobusbrief Kapitel 3

Verse 13 – 18

Wer von euch meint, klug und weise zu sein, der soll das durch sein ganzes Leben zu erkennen geben, durch seine Freundlichkeit und Güte. Sie sind Kennzeichen der wahren Weisheit. Seid ihr aber voller Neid und Haß, dann braucht ihr euch auf eure angebliche Weisheit nichts einzubilden. In Wirklichkeit seid ihr dann Lügner und Betrüger.

Eine solche Weisheit kann niemals von Gott kommen. Sie ist irdisch, ungeistlich, ja teuflisch.

Wo Mißgunst und Streit herrschen, da gerät alles in Unordnung; da wird jeder Gemeinheit Tür und Tor geöffnet.

Die Weisheit aber, die von Gott kommt, ist lauter und rein. Sie sucht den Frieden. Sie ist freundlich, bereit nachzugeben und läßt sich etwas sagen. Sie hat Mitleid mit anderen und bewirkt immer und überall Gutes; sie ist unparteiisch, ohne Vorurteile und ohne alle Heuchelei.

Nur wer selber Frieden schafft, wird erfahren, daß seine Gerechtigkeit und Friedfertigkeit Früchte tragen.

 

 

 

 

 

 

8. Neues Testament

2.Johannesbrief Kapitel 1,

Verse 1 – 6

Als verantwortlicher Ältester wende ich mich heute an eure Gemeinde und an jeden einzelnen von euch. Ich liebe euch von ganzem Herzen; aber nicht nur ich, sondern auch alle anderen, die in Christus die Wahrheit erkannt haben, lieben euch. Diese Wahrheit verbindet uns und wird uns immer und ewig miteinander verbinden.

Ich bitte für uns alle um Gnade, Erbarmen und Frieden von Gott, unserem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus, damit wir in Gottes Wahrheit und in seiner Liebe bleiben. Ich bin sehr froh darüber, daß ich in eurer Gemeinde einige gefunden habe, die sich nach Gottes Wahrheit richten, so wie es Gottes Willen entspricht.

Eure ganze Gemeinde möchte ich jetzt an das wichtigste Gebot erinnern: Wir sollen einander lieben. Ihr wißt ja, daß ich damit nichts Neues sage, sondern nur wiederhole, was Gott von Anfang an erwartet hat.

Diese Liebe zeigt sich darin, daß wir nach Gottes Geboten leben. Von Anfang an ist euch das gesagt worden, damit ihr euch auch wirklich danach richtet.