Title: Von Goldenen Kälbern
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Von Goldenen Kälbern und anderen Götzen

1. Altes Testament

5.Buch Mose Kapitel 9

Verse 7 – 21

Denkt nur daran und vergeßt nie, wie ihr in der Wüste den Zorn des Herrn, eures Gottes, herausgefordert habt. Auf dem ganzen Weg von Ägypten bis hierher habt ihr euch gegen ihn aufgelehnt. Am Berg Horeb habt ihr den Herrn so zornig gemacht, daß er euch vernichten wollte.

Ich war gerade auf den Berg gestiegen, um dort vom Herrn die Steintafeln mit den Geboten des Bundes zu empfangen, den er mit euch geschlossen hatte. Vierzig Tage und Nächte blieb ich oben, ohne etwas zu essen und zu trinken.

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Danach übergab der Herr mir die beiden Tafeln. Er selbst hatte die Worte darauf geschrieben, die er aus dem Feuer zu euch gesprochen hatte, als ihr am Fuß des Berges versammelt wart.

Er sagte zu mir: «Steig schnell hinab, denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat große Schuld auf sich geladen. Wie schnell haben sie sich von meinen Geboten abgewandt! Sie haben sich eine Götzenfigur aus Metall gegossen!

Ich weiß jetzt, daß dieses Volk sich immer wieder gegen mich auflehnt.

Versuch nicht, mich aufzuhalten, denn ich will sie vernichten und jede Spur von ihnen auslöschen. Deine Nachkommen aber werde ich zu einem Volk machen, das noch größer und mächtiger ist als sie.»

Da wandte ich mich um und stieg vom Berg herab, der immer noch in Flammen stand. In meinen Händen hielt ich die beiden Steintafeln mit den Geboten des Bundes.

Ich erkannte sofort, daß ihr am Herrn, eurem Gott, schuldig geworden wart: Ihr hattet euch ein goldenes Kalb gegossen. So schnell hattet ihr euch von den Geboten des Herrn abgewandt! Da schleuderte ich die beiden Steintafeln zu Boden und zerschmetterte sie vor euren Augen.

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Ich warf mich vor dem Herrn nieder und betete noch einmal vierzig Tage und Nächte lang, ohne zu essen und zu trinken. Ihr hattet große Schuld auf euch geladen und getan, was der Herr haßt. Nun war er so zornig auf euch, daß ich fürchtete, er würde euch vernichten. Aber auch diesmal erhörte er mich.

Ich betete auch für Aaron, denn der Herr war voller Zorn über ihn und wollte ihn töten.

Das Kalb, dieses abscheuliche Zeichen eurer Sünde, das ihr euch angefertigt hattet, schmolz ich ein. Ich zerrieb und zermalmte es zu Staub und streute ihn in den Bach, der vom Berg herabfließt.

 

2. Altes Testament

1.Buch der Könige Kapitel 18,

Verse 17 – 39

Ahab begrüßte den Propheten mit den Worten: «So, da ist er ja, der Mann, der Israel ins Verderben gestürzt hat!» Elia widersprach: «Nicht ich bin an dem Unheil schuld, sondern du und deine Familie! Ihr macht euch nichts mehr aus den Geboten des Herrn. Du, Ahab, verehrst lieber den Götzen Baal und seine Statuen als den Herrn.

Aber jetzt fordere ich dich auf: Schick die 450 Propheten Baals alle zu mir auf den Berg Karmel! Auch die 400 Propheten der Aschera, die von Königin Isebel versorgt werden, sollen kommen. Sende Boten ins Land, und laß alle Israeliten zu einer Volksversammlung auf den Karmel rufen!»

Da befahl Ahab den Israeliten und allen Propheten, auf den Karmel zu kommen.

Als alle versammelt waren, trat Elia vor die Menge und rief: «Wie lange noch wollt ihr auf zwei Hochzeiten tanzen? Wenn der Herr der wahre Gott ist, dann gehorcht ihm allein! Ist es aber Baal, dann dient nur ihm!» Das Volk sagte kein Wort,

und so fuhr Elia fort: «Ich stehe hier vor euch als einziger Prophet des Herrn, der noch übriggeblieben ist; und dort stehen 450 Propheten Baals.

Und nun bringt uns zwei junge Opferstiere. Die Propheten Baals sollen sich einen aussuchen, ihn in Stücke schneiden und auf das Brennholz legen, ohne es anzuzünden. Den anderen Stier will ich als Opfer zubereiten, und auch ich werde kein Feuer daran legen.

Dann ruft ihr, die Propheten Baals, euren Gott an, ich aber werde zum Herrn beten. Der Gott nun, der mit Feuer antwortet, der ist der wahre Gott.» Die ganze Volksmenge rief: «Ja, das ist gut!»

Da sagte Elia zu den Propheten Baals: «Ihr könnt anfangen, weil ihr so viele seid. Sucht euch einen Stier aus, und bereitet ihn zu; aber keiner darf das Opfer anzünden! Und dann bittet euren Gott, Feuer vom Himmel zu schicken!»

Sie schlachteten ihren Stier und bereiteten ihn für das Opfer zu. Dann begannen sie zu beten. Vom Morgen bis zum Mittag riefen sie ununterbrochen: «Baal, Baal, antworte uns doch!» Sie tanzten um dem Altar, den man für das Opfer errichtet hatte. Aber nichts geschah, es blieb still.

Als es Mittag wurde, begann Elia zu spotten: «Ihr müßt lauter rufen, wenn euer großer Gott es hören soll! Bestimmt ist er gerade in Gedanken versunken, oder er mußte mal austreten. Oder ist er etwa verreist? Vielleicht schläft er sogar noch, dann müßt ihr ihn eben aufwecken!»

Da schrien sie, so laut sie konnten, und ritzten sich nach ihrem Brauch mit Messern und Speeren die Haut auf, bis das Blut an ihnen herunterlief.

Am Nachmittag schließlich gerieten sie vollends in Ekstase. Dieser Zustand dauerte bis gegen Abend an. Aber nichts geschah, keine Antwort, kein Laut, nichts.

Endlich forderte Elia das Volk auf: «Kommt jetzt zu mir herüber!» Sie versammelten sich um ihn, und er baute vor aller Augen den Altar des Herrn wieder auf, den man niedergerissen hatte.

Er nahm dazu zwölf Steine nach der Zahl der Söhne Jakobs, von denen die zwölf Stämme Israels abstammen. Der Herr hatte Jakob später den Namen Israel gegeben.

Mit den zwölf Steinen baute Elia einen Altar für den Herrn. Rund herum zog er einen Graben.

Dann schichtete er das Brennholz auf den Altar, zerteilte den Opferstier und legte ihn auf das Holz.

Zuletzt befahl er: «Holt vier Eimer Wasser, und gießt sie über das Opfer und das Holz!» Dies genügte ihm aber noch nicht, und so gab er den gleichen Befehl ein zweites und ein drittes Mal,

bis das Wasser schließlich auf allen Seiten am Altar herunterlief und den Graben füllte.

Zur Zeit des Abendopfers trat Elia vor den Altar und betete laut: «Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute sollen alle erkennen, daß du allein der Gott unseres Volkes bist. Jeder soll sehen, daß ich dir diene und dies alles nur auf deinen Befehl hin getan habe.

Erhöre mein Gebet, Herr! Antworte mir, damit dieses Volk endlich einsieht, daß du, Herr, der wahre Gott bist und sie wieder dazu bringen willst, dir allein zu dienen.»

Da ließ der Herr Feuer vom Himmel fallen. Es verzehrte nicht nur das Opferfleisch und das Holz, sondern auch die Steine des Altars und den Erdboden darunter. Sogar das Wasser im Graben leckten die Flammen auf.

Als die Israeliten das sahen, warfen sie sich zu Boden und riefen: «Der Herr allein ist Gott! Der Herr allein ist Gott!»

 

3. Altes Testament

Hosea Kapitel 8, Verse 1 – 7

«Blast das Horn und schlagt Alarm! Der Feind stürzt sich wie ein Adler auf mein Land. Denn seine Bewohner haben den Bund gebrochen, den ich mit ihnen geschlossen habe. Bewußt haben sie meine Weisungen und Gebote verletzt. Sie schreien zwar zu mir um Hilfe und berufen sich darauf, daß sie mein Volk sind,

doch sie verachten, was in meinen Augen gut und richtig ist. Darum gebe ich sie in die Gewalt ihrer Feinde.

Eigenmächtig haben sie Könige und Hofbeamte eingesetzt, ohne mich, den Herrn, zu fragen. Aus ihrem Silber und Gold gießen sie Götterstatuen - genausogut könnten sie es wegwerfen!

Ich verachte euer goldenes Kalb, ihr Leute von Samaria! Ihr ahnt nicht, wie zornig ich auf euch bin! Wann werdet ihr es wohl schaffen, euch von diesem Schandmal zu befreien?

Was soll diese Götzenstatue in Israel? Ein Handwerker hat sie gemacht, darum ist sie kein Gott! Man wird sie in Stücke hauen!

Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Wenn das Getreide nicht wächst, gibt es auch kein Mehl. Und selbst wenn sich ein paar Ähren fänden, würden Fremde sie verzehren!

 

4. Neues Testament

Matthäus Kapitel 6

Verse 24 – 32

«Niemand kann gleichzeitig zwei Herren dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des andern nicht kümmern können. Genausowenig könnt ihr zur selben Zeit für Gott und das Geld leben. Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. Leben bedeutet mehr als nur Essen und Trinken, und der Mensch ist mehr als seine Kleidung.

Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, daß er sich um euch noch viel mehr kümmert?

Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben auch nicht um einen Augenblick verlängern.

Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch die Blumen auf den Wiesen an! Sie arbeiten nicht und kümmern sich auch nicht um ihre Kleidung.

Doch selbst König Salomo in seiner ganzen Herrlichkeit war lange nicht so prächtig gekleidet wie irgendeine dieser Blumen.

Wenn aber Gott sogar das Gras so schön wachsen läßt, das heute auf der Wiese grünt und morgen vielleicht schon verbrannt wird, meint ihr, daß er euch dann vergessen würde? Vertraut ihr Gott so wenig?

Hört also auf, voller Sorgen zu denken: 'Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?'

Wollt ihr denn leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und sich nur mit diesen Dingen beschäftigen? Euer Vater im Himmel weiß ganz genau, daß ihr das alles braucht.

 

5. Neues Testament

1.Korintherbrief Kapitel 12,

Verse 1 – 3

Nun möchte ich mit euch, liebe Brüder, noch über die Gaben des Heiligen Geistes sprechen. Ihr wißt, daß es euch mit unwiderstehlicher Gewalt zu den stummen Götzen getrieben hat, als ihr noch keine Christen wart.

Deshalb erkläre ich euch ausdrücklich: Niemand kann sagen: «Verflucht sei Jesus!», wenn in ihm der Heilige Geist wirkt. Auch kann keiner von Herzen bekennen: «Jesus ist der Herr!», wenn er nicht den Heiligen Geist hat.

 

6. Neues Testament

Offenbarung Kapitel 9,

Verse 17 – 21

Und dann sah ich dieses Bild: Die Pferde trugen ebenso wie ihre Reiter feuerrot, himmelblau und schwefelgelb glänzende Rüstungen. Mächtig wie Löwenköpfe waren die Köpfe der Pferde. Feuer, Rauch und brennender Schwefel schossen aus ihren Mäulern.

Mit diesen drei Waffen töteten sie ein Drittel der Menschheit.

Aber nicht nur aus ihren Mäulern kamen Tod und Zerstörung, auch von ihren Schwänzen gingen tödliche Wirkungen aus. Denn ihre Schwänze sahen aus wie Schlangen. Sie bissen zu und töteten.

Doch trotz all dieser entsetzlichen Katastrophen dachten die Überlebenden nicht daran, sich zu ändern und umzukehren. Nach wie vor beteten sie die Dämonen an und ihre selbstgemachten Götzen aus Gold, Silber, Eisen, Stein oder Holz. Und dabei merkten sie nicht, daß diese Götzen völlig unfähig sind. Sie können weder hören noch sehen, ja nicht einmal den kleinsten Schritt tun.

Aber die Menschen kehrten nicht um. Sie hörten nicht auf, einander umzubringen, sich mit okkulten Dingen zu beschäftigen, Unzucht zu treiben und einander

 



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