1. Altes Testament
Psalm 4, Verse 2 u. 7-9
O Gott, hörst du nicht meinen Hilfeschrei? Du bist es doch, der für mich eintritt, der mich verteidigt! Als ich vor Angst gelähmt nicht mehr weiter wußte, hast du mir den rettenden Ausweg gezeigt. So hilf mir auch jetzt und erhöre mein Gebet!
Viele jammern: «Wann wird es uns endlich besser gehen? Herr, laß uns deine Nähe erfahren, damit wir wieder aufatmen können!»
Und wirklich: Du hast mich wieder froh gemacht. Während andere sich nur über eine reiche Ernte freuen können, ist meine Freude viel größer.
Ich kann ruhig schlafen, auch wenn kein Mensch zu mir hält, denn du, Herr, beschützt mich.
2. Altes Testament
Psalm 23
Ein Lied Davids. Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen.
Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen.
Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen, weil er der gute Hirte ist.
Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab.
Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und gibst mir mehr als genug.
Deine Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in deinem Haus darf ich für immer bleiben.
3. Altes Testament
Psalm 25, Verse 15 – 21
Hilfesuchend blicke ich zum Herrn, denn er wird mich aus der Schlinge ziehen.
Wende dich mir zu, Herr, und rechne meine Schuld nicht an, denn ich bin einsam und niedergeschlagen.
Mir ist angst und bange, nimm diese Last von meinem Herzen!
Sieh meinen Jammer und mein Elend an und vergib mir alle meine Sünden!
Herr, meine Feinde sind nicht zu zählen. Abgrundtief hassen sie mich.
Bewahre mein Leben und rette mich! Laß mich nicht scheitern! Bei dir suche ich Zuflucht.
Hilf mir, daß ich aufrichtig und ehrlich leben kann, Herr, ich vertraue dir!
4. Altes Testament
Psalm 32, Verse 1 – 11
Ein Lied Davids zum Nachdenken. Glücklich sind alle, denen Gott ihre Sünden vergeben und ihre Schuld zugedeckt hat!
Glücklich ist der Mensch, dem Gott seine Sünden nicht anrechnet, und der mit Gott kein falsches Spiel treibt!
Erst wollte ich dir, Herr, meine Schuld verheimlichen. Doch davon wurde ich so schwach und elend, daß ich nur noch stöhnen konnte.
Tag und Nacht bedrückte mich dein Zorn, meine Lebenskraft vertrocknete wie Wasser in der Sommerhitze.
Da endlich gestand ich dir meine Sünde; mein Unrecht wollte ich nicht länger verschweigen. Ich sagte: «Ich will dem Herrn meine Vergehen bekennen!» Und wirklich: Du hast mir meine ganze Schuld vergeben!
Darum sollen auch alle, die dich lieben, Herr, zu dir beten. Wer dich zur rechten Zeit anruft, der bleibt verschont von den Wogen des Unheils.
Bei dir bin ich in Sicherheit; du läßt nicht zu, daß ich vor Angst und Not umkomme. Ich singe und juble: «Du hast mich befreit!»
Und du sprichst zu mir: «Ich will dich lehren und dir sagen, wie du leben sollst; ich berate dich, nie verliere ich dich aus den Augen.
Sei nicht wie ein Pferd oder ein Maultier ohne Verstand! Wenn sie wild ausschlagen, mußt du sie mit Zaum und Zügel bändigen, sonst folgen sie dir nicht!»
Wer Gottes Weisungen in den Wind schlägt, der schafft sich Not und Schmerzen. Wer jedoch dem Herrn vertraut, den wird Gottes Güte umgeben.
Freut euch an ihm und jubelt laut, die ihr zum Herrn gehört! Singt vor Freude, die ihr Gott gehorcht!
5. Altes Testament
Psalm 71, Verse 17 – 23
Von Jugend auf bist du mein Lehrer gewesen, und bis heute erzähle ich von deinen Wundertaten.
Laß mich auch jetzt nicht im Stich, o Gott, jetzt, wo ich alt und grau geworden bin! Gib mir noch so viel Zeit, daß ich auch meinen Kindern und Enkeln noch erzählen kann, wie groß und mächtig du bist!
Gott, deine Treue umschließt Himmel und Erde. Du hast große Dinge getan! Wer ist wie du?
Not und Elend hast du mir zwar nicht erspart, aber du erhältst mich am Leben und bewahrst mich vor dem sicheren Tod.
Du bringst mich wieder zu Ehren, ja, du schenkst mir größeres Ansehen als zuvor. Das tröstet mich!
Darum will ich dir mit dem Spiel auf der Harfe danken. Ich lobe deine Treue, du, mein Gott! Zur Laute will ich dir singen, dir, dem heiligen Gott Israels!
Ich juble vor Freude, wenn ich von dir singe, denn du hast mich errettet.
6. Altes Testament
Psalm 139, Verse 1 – 8
Ein Lied Davids. Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.
Ob ich sitze oder stehe - du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.
Ob ich gehe oder liege - du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut.
Schon bevor ich rede, weißt du, was ich sagen will.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir.
Daß du mich so genau kennst - unbegreiflich ist das, zu hoch, ein unergründliches Geheimnis!
Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne daß du mich siehst?
Stiege ich in den Himmel hinauf - du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen - auch dort bist du!
7. Altes Testament
Psalm 143, Verse 1 – 11
Ein Lied Davids. Herr, erhöre mein Gebet! Achte auf mein Flehen und antworte mir! Auf dich kann ich mich verlassen, denn du hältst Wort.
Bring mich nicht vor dein Gericht, denn vor dir ist kein Mensch unschuldig.
Der Feind verfolgt mich und treibt mich in die Enge. Mein Leben ist aufs Äußerste bedroht.
Ich weiß nicht mehr weiter und bin vor Angst wie gelähmt.
Ich denke zurück an früher, an das, was du damals getan hast, und halte mir deine großen Taten vor Augen.
Zu dir strecke ich meine Hände empor im Gebet. Wie ausgedörrtes Land auf Regen, so warte ich sehnsüchtig auf dein Eingreifen.
Herr, antworte mir doch jetzt, denn ich bin völlig am Ende! Laß mich nicht allein, sonst lebe ich nicht mehr lange!
Zeige mir schon früh am Morgen, daß du es gut mit mir meinst, denn ich vertraue dir. Ich brauche dich! Zeige mir, wohin ich gehen soll,
und rette mich vor meinen Feinden! Nur bei dir bin ich geborgen.
Hilf mir, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist! Dann werde ich erleben, wie du mir Hindernisse aus dem Weg räumst.
Herr, stehe zu deinem Wort und hilf mir aus der Not! Es wird deinem Namen Ehre machen, wenn du mich am Leben erhältst.
8. Neues Testament
Johannes Kapitel 16,
Verse 16 – 23
«Ich werde nur noch kurze Zeit bei euch sein. Bald nach meinem Weggehen aber werdet ihr mich wiedersehen.»
«Was meint er bloß damit?» fragten sich die Jünger. «Was heißt: 'Ich werde nur noch kurze Zeit bei euch sein! Aber bald darauf werdet ihr mich doch wiedersehen'? Und was bedeutet es, wenn er sagt: 'Ich gehe zum Vater'?
Und was meint er mit 'Nur noch kurze Zeit'? Wir verstehen das nicht.»
Jesus merkte, daß sie ihn fragen wollten, und sagte: «Macht ihr euch darüber Gedanken, daß ich gesagt habe: 'Ich werde nur noch kurze Zeit bei euch sein, aber bald darauf werdet ihr mich wiedersehen'?
Es wird tatsächlich so kommen, wie ich es euch jetzt sage: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen. Ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll sich in Freude verwandeln.
Das ist genauso wie bei einer Frau, die ein Kind bekommt. Sobald ihr Kind geboren ist, hat sie Angst und Schmerzen der Geburt vergessen. Sie ist nur noch glücklich darüber, daß ihr Kind zur Welt gekommen ist.
Auch ihr seid jetzt sehr traurig, aber ich werde euch wiedersehen. Dann werdet ihr froh und glücklich sein, und diese Freude kann euch niemand mehr nehmen.
Am Tage unseres Wiedersehens werden alle eure Fragen beantwortet sein. Ich versichere euch: Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben.
9. Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 9,
Verse 26 – 31
Nachdem Saulus in Jerusalem angekommen war, versuchte er, sich dort der Gemeinde anzuschließen. Aber alle hatten Angst vor ihm, weil sie nicht glauben konnten, daß er wirklich Christ geworden war.
Endlich nahm sich Barnabas seiner an. Er brachte ihn zu den Aposteln und berichtete dort, wie Saulus auf der Reise nach Damaskus den Herrn gesehen, daß Jesus zu ihm geredet habe und Saulus dann in Damaskus furchtlos den Namen des Herrn verkündigt hatte.
Nun erst wurde Saulus von den Christen in Jerusalem herzlich aufgenommen. Er ging bei ihnen aus und ein und predigte unerschrocken im Namen Jesu.
Mit den griechischsprechenden Juden führte er Streitgespräche.
Als bekannt wurde, daß diese Juden ihn töten wollten, brachten ihn seine Glaubensbrüder sicher nach Cäsarea. Von dort reiste Saulus in seine Heimatstadt Tarsus.
Die Gemeinden in Judäa, Galiläa und Samarien hatten nun Frieden. Sie wuchsen im Gehorsam und in der Hingabe an Gott. Durch das Wirken des Heiligen Geistes wurden viele Menschen für Gott gewonnen.