Matthäus 1
1:18 Gott wird Mensch (Luk. 1,26-2,20)
Und so wurde der Sohn Gottes Mensch: Seine Mutter Maria war mit
Joseph verlobt. Noch ehe sie verheiratet waren, erwartete Maria ein
Kind, das Gottes Geist in ihr geschaffen hatte.
Wörtlich: Mit der Geburt Jesu Christi verhielt es sich so:
1:19 Joseph sah keinen anderen Ausweg, als die Verlobung stillschweigend
aufzulösen. Er wollte nach Gottes Geboten handeln, aber auch Maria
nicht bloßstellen.
1:20 Er grübelte noch darüber nach, wie er sein Problem lösen sollte, als
ihm im Traum ein Engel Gottes erschien, der zu ihm sagte: «Joseph,
du Sohn Davids, zögere nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen!
Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
1:21 Sie wird einen Sohn bekommen, den sollst du Jesus nennen, das heißt
'Retter'. Denn er wird sein Volk von den Sünden befreien.»
1:22 Damit erfüllte sich, was Gott durch seinen Propheten vorhergesagt
hatte:
1:23 «Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den
wird man Immanuel nennen. Das bedeutet: 'Gott ist mit uns!'»
Jesaja 7,14
1:24 Als Joseph erwachte, tat er, was ihm der Engel befohlen hatte, und
nahm Maria als seine Frau zu sich.
1:25 Sie blieb aber Jungfrau bis zur Geburt ihres Sohnes. Joseph gab ihm
den Namen Jesus.
Lukas 2
2:1 Gottes Sohn kommt in die Welt
In dieser Zeit befahl der Kaiser Augustus, daß alle Bewohner des
römischen Reiches namentlich in Listen erfaßt werden sollten.
2:2 Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde
durchgeführt, als Quirinius Gouverneur in Syrien war.
2:3 Jeder mußte in die Stadt gehen, aus der er stammte, um sich dort
eintragen zu lassen.
2:4 Weil Joseph ein Nachkomme Davids war, der in Bethlehem geboren
wurde, reiste er von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa.
2:5 Joseph mußte sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner
jungen Frau Maria, die ein Kind erwartete.
2:6 Als sie in Bethlehem waren, brachte Maria ihr erstes Kind - einen
Sohn - zur Welt.
2:7 Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im
Stall, weil sie in dem Gasthaus keinen Platz bekommen hatten.
2:8 Die Hirten auf dem Feld
In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre
Herden.
2:9 Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht
umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr,
2:10 aber der Engel sagte: «Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die
größte Freude für alle Menschen:
2:11 Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde,
der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der
Herr.
2:12 Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln
gewickelt, in einer Futterkrippe!»
2:13 Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten:
2:14 «Gott im Himmel gehört alle Ehre; denn er hat den Frieden auf die
Erde gebracht für alle, die bereit sind, seinen Frieden
anzunehmen.»
Wörtlich: Friede auf Erden den Menschen des Wohlgefallens.
2:15 Nachdem die Engel sie verlassen hatten, beschlossen die Hirten:
«Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort
geschehen ist und wovon Gottes Engel gesprochen hat.»
2:16 Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Joseph und
das Kind, das in der Futterkrippe lag.
2:17 Als sie das Kind sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel
gesagt hatte.
2:18 Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt.
2:19 Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber
nach.
2:20 Dann kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und
dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Alles
war genau so, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.
2:21 Jesus wird als Retter erkannt
Bei der Beschneidung acht Tage später gab man dem Kind den Namen
Jesus. Dies war der Name, den der Engel nannte, noch ehe Maria das
Kind empfangen hatte.
2:22 Als die Zeit der «Reinigung» vorüber war, wie sie Mose im Gesetz
nach der Geburt eines Kindes vorschreibt, brachten Joseph und Maria
das Kind nach Jerusalem, um es Gott zu weihen.
3.Mose 12,4.6
2:23 Im Gesetz heißt es ausdrücklich: «Jeder erste Sohn der Familie und
jedes erstgeborene männliche Tier sollen dem Herrn gehören.»
2.Mose 13,2.11-16
2:24 Und sie brachten auch ihr Opfer. Das Gesetz verlangte: zwei
Turteltauben oder zwei andere Tauben.
3.Mose 12,8
2:25 In Jerusalem wohnte ein Mann, der Simeon hieß. Er lebte so, wie Gott
es haben will, hielt sich genau an seine Gebote und wartete voller
Sehnsucht auf den Retter Israels. Simeon war erfüllt von Gottes
Heiligem Geist.
2:26 Durch ihn wußte er, daß er nicht sterben würde, bevor er Christus,
den Retter, gesehen hätte.
2:27 Vom Heiligen Geist dazu gedrängt, war er an diesem Tag in den Tempel
gegangen. Als Maria und Joseph das Kind hereinbrachten, um es Gott
zu weihen,
2:28 nahm Simeon es in seine Arme und lobte Gott:
2:29 «Herr, jetzt kann ich in Frieden sterben.
2:30 Denn ich habe den Befreier gesehen,
2:31 den du der ganzen Welt gegeben hast.
2:32 Er ist das Licht für alle Völker, und er wird der Ruhm für dein Volk
Israel sein.»
2:33 Maria und Joseph wunderten sich über seine Worte.
2:34 /
2:35 Simeon segnete sie und sagte dann zu Maria: «An diesem Kind wird
sich das Leben vieler Menschen in Israel entscheiden; denn es wird
entweder ihr Richter oder ihr Retter sein. Viele werden sich ihm
leidenschaftlich widersetzen und dadurch zeigen, daß sie gegen Gott
sind. Der Schmerz darüber wird dir wie ein Schwert durchs Herz
dringen.»
2:36 An diesem Tag hielt sich auch die alte Prophetin Hanna im Tempel
auf, eine Tochter Phanuels aus dem Stamm Asser. Sie war nur sieben
Jahre verheiratet gewesen,
2:37 seit langer Zeit Witwe und nun eine alte Frau von vierundachtzig
Jahren. Hanna verließ den Tempel nur noch selten. Um Gott zu dienen,
betete und fastete sie Tag und Nacht.
2:38 Während Simeon noch mit Maria und Joseph sprach, trat sie hinzu und
begann ebenfalls, Gott zu loben. Allen, die auf die Befreiung
Jerusalems warteten, erzählte sie von diesem Kind.
2:39 Nachdem Joseph und Maria alle Vorschriften des Gesetzes erfüllt
hatten, kehrten sie nach Nazareth in Galiläa zurück.
2:40 Das Kind wuchs heran, erfüllt mit göttlicher Weisheit. Alle konnten
sehen, daß Gottes Segen auf ihm ruhte.
Johannes 1
Jesus Christus - Gottes Wort an die Welt
Am Anfang war das ewige Wort Gottes: Christus.
1:2 Immer war er bei Gott und ihm in allem gleich.
Wörtlich: Am Anfang war das Wort, und das Wort war zu Gott
hin(gewandt), und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang zu Gott
hin(gewandt). Vgl. 1.Mose 1
1:3 Durch ihn wurde alles geschaffen. Nichts ist ohne ihn geworden.
1:4 Von ihm kommt alles Leben, und sein Leben ist das Licht für alle
Menschen.
1:5 Er ist das Licht, das die Finsternis durchbricht, und die Finsternis
konnte dieses Licht nicht auslöschen.
1:6 Gott schickte einen Boten: Johannes den Täufer.
1:7 Er sollte bezeugen, daß Jesus Christus das Licht ist, damit alle an
ihn glauben.
1:8 Johannes selbst war nicht das Licht. Er sollte die Menschen nur auf
das kommende Licht vorbereiten.
1:9 Christus ist dieses wahre Licht, das für alle Menschen in der Welt
leuchtet.
1:10 Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen
wurde, erkannten die Menschen nicht, wer er wirklich war.
1:11 Er kam in seine Welt, aber die Menschen nahmen ihn nicht auf.
1:12 Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht,
Kinder Gottes zu sein.
1:13 Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten,
auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben
gab ihnen allein Gott.
1:14 Gottes Sohn wurde Mensch und lebte unter uns Menschen. Wir selbst
haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem
einzigen Sohn gibt. In Christus sind Gottes Barmherzigkeit und Liebe
wirklich zu uns gekommen.