Lukas 10, 29 - 37
10:29 Aber der Mann wollte sich damit nicht zufrieden geben und fragte
weiter: «Wer gehört denn zu meinen Mitmenschen? Wie ist das
gemeint?»
10:30 Jesus antwortete ihm mit einer Geschichte: «Ein Mann wanderte von
Jerusalem nach Jericho hinunter. Unterwegs wurde er von Räubern
überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, plünderten ihn aus und ließen
ihn halbtot liegen. Dann machten sie sich davon.
10:31 Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen
und ging schnell weiter.
10:32 Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten
Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen großen Bogen
um ihn.
10:33 Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den
Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm.
10:34 Er beugte sich zu ihm hinunter und behandelte seine Wunden. Dann hob
er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo
er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte.
10:35 Als er am nächsten Tag weiterreisen mußte, gab er dem Wirt Geld und
bat ihn: 'Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen,
werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!'»
10:36 «Welcher von den dreien», fragte Jesus jetzt den Schriftgelehrten,
«hat nach deiner Meinung Gottes Gebot erfüllt und an dem
Überfallenen als Mitmensch gehandelt?»
10:37 Der Schriftgelehrte erwiderte: «Natürlich der Mann, der ihm geholfen
hat.» «Dann geh und folge seinem Beispiel!» forderte Jesus ihn auf.