1. Altes Testament
4.Buch Mose Kapitel 12
Verse 5 – 8
Der Herr kam in der Wolkensäule herab und stellte sich an den Eingang des Zeltes. Er rief Aaron und Mirjam, und sie traten vor.
Dann wies er sie zurecht: «Hört, was ich euch sage! Wenn ich einem Propheten unter euch etwas mitteilen will, erscheine ich ihm in einer Vision oder spreche im Traum zu ihm.
Mit Mose aber rede ich anders. Denn er ist mein treuer Diener, ihm habe ich mein Volk anvertraut.
Ich rede mit ihm von Angesicht zu Angesicht, nicht in geheimnisvollen Bildern, sondern in klaren Worten. Er kann mich sogar sehen. Wie könnt ihr es da wagen, ihn anzugreifen?»
2. Altes Testament
5.Buch Mose Kapitel 13
Verse 1 – 4
Haltet euch genau an alle Weisungen, die ich euch gebe! Fügt nichts hinzu, und laßt nichts weg!
In eurem Volk werden sich Leute als Propheten ausgeben oder behaupten, durch Träume Offenbarungen zu empfangen. Sie werden besondere Ereignisse oder Wunder ankündigen,
die tatsächlich eintreffen. Zugleich werden sie euch auffordern: «Kommt, wir folgen anderen Göttern, die ihr noch nicht kennt! Wir wollen ihnen dienen.»
Hört nicht auf sie! Der Herr, euer Gott, stellt euch durch solche Menschen auf die Probe. Er will sehen, ob ihr ihn von ganzem Herzen und mit aller Hingabe liebt.
3. Altes Testament
5.Buch Mose Kapitel 18,
Verse 14 – 22
Die Völker, die ihr vertreibt, hören auf Magier und Wahrsager. Doch euch hat der Herr, euer Gott, dies verboten. Er wird euch einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk. Auf den sollt ihr hören!
Ihr selbst habt euch dies am Berg Horeb vom Herrn gewünscht. Als ihr dort versammelt wart, habt ihr gesagt: «Wenn wir weiter die Stimme des Herrn, unseres Gottes, hören, gehen wir zugrunde. Wir können auch dieses gewaltige Feuer nicht länger ertragen, sonst sterben wir!»
Der Herr antwortete mir damals: «Die Israeliten haben recht.
Ich will ihnen auch in Zukunft einen Propheten senden wie dich, einen Mann aus ihrem Volk. Ihm werde ich meine Worte eingeben, und er wird sie den Israeliten mitteilen.
Wer nicht auf das hört, was er in meinem Namen sagt, den werde ich dafür zur Rechenschaft ziehen.
Wenn aber der Prophet überheblich wird und etwas in meinem Namen sagt, was ich ihm nicht befohlen habe, oder wenn er im Namen anderer Götter spricht, dann muß er sterben.»
Ihr fragt euch vielleicht: Woher wissen wir, ob jemand im Auftrag des Herrn spricht?
Nun, wenn ein Prophet im Namen des Herrn etwas ankündigt und es trifft nicht ein, dann waren seine Worte nicht vom Herrn. Er hat eigenmächtig geredet, und ihr braucht ihn nicht ernst zu nehmen.
4. Altes Testament
2.Könige Kapitel 3,
Verse 9 – 20
So zogen der König von Israel und der König von Juda mit ihren Truppen los, und auch der König von Edom schloß sich ihnen an. Wie geplant schlugen sie den Weg durch die Wüste ein. Doch weil sie einen Umweg machten, konnten sie nach sieben Tagen kein Wasser mehr finden, weder für die Soldaten noch für die Tiere.
«Hätten wir nur diesen Feldzug nie unternommen!» klagte der König von Israel. «Bestimmt hat der Herr uns in eine Falle gelockt und will uns nun dem König von Moab ausliefern.»
Aber Joschafat fragte: «Ist denn kein Prophet des Herrn in der Nähe, durch den wir den Herrn befragen könnten?» «Doch», antwortete ein Diener des Königs von Israel, «Elisa, der Sohn Schafats, ist hier. Er war seinerzeit der Diener Elias.»
«Dann ist er ein echter Prophet!» sagte Joschafat, und sogleich gingen er, der König von Israel und der König von Edom zu Elisa.
Doch Elisa war abweisend: «Warum kommst du denn zu mir, König von Israel? Ich habe nichts mit dir zu schaffen! Geh doch zu den Propheten, die dein Vater und deine Mutter angeheuert haben!» Joram erwiderte: «Meine Propheten können nichts dafür. In diese Falle hat uns der Herr gelockt, um uns dem König von Moab auszuliefern.»
Da lenkte Elisa ein: «Nur weil auch König Joschafat von Juda hier ist, gebe ich dir eine Antwort. Wäre er nicht da, würde ich dich nicht einmal ansehen, geschweige denn irgend etwas für dich tun! Das schwöre ich bei dem Herrn, dem allmächtigen Gott, dem ich diene.
Und nun holt einen Mann, der Harfe spielen kann!» Während der Musiker spielte, sprach der Herr zu Elisa und gab ihm eine Botschaft für die Könige. Elisa rief:
«Hört, was der Herr euch befiehlt: 'Hebt in diesem trockenen Tal überall Gruben aus.
Es wird zwar kein Wind aufkommen, und es wird auch nicht regnen, aber trotzdem wird dieses Tal sich mit Wasser füllen. Dann könnt ihr alle genug trinken, auch eure Pferde und das Vieh.'
Aber das ist noch nicht alles!» fuhr Elisa fort. «Der Herr will euch noch mehr geben. Mit seiner Hilfe werdet ihr die Moabiter besiegen.
Ihre schönen und gut befestigten Städte werdet ihr erobern, alle wertvollen Bäume fällen, alle Quellen im Land zuschütten und die besten Felder mit Steinen verwüsten.»
Am nächsten Morgen, etwa zur Zeit des Morgenopfers, waren die Gruben im Tal mit Wasser gefüllt. Es kam von den Bergen Edoms und überschwemmte die ganze Gegend.
5. Altes Testament
Jeremia Kapitel 13
Verse 1 – 14
Der Herr sprach zu mir: «Kauf dir einen Gürtel aus Leinen, binde ihn dir um und sorg dafür, daß er nicht naß wird!» Ich kaufte einen Gürtel und legte ihn an.
Da gab mir der Herr einen neuen Auftrag:
«Geh mit deinem neuen Gürtel an den Euphrat und versteck ihn dort in einer Felsspalte!»
Ich tat, was der Herr mir gesagt hatte, ging zum Euphrat und versteckte den Gürtel dort.
Nach langer Zeit sprach der Herr zu mir: «Geh wieder an den Euphrat und hol den Gürtel, den du auf meinen Befehl dort versteckt hast!»
Da wanderte ich wieder zum Euphrat und holte den Gürtel aus seinem Versteck hervor. Er war verrottet und zu nichts mehr zu gebrauchen.
Der Herr sprach zu mir:
«Genauso werde ich den Hochmut der Bewohner von Jerusalem und ganz Juda zunichte machen.
Sie sind ein boshaftes Volk, das sich weigert, auf mich zu hören, und tut, wozu sein Eigensinn es treibt. Anderen Göttern laufen sie nach, dienen ihnen und beten sie an - darum werden sie diesem Gürtel gleichen, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist!
Wie sich ein Mann seinen Gürtel umlegt, so wollte ich, der Herr, mich mit Israel und Juda schmücken. Mein Volk sollten sie sein, meinen Namen bekanntmachen, mir Lob und Ehre bringen - doch sie haben mir nicht gehorcht!» «Sag ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Weinkrüge müssen voll sein. Wenn sie dir entgegnen: 'Wer weiß das nicht, daß Weinkrüge voll sein müssen?',
dann antworte: Der Herr kündigt euch an: Die Bewohner dieses Landes, die Könige, die Davids Nachfolger sind, die Priester und Propheten, ja, alle Einwohner von Jerusalem - sie sind die Krüge, und ich werde sie mit Wein füllen, bis sie betrunken sind!
Und dann schlage ich sie gegeneinander, so daß einer am anderen zerbricht, die Väter und die Söhne. Ich werde kein Mitleid mit ihnen haben und sie nicht schonen, sondern sie erbarmungslos zerschmettern. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.»
6. Neues Testament
Matthäus Kapitel 24,
Verse 1 – 4 und 11 – 14
Als Jesus den Tempel verließ, kamen seine Jünger und wollten ihm die riesigen Ausmaße der Tempelanlage zeigen. Da sagte Jesus zu ihnen: «Ja, seht euch alles genau an! Denn ich sage euch: Alles hier wird so zerstört werden, daß kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.»
«Wann wird das geschehen?» fragten ihn später seine Jünger, als er mit ihnen am Abhang des Ölbergs saß. «Welche Ereignisse werden deine Wiederkunft und das Ende der Welt ankündigen?»
Jesus antwortete: «Laßt euch von keinem Menschen täuschen und verführen!
Falsche Propheten werden auftreten und viele verführen.
Und weil Gottes Gebote mißachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Und die Liebe wird bei vielen erlöschen.
Wer aber bis zum Ende durchhält, der wird gerettet.
Die Heilsbotschaft vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen.
7. Neues Testament
Markus Kapitel 13
Verse 19 – 23
Denn es wird eine Notzeit kommen, wie sie die Welt seit der Schöpfung nicht erlebt hat und wie sie auch nie wieder eintreten wird.
Kein Mensch könnte solche Leiden überstehen, hätte Gott diese Zeit nicht von vornherein verkürzt. Aber seinen Auserwählten zuliebe hat Gott diese Zeit begrenzt.
Wenn dann jemand zu euch sagt: 'Hier ist der Retter!' oder: 'Dort ist Christus!', glaubt ihm nicht!
Viele werden sich nämlich als Retter der Welt aufspielen, und falsche Propheten wird es in Hülle und Fülle geben. Dabei kann man diese Menschen nicht so leicht als Schwindler entlarven, denn sie werden erstaunliche Wunder vollbringen, und - wenn es möglich wäre - würden sie sogar Gottes Auserwählte täuschen.
Deshalb bleibt wachsam! Ich habe euch gewarnt!»
8. Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 2
Verse 14 – 18
Da erhob sich Petrus mit den anderen elf Aposteln und rief der Menge zu: «Hört her, ihr jüdischen Männer und ihr Einwohner von Jerusalem. Ich will euch erklären, was hier geschieht. Diese Männer sind nicht betrunken, wie einige von euch meinen. Es ist ja erst neun Uhr morgens.
Nein, hier erfüllt sich, was der Prophet Joel vorausgesagt hat. Bei ihm heißt es:
'In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich allen Menschen meinen Geist geben. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume.
Allen Männern und Frauen, die mir dienen, will ich meinen Geist geben, und sie werden in meinem Auftrag reden.