Title: Günther Stolz
Subtitle:
Author:



Günther G. Stolz
Dipl. – Soz.Päd.
49 Jahre, verheiratet, drei Kinder
Leiter des Gerhard – Tersteegen – Instituts (Kinder- und Jugendhilfe – Zentrum) in Oberhausen
und der „Zinkhütte 49“ (Modellwohnprojekt für Kinder- und Jugendliche in besonderen Notlagen, z.B. Streetkids) in Mülheim an der Ruhr

Traumstudium, Lebenssinn, Gottessuche

 

1951 wurde ich als fünftes Kind meiner Eltern bei Bad Bentheim geboren. Bis zur Einschulung verlebte ich eine relativ schöne und behütete Kindheit, die geprägt war von der Nachkriegsnot und dem Aufbauwillen der meisten Menschen, die viel entbehrt hatten.

1957 zogen meine Eltern nach Mülheim an der Ruhr. Im Alter von 10 – 12 Jahren ging ich regelmäßig zur Jungschar in eine freikirchliche Gemeinde im Mülheim. Dann wollte mein Vater, dass ich mit zwölf Jahren in den Konfirmandenunterricht gehe, was ich natürlich auch tat und daraufhin meine „religiöse Sozialisation“ mit der Konfirmationsfeier endete. Meine Mutter war überzeugte Christin, mein Vater bekennender Atheist. Die daraus entstandenen ehelichen Spannungen, bekamen wir als Kinder immer wieder mit lautstarken Auseinandersetzungen mit.

Später studierte ich Architektur. Mein Studium in Düsseldorf verlief erfolgreich. Ich war in meinem Traumstudium, war anerkannt, kreativ, aktiv und innovativ, nur – die Frage nach Sinn, Lebenssinn, innerer Ausgeglichenheit, die Suche auf Antworten über Not und Elend in der Welt sowie die Endlichkeitsfrage des menschlichen Lebens, beschäftigten mich .

Mitte der 70er Jahre entstanden viele sogenannte „Jugendsekten“ (Children of God, Mun – Sekte , Hare – Krischna u.a.m.). Diese Sekten gaben vor Antworten zu haben. Das interessierte mich sehr. Aber irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los, dass alle diese Sekten nur „mein Bestes“ wollten –„ mein Geld und meine Seele“.

In dieser Zeit kam ich mit Menschen zusammen, die mir von dem Gott der Bibel erzählten. Diese Personen überzeugten mich nicht nur durch ihr Reden, sondern vor allem durch ihr offenes und glaubwürdiges Leben. Fasziniert und interessiert wollte ich mehr wissen von diesem Leben als Christ. Nach sachlicher Auseinandersetzung und vielen Gesprächen kam ich an den Punkt, diese Beziehung zu dem im Neuen Testament beschriebenen JESUS klar zu machen. Eines war mir ganz deutlich, der Weg dorthin ging nur über Buße, Bekehrung und Wiedergeburt und nicht über Religion oder religiöse Rituale.

Auf einer Tagung von Christen konnte ich der Einladung zum Glauben für mich persönlich nicht mehr widerstehen und daraufhin in einem ausführlichen seelsorgerlichen Gespräch (Oktober 1976) mein Leben in die Hände dessen geben, der für mich am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Ich durfte diesen Jesus als den Christus, den Sohn Gottes, als den Retter aus meiner Verlorenheit und Gottesferne erkennen.

Er, der von Ewigkeit war, so beschreibt es die Bibel, kam von Gott dem Vater, wurde Mensch und erlöste uns nach einem unfassbaren detailgetreuen Plan, den sich kein Intellekt ausdenken konnte.

Diese Erfahrung veränderte mein Leben dramatisch. Heute nach vierundzwanzig Jahren Glaubensleben kann ich sagen, dass meine Bekehrungserfahrung einem „Saulus – Paulus – Phänomen“ ähnelte.

Nach intensivem Bibelstudium, Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen und christlichen Glaubensgemeinschaften, vielen Gesprächen mit Christen, wollte ich mein Leben und meine Fähigkeiten nicht mehr ausschließlich der Architektur, sondern der Kinder- und Jugendarbeit widmen.

So studierte ich Sozialarbeit/Sozialpädagogik in Bochum. Nach meinem Abschluss arbeitete ich in der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Mülheim.

Ab 1984 übernahm ich die stellvertretende Leitung des Gerhard – Tersteegen – Institutes, Oberhausen, und seit 1988 leite ich diese Einrichtung.

Es gehört für mich zu den tiefgreifendsten Gedanken, dass der Schöpfer und der Mann am Kreuz, ein und dieselbe Person ist. Mein Verstand kann es nicht fassen, was diesen Herrn aller Herren bewogen hat, für mich ans Kreuz zu gehen. Liebe lässt sich nicht verstandesmäßig ausreichend erfassen.Heute erahne ich, dass es seine grenzenlose Liebe ist, die alles für mich tat, damit ich nicht verloren gehe (die Bibel in Johannes 3, 16).

Durch Jesus durfte ich nicht nur den Sinn meines Lebens erkennen, sondern alle Fragen nach Leben vor und nach dem Tod haben in ihm Antworten gefunden und gaben und geben mir in Ehe, Familie und Beruf Halt und Sicherheit auch oder gerade in Hoch- und Tiefphasen meines Lebens.

That´s my life!

 

zurück

 



Go back to the regular design...