1. Altes Testament
5.Buch Mose Kapitel 15,
Verse 1 - 11
Am Ende jedes siebten Jahres sollt ihr einander eure Schulden erlassen.
Wenn ihr jemandem aus eurem Volk etwas geliehen habt, dann fordert es nicht mehr zurück und zwingt eure Schuldner nicht zur Rückzahlung! Denn zur Ehre des Herr wurde das Jahr des Schuldenerlasses bestimmt.
Euren Landsleuten sollt ihr alles erlassen, damit keiner von euch verarmt. Der Herr, euer Gott, will euch in dem Land, das er euch für immer gibt, reich beschenken.
Aber dazu müßt ihr auf ihn hören und die Gebote genau beachten, die ich euch heute gebe.
Dann wird der Herr, euer Gott, euch segnen, wie er es versprochen hat. Ihr werdet so reich sein, daß ihr Menschen aus vielen Völkern etwas leihen könnt und selbst nichts borgen müßt. Ihr werdet Macht über sie gewinnen und selbst unabhängig sein.
Seid nicht hartherzig gegenüber den Armen, die mit euch in dem Land leben, das der Herr, euer Gott, euch schenkt. Sie sind eure Nachbarn und Landsleute! Verschließt euch nicht vor ihrer Not!
Seid großzügig, und leiht ihnen, soviel sie brauchen,
auch wenn das siebte Jahr nahe ist. Denkt dann nicht: «Was ich jetzt verleihe, bekomme ich nicht mehr zurück!» Seid nicht geizig! Verweigert den Armen aus eurem Volk nicht die nötige Hilfe! Sonst werden sie zum Herrn um Hilfe rufen, und ihr macht euch schuldig.
Gebt ihnen gern, was sie brauchen, ohne jeden Widerwillen. Dafür wird euch der Herr, euer Gott, bei all eurer Arbeit segnen und alles gelingen lassen, was ihr euch vornehmt.
Es wird immer Arme in eurem Land geben. Deshalb befehle ich euch: Helft den Menschen großzügig, die in Armut und Not geraten sind!
2. Altes Testament
Psalm 12, Verse 2 – 9
Herr, hilf! Wo finde ich noch Menschen, die zu dir halten? Auf keinen kann man sich mehr verlassen.
Jeder belügt jeden. Leicht kommen ihnen Komplimente über die Lippen, aber sie heucheln dabei.
Herr, rotte diese Schmeichler und Angeber aus!
Ich höre, wie sie prahlen: «Wir erreichen alles, denn wir sind gewaltige Redner; gegen uns kommt keiner an!»
«Doch - ich!» spricht der Herr, «jetzt will ich eingreifen, denn die Armen werden unterdrückt, und die Hilflosen seufzen, weil man ihnen hart zusetzt. Ich werde sie befreien!»
An dieser Zusage des Herrn gibt es nichts zu deuteln. Sie ist eindeutig und klar, echt wie reines Silber.
Du, Herr, hältst, was du versprichst, und wirst uns für immer vor diesen selbstherrlichen Menschen beschützen.
Denn diese Lügner sind überall, und die Gemeinheit unter den Menschen nimmt ständig zu.
3. Altes Testament
Psam 121, Verse 1 – 8
Ich schaue hinauf zu den Bergen - woher kann ich Hilfe erwarten? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!
Der Herr wird nicht zulassen, daß du fällst; er, dein Beschützer, schläft nicht.
Ja, der Beschützer Israels schläft und schlummert nicht.
Der Herr gibt auf dich acht; er steht dir zur Seite und bietet dir Schutz vor drohenden Gefahren.
Tagsüber wird dich die Sonnenglut nicht verbrennen, und in der Nacht wird der Mond dir nicht schaden.
Der Herr schützt dich vor allem Unheil, er bewahrt dein Leben.
Er gibt auf dich acht, wenn du aus dem Hause gehst und wenn du wieder heimkehrst. Jetzt und für immer steht er dir bei!
4. Altes Testament
Klagelieder Kapitel 3,
Verse 40 – 41
Kommt, wir wollen unser Leben prüfen und dann zurückkehren zum Herrn!
Ihm wollen wir unsere Herzen öffnen, zu ihm, der im Himmel wohnt, die Hände erheben und beten.
5. Altes Testament
Sprüche Kapitel 19,
Verse 17 u. 23
Wer sich an Gottes Gebote hält, bewahrt sein Leben; wer sie auf die leichte Schulter nimmt, kommt um.
Wer den Armen etwas gibt, gibt es Gott, und Gott wird es reich belohnen.
Höre auf guten Rat und nimm Ermahnung an, damit du endlich weise wirst!
Der Mensch macht viele Pläne, aber es geschieht, was Gott will.
Wer freigebig und gütig ist, wird von allen geschätzt; und besser ein Armer als ein Betrüger.
Wer Gott achtet und ehrt, hat ein gutes Leben. Er kann ruhig schlafen, denn Angst vor Unglück kennt er nicht.
6. Neues Testament
Matthäus Kapitel 6,
Verse 1 – 4
«Hütet euch davor, nur deshalb Gutes zu tun, damit die Leute euch bewundern. So könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten. Wenn du einem Armen etwas gibst, mach kein großes Gerede davon, wie es die Heuchler tun. Sie reden davon in allen Gottesdiensten und an jeder Straßenecke. Sie wollen wegen ihrer Wohltätigkeit von allen gelobt werden. Das sage ich euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon selbst einkassiert.
Wenn du aber jemandem hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut; niemand soll davon erfahren.
Dein Vater, der alles sieht, wird dich dafür belohnen.»
7. Neues Testament
Lukas Kapitel 14,
Verse 12 – 14
Schließlich sagte Jesus zu seinem Gastgeber: «Zu einem Essen solltest du nicht deine Freunde, Brüder, Verwandten oder die reichen Nachbarn einladen. Sie werden dir danken und dich wieder einladen. Das ist alles.
Bitte lieber die Armen, Behinderten, Lahmen und Blinden an deinen Tisch.
Dann hast du Menschen geholfen, die sich dir nicht erkenntlich zeigen können. Gott wird dich am Tage der Auferstehung dafür belohnen.»
8. Neues Testament
Lukas Kapitel 16
Verse 19 – 39
«Da lebte einmal ein reicher Mann», berichtete Jesus. «Er war immer vornehm gekleidet und konnte sich alle Tage jeden Luxus leisten.
Vor dem Portal seines Hauses aber lag Lazarus, bettelarm und schwerkrank. Sein Körper war über und über mit Geschwüren bedeckt.
Während er dort um die Abfälle aus der Küche bettelte, kamen die Hunde und beleckten seine offenen Wunden.
Lazarus starb, und die Engel brachten ihn dorthin, wo all sein Leiden zu Ende war. Auch der reiche Mann starb und wurde begraben.
Als er im Totenreich unter Qualen erwachte, blickte er auf und erkannte in weiter Ferne Abraham und Lazarus.
'Vater Abraham', rief der Reiche laut, 'habe Mitleid mit mir! Schicke mir doch den Lazarus! Er soll seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und damit meine Zunge kühlen. Ich leide in diesen Flammen furchtbare Qualen!'
Aber Abraham erwiderte: 'Erinnere dich! Du hast in deinem Leben alles gehabt, Lazarus hatte nichts. Jetzt geht es ihm gut, und du mußt leiden.
Außerdem liegt zwischen uns ein tiefer Abgrund. Niemand kann von der einen Seite zur anderen kommen, selbst wenn er es wollte.'
'Vater Abraham', bat jetzt der Reiche, 'dann schicke ihn doch wenigstens
zu meinen fünf Brüdern. Er soll sie warnen, damit sie nach ihrem Tod nicht auch an diesen qualvollen Ort kommen.'
Aber Abraham entgegnete: 'Deine Brüder sollen auf das hören, was sie bei Mose und den Propheten lesen können. Dann sind sie gewarnt.'
Der Reiche widersprach: 'Nein, Vater Abraham, erst wenn einer von den Toten zu ihnen käme, würden sie ihr Leben ändern.'
Doch Abraham blieb dabei: 'Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.'»
9. Neues Testament
2.Korintherbrief Kapitel 8
Verse 7 - 9 u. 12 – 15
Ihr seid in so vielen Dingen überaus reich gesegnet: in eurem Glauben, in der Verkündigung und Erkenntnis des Wortes Gottes, in eurem Einsatz für den Herrn und durch die Liebe, die wir in euch geweckt haben. Seht zu, daß sich dieser Reichtum auch in eurer Hilfsbereitschaft für die Gemeinde in Jerusalem zeigt.
Natürlich will ich euch nichts befehlen. Aber angesichts der Opferbereitschaft der anderen würde ich gern sehen, wie echt eure Liebe ist.
Denkt daran, was unser Herr Jesus Christus für euch getan hat. Er war reich und wurde doch arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.
Wenn ihr wirklich etwas geben wollt, dann ist es nicht entscheidend, wie viel ihr geben könnt. Denn Gott wird eure Gabe nach dem beurteilen, was ihr habt, und nicht nach dem, was ihr nicht habt.
Ihr sollt nicht dadurch in Not geraten, weil ihr anderen aus der Not helft. Es geht nur um einen Ausgleich.
Heute habt ihr so viel, daß ihr ihnen helfen könnt. Ein andermal werden sie euch von ihrem Überfluß abgeben, wenn es nötig ist. Das meine ich mit Ausgleich.
Erinnert euch daran, was die Heilige Schrift dazu sagt: «Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluß; und wer wenig sammelte, litt keinen Mangel.»
10. Neues Testament
Philipperbrief Kapitel 2
Verse 1 - 9
Helft und ermutigt ihr euch als Christen gegenseitig? Seid ihr zu liebevollem Trost bereit? Spürt man bei euch etwas von der Gemeinschaft, die der Heilige Geist schafft? Verbindet euch herzliche und mitfühlende Liebe? Darüber würde ich mich sehr freuen. Vollkommen aber ist meine Freude, wenn ihr die gleiche Gesinnung habt, in der einen Liebe miteinander verbunden bleibt und fest zusammenhaltet.
Weder Neid noch blinder Ehrgeiz sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil, denkt von euch selbst gering, und achtet den anderen mehr als euch selbst.
Denkt nicht immer zuerst an euch, sondern kümmert und sorgt euch auch um die anderen.
Orientiert euch an Jesus Christus:
Obwohl er Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrschaft hatte, bestand er nicht auf seinen Vorrechten.
Nein, er verzichtete darauf und wurde rechtlos wie ein Sklave. Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und lebte als Mensch unter uns Menschen.
Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott auch herrlich zu sich erhoben und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht.
Vor Jesus werden sich einmal alle beugen: alle Mächte im Himmel, alle Menschen auf der Erde und alle im Totenreich.